Ein Zug, der nie ankam…

Als Kind war ich für die teuflichen Greifvögel des Bahnhofs ein Game.
Ein Game des Friss-Oder-Stirb.
Ihr Gewissen, wo war es?
Sie liessen es im Schatten ihrer weissen Anzüge.
und brachten mich am Rand des Lichtes zum Schweigen.
Sie waren die Macht, ich das Kind.
Erst segelten sie mit mir auf dem See der schönen, warmen Worte.
Dann stiessen sie mich in das eiskalte Wasser,
zogen mich raus und liessen mich fast am Feuer verbrennen.
Schreie, Schreie,
doch sie blieben in der Glut des Schmerzes ungehört.
Gedanken in der Kindheit, die keiner hörte.
Traurige ungeschriebene Briefe die keiner las.
Ertrunkene stille Tränen.
Kindliche Flucht in die Welt der fantasievollen Träume.
Und beim Aufwachen wieder im harten Nichts der Realität.
Hilflos, verzweifelt und innerlich um Hilfe schreiend.
Ängste und Hoffnungen vor dem Morgen.
Im Morgen wiederholte sich das Gestern. Als Kind gebetet:
Oh lieber Gott, help me.
Ein Blick in den Spiegel:
Traurige Blicke, die nach dem Warum fragten.
Doch der Spiegel blieb stumm. Keine Antwort.
Als Kind auf der Suche nach Liebe,
und von den Häschern des Bösen gefangen genommen worden.
Bahnhof, Bahnhof, immer als Kind auf den Zug der Liebe gewartet,
doch der Zug kam dort nie an…
Als Kind ein Gefangener der Sehnsucht nach Liebe gewesen:
Mitten unter Menschen, am Bahnhof Zoo…

(C) Fuchsi

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