Waschmaschine, die Zweite – Alltagssorgen

Vor etwa 8 Jahren hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben über meine Waschmaschine, die, neu gekauft, von Anfang an Wäsche zwischen Bullauge und Gummidichtung einzog und diese ebenso wie die Dichtung selbst dabei beschädigte. Mehrere Kundendienstbesuche konnten jedoch nichts ausrichten, sodass ich schließlich ein völlig neues Gerät bekam – das einwandfrei funktionierte.

Nun trug es sich zu, dass mein Sohn von zu Hause auszog und ich ihm meine knapp 2 Jahre alte Waschmaschine mitgab, da diese ein Waschtrockner-Kombigerät war (wenngleich das nicht 100 %ig optimal funktionierte), während ich diesen Trockner nicht brauchte, zumal ich ein eigenes Gerät habe. Selbst kaufte ich mir eine neue Waschmaschine mit noch mehr Schleudertouren, damit der Trockner nicht so viel Energie braucht.

Und wieder sollte ich ein Neugerät bekommen, das nicht richtig funktionierte…
So bemerkte ich recht schnell, dass ich wieder Gummiabrieb in der Wäsche hatte. Weiters fiel mir auf, dass die Wäschetrommel, wenn ich sie nach dem Entleeren drehte, zum Teil recht seltsam quietschte.
Nebenbei erwähnt hält diese Maschine auch sonst recht interessante Eigenheiten bereit, wie ein 60 ° Öko-Standardprogramm, das bei voller Maschine satte 4 Stunden (laut Anzeige) wäscht, während ich sogar noch bemerkte, dass bei einer Zeit-Restanzeige von 15 Minuten die Maschine oft noch nach einer halben Stunde eifrig lief. Die Temperatur lässt sich nicht separat regeln, und bei voller Schleuderleistung hat das nächstkürzere Programm nur 40° Temperatur – und wäscht auch 3 Stunden. Andere kürzere Waschprogramme haben jedoch eine niedrigere Schleuderleistung, die sich jedoch nur nach unten, nicht nach oben separat regeln lässt…
Hier bin ich jedoch auf den Kompromiss gekommen, ein kürzeres Programm zu wählen, das Schleudern völlig abzustellen und dafür nach Ende des Waschprogramms separat bei voller Leistung einzustellen.

Jedenfalls fragte ich beim Versandhaus, wo wir die Maschine erworben hatten, an, um nach einer Woche die Auskunft zu erhalten, ich möge mich direkt mit dem Kundendienst in Verbindung setzen. So rief ich dort an, wo mir ein Anruf für einen Termin versprochen wurde, an dem der Kundendienst kommen sollte. Dieser war leider erst nach etwa 3 Wochen – ich bekam aber zumindest zwischendurch einen Anruf, wo mir mitgeteilt wurde, dass sicherheitshalber eine Gummidichtung für mich bestellt worden war und ich den Termin erst bekommen würde, wenn dieser eintrifft.

Mit gemischten Gefühlen erwarte ich dann den Techniker, zumal ich dieses Problem ja schon einmal gehabt hatte, ohne dass mir geholfen werden konnte, während die Waschmaschine ein Wäschestück nach dem anderen ruinierte – auch wenn es bei der neuen Maschine nicht ganz so krass war.

Umso mehr war ich schließlich überrascht: Der Techniker erklärte, er kenne das Problem, hätte im Übrigen dieselbe Maschine (Hoover) und wäre sich deshalb sicher: Es handelte sich quasi um schlampigen Einbau der Trommel, sodass der Abstand zwischen Trommel und Dichtung nicht überall ausreichend war. Er drückte mit Gewalt die Trommel von der Dichtung weg (!!!), und meinte nur, jetzt würde wieder alles passen.

Völlig überzeugt war ich noch nicht, als er mich verließ, doch die nächsten Wäschen zeigten mir, kein Gummiabrieb, und auch kein Quietschen mehr!

Wenn ich dabei an die Maschine vor knapp 10 Jahren dachte, konnte ich nicht umhin, zu denken: SO EINFACH wäre es gewesen, wenn sich der Techniker ausgekannt hätte, so viel Ärger, Aufwand und Schaden wäre zu vermeiden gewesen!
Ich will damit den Techniker nicht als Stümper hinstellen, doch ist es immer schwierig, wenn man mangels entsprechender Erfahrung den Fehler nicht kennt und stundenlang umsonst sucht.
Was ich jedoch nicht verstehe, ist, wie schnell und leichtfertig man dann selbst als Schuldiger hingestellt wird…

Sarkastika

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