Albtraum – Zum Nachdenken

Die Ansprache des neuen Kanzler Strache ist schon vorüber,
als noch Vize Kern das Lied von Michael Jackson anstimmt
„They Don’t Care About Us“

Life Ball 2022, der alte Gery Keszler saust auf die Bühne,
um seinen x-ten Aids-Foundation Award von N. Campell zu empfangen.
Nackte magere Models mit bunter Farbe am Körper zeigen sich von
ihrer besten Seite und erhalten ihren Crystal-Meth Preis.
Schrill geht es auf der Bühne vor dem Rathaus weiter.

Ex-Bürgermeister Häupl wird auf die Bühne gehievt, in der Hand
ein Glas Spritzwein. Alle applaudieren ihm zu.
Als er sich von der jubelnden Menge verabschieden will,
verliert er das Gleichgewicht und stürzt in den Orchestergraben,
wobei er in einer Tuba landet.

Der Designer Hieronymus Bosch kommt auf die Bühne
und stellt sein utopisches Liebes-Paradies vor.
Im Schlaraffenland des freien Sex seh ich
Jazz Gitti mit Strapsem als Wasserjungfrau,
Marika Lichter verkleidet als Waldschnepfe,
Amanda Lepore als Gottesanbeterin in Grün,
Alfons Haider als Einhorn, er stellt das Gute dar,
und Frau-Herr Wurst als Wurscht,
mit dabei noch Frauen mit schwulstigen Lippen,
die breiter sind als ihr Gesicht. Tabus?, gibts keine!

Bei den „Traumtänzern“, die sich wahrscheinlich tatsächlich
vorkommen wie „Alice im Wunderland“ und die Red Carpet-Gäste in ihren
Frischhaltefolien-gleichen Kostümen wäre ich fast umgekippt vor Schreck,
denn es wäre das gleiche, wenn ich im Jurassic Park einem T-Rex begegne.

Wenn der Wahnsinn nicht mehr weit,
dann ist peinliche Life-Ball-Zeit.
Propagiert wird von früh bis spät,
die „Promi-Skurrilität“.

Überall nackte Menschen mit Hut und ohne Hut, Männer in Strapsen,
Männer ohne Strapse und ohne allem, bemalt und unbemalt, Frauen mit
bunten Brüsten, Frauen als Vagina verkleidet, Männer mit Penis am Kopf.
Ganzkörper-Tätowierte, viel sexy Wäsche, junge lesbische Mädchen halbnackt
mit Gesichtsverschleierung, die gerade eine Steinigung überlebt haben.
Junge Männer mit Federkleid, Männer mit aufgesetzten Brüsten. Frauen mit
Totenkopf-Masken inklusive tätowierten Totenköpfen auf den Brustwarzen,
eine Conchita mit Nasenring und geschwungener lila Frisur,
Frau Scheitz in rotem purpur, ein nackter Jüngling mit rosa
Penisverhüllung und viel anderes Perverses.
Ich frage mich wo Sinnhaftigkeit und Intelligenz bleiben.

Ich bin bei Gott nicht homophob, aber diese ungustiöse
Selbstvermarktung geht mir auf den Geist.

Plötzlich laufen mir Männer in Priesterkleidung über den Weg,
das ist für mich tabu!
Da denke ich unweigerlich an die Homo-Priester,
die Kinder en masse geschändet haben.
Sie haben sie zu seelischen Krüppeln gemacht.
Was sind das für Scheiß-Typen?

Es reckt mich zum ersten Mal.
Weltoffen und bunt ist das Credo,
vor allem wenn es ordinär zugeht.

Ich laufe weg von diesem „Allerlei“ monströsen Typen, die sich
auf Selbstdarstellung konzentrieren. Laufe so schnell ich kann.

Und laufe geradewegs in eine Radfahrgruppe die bunt bemalt
oder halb nackt kostümiert auf ihren Drahteseln am Burgring fährt.
Radfahrer mit dicken und dünnen nackten Ärschen.
Meine Frage an einen „Nackten“: Warum nackt?
Wir wollen auf die Gefahren für Radfahrer im Straßenverkehr
aufmerksam machen. Aha!
Die Antwort kann ich nicht nachvollziehen, da doch vor Jahren
eine gewisse Frau Vassilakou, Grünstreifen für Radfahrer in ganz Wien
gebaut hat. Im ganzen Stadtgebiet gibt es immerhin 1.300 km.
Warum fahren die dann auf der Straße und nicht am Radfahrstreifen?

Ich laufe weiter, die entblößten Radfahrer sind verschwunden, ich denke
ich hab’s geschafft, doch der Schein trügt,

Straßenbahnen in Regenbogenfarben und einer Gruppe hupender
Motorradfahrer kommen mir auf der Wiener Prachtstraße entgegen.
Gleich dahinter seh ich Aktivisten und immer wieder die Politiker von
Rot und Grün, die sich stolz ablichten lassen.

Ihnen folgten Tausende zu Fuß, auf Sattelschleppern, Kleintransportern und
anderen Gefährten. Ich sehe Herrn Phettberg in einem Pkw sitzend, mit
einer Flasche Sinalco in der Hand.

Schade, dass die nackten Radfahrer nicht mehr dabei sind.
Sie wären wahrscheinlich bei soviel Autoverkehr überfordert.

Plötzlich stoppte der gesamte Zug für eine Schweigeminute im Gedenken
an jene, die an der Immunschwächekrankheit Aids verstorben sind.
Und immer wieder höre ich von unseren Zeitgeist-Eminenzen
„Das macht mir eine diebische Freude, dass ihr in der Mitte der Gesellschaft
steht und das repräsentiert, was Österreich ausmacht: Buntheit, Vielfalt
und Offenheit.“ Ich kann diese Floskeln nicht mehr hören.

Im selben Moment wache ich auf, Gott sei Dank es war nur ein Albtraum.

Mütschi

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