Ein kurzer TV-Negativ-Streifzug…

Das TV flimmert,
Träume werden via Bild erfüllt,
oder im neuen Gefrierschrank-Werbespot auf Eis gelegt.

Das Gewinnfieber steigt,
wähle 0137…,
und du verlierst zumeist pro Anruf
deine Chance im Geldbeutel.

Streits sprengen
die Lautsprecher des Flimmerkastens,
und am Ende wartet in der gestellten Doku
das Happy-End.

Jeder Sender schleudert im Vollwaschgang
dem Zuschauenden und Zuhörenden
die Worte mal leise und mal weniger leise ins Ohr.

Grimassen werden zu Fratzen,
und in der Werbepause lächelt dir
die neue Welt entgegen.

Magenetisierendes Hollywood
schafft Ablenkung,
und die TV-Macher zählen die Werbeeuronen.

Die neue Welt der TV-Psychopathie
kennt keine Grenzen.

Verbale Elektroschocks
und das Sehen wird zum Erstarren,
und manch ein Protagonist im TV merkt nicht,
wie er als Maschine in der neuen TV-Fabrik mitwirkt.

Der Puls sinkt oder steigt,
je nach Gefühlsebbe oder -Flut.

Das TV als Marktschreierexperiment,
und nicht immer wird die beste Ware feil geboten.

Filmkonserven ohne Haltbarkeitsdauer,
„friß oder zapp weiter“,
nicht jede Konserve ist genießbar.

Neue Stars werden gesucht,
und durch den Medienfleischwolf gedreht.
Von applaudierenden Lobeshymnen
bis zur Darstellung
der unfreiwilligen neuen medialen Witzfigur,
aus den Reihen des Du und Ich,
TV-Macher kennen bei der „Ware“ Mensch
kaum noch Grenzen.

Das TV als Zirkus oder Raubtierkäfig?
Doch die Raubtiere
befinden sich nicht in der Manege,
sondern sie bestimmen,
wer in der Manege auftreten darf.
Und die TV-Artisten stehen Schlange bei ihnen.

Gedankenwinde kennen keine Flaute,
das TV als Geschäft kämpft von Sender zu Sender
um den höchsten Einschaltquotenorkan.

Die GEZ lächelt,
und vor der Kamera
ist fast jeder und fast alles austauschbar,
nur der Zuschauer am TV-Gerät nicht.

Autorenhomepage:
http://www.roman-joerg-s.wg.am/

(C) Fuchsi

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