Der Matador – Zum Nachdenken

Leider gehört in Spanien der Stierkampf zur Tradition,
Stiere werden grausam gequält nicht nur in dieser Nation.
I.Fandino langjähriger Stierkämpfer hatte kein Problem,
er hat viele Stiere durch seine Hand sterben gesehen.

An jenem Tag hatte der Matador noch triumphiert
und in der Arena einen anderen Stier masakriert.
Danach er noch dem Tier ein Ohr abschnitt,
würdigte er dabei seinen „kolossalen“ Auftritt.

Das brutale Spektakel der Tierquälerei,
das zu Tode foltern ohne Aufschrei.
Die „Corrida“ ist für viele eine Kunst,
diejenigen verfolgen es mit Inbrunst.

Wieder wurde ein Stier in die Arena gejagt,
die Picadores beginnen von neuem ihre Jagd.
Sie stoßen Lanzen in die Nackenmuskulatur,
es beginnt von neuem die gewalttätige Tortour.

Scharfe Spieße werden in den Körper gestoßen,
von den Banderilleros auf ihren hohen Rossen.
Durch die schweren Verletzungen geschwächt,
wird das Tier für den Tod hergerichtet „sinngerecht“.

Jetzt kommt der Matador mit seinem Degen,
um den Stier mit einem Todesstoß zu erlegen.
Doch diesmal war das Gegenteil der Fall,
der Stierkämpfer stolperte, das war fatal.

Der Bulle blutüberströmt sich wehrt,
macht es bei ihm jetzt umgekehrt.
Er stößt sein Horn in dessen Lende,
das war des Matadors gerechtes Ende.

Das sadistische Spektakel ist vorbei,
bis zur nächsten Stierhatz’s Barberei.

Muetschi

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12 Kommentare

  • Toni

    Ja, die ollen Griechen, große Klappe riskieren, aber mit Geld da hamses nicht so! Ach ja, und auch nicht gerade Vegetarier?

  • Toni

    Auch sehr niedlich:

    https://www.youtube.com/watch?v=V7FQLXD0sRw

    friedvoll, in unfriedlicher Umwelt?

  • Toni

    Ihre Gedanken @ Muetschi gefallen mir ausnamslos! Nur, wenn Tiere geschlachtet, gekörnt (zerkrümelt mittels eines Gerätes mit dem schönen Namen „Wolf“ mit Vorname Fleisch) und dann unter Beimengung von Gewürzen in ihre eigenen Gedärme gestopft, als delikate Speisen dem hungrigen Volk vorgesetzt werden, braucht sich doch niemand mehr um das traurige Los eines Spanischen Kampfstieres zu sorgen. Diesen Stieren geht es doch noch verhälnismäßig gut, nur ihr Ende macht betroffen. Bei den Abermillionen von Stieren, Kühen und Fersen, die in den Schlachthöfen von mies bezahlten Akkordmalochern getötet und viergeteilt ein sehr schlechteres Schicksal haben, sieht kein Unbeteiligter zu. Doch deren Schicksal ist mindestens ebenso traurig. Auch sehr schön, liebe Tierschützer (mit Appetit auf Tierisches), bei freilaufenden Legehennen oder biologisch einwandfrei getöteten Sauen und Ebern von Tierschutz zu sprechen, nur, mich macht auch ihr Ende mehr als nur traurig. Wie sagte einst Archimedes? Ach ja: „Der Mensch ist das einzige Tier das unter Selbsttäuschung zu leiden versteht! “ Sehr gut, könnte glatt von mir sein!

    • Muetschi

      Aristoteles
      griech. Philosoph, Schüler des Plato

      Wie der Mensch in seiner Vollendung das edelste aller Geschöpfe ist, so ist er, losgerissen von Gesetz und Recht, das schlimmste von allen.

  • Toni

    Schaue er doch mal in die Augen eines, die Rampe eines Viehtransporters hinabgeprügelten Bullen oder Ochsen. Diese Augen verraten nur Eines: Angst! Diese Augen wissen ganz genau wohin die Reise geht! Und da soll es wirklich einen Unterschied zu den Augen eines „Kampfstieres“ geben? Auch das schauerliche Quieken der in die Boxen getriebenen Sauen und Eber im Schlachthaus macht traurig. Aber, so die meine Erkenntnis aus vielen „Aufklärungs-Gesprächen“, der Bauch auch der Tierschützer ruft nunmal nach Bratwurst. Und da lässt man schon einmal Ungerade gerade sein!

  • Toni

    Der Mensch, als „Krone der Schöpfung“ nimmt sich auf vielfache Art und Weise das Recht heraus, zu morden. Die wirklich bewegten Tierschützer sollten aber nicht nur darauf bedacht sein, die lächerlichen „sportlichen Betätigungen“ zu bekämpfen, sondern den Vorgang des Mordens, und nichts anderes ist es was in Schlachthäusern geschieht, einer gewissenhaften Prüfung zu unterziehen. Nun gut, mag sein, dass ohne Fleischverzehr eine Weltbevölkerung nicht wirklich zu ernähren ist. Allerdings, muss tägliches Fleischessen nicht wirklich sein. Es wird aber, so meine Erfahrungen, aber, niedriger Preise für „Schlachtabfälle“ in den Kühltruhen und Kühlschränken, als allgemeines Recht angesehen. Kücken, nichts wert im Marktgeschehen, werden gnadenlos „geschreddert“! Schweine beinahe bewegungslos in drei, vier Monaten auf Schlachtgewicht gemästet. Hühner, 5 Stück auf den Quadratmeter, sind nur noch Legeautomaten, hier ließe sich beinahe unbegrenzt grübeln. Der Mensch, zur Gattung „Jäger“ zählend, macht es sich leicht indem er sinniert: „Ich jage, also bin ich! Ich bin nur Opfer der Verhältnisse! Ohne Jagderfolg muss mein Clan, meine Familie verhungern!“ Stimmt, so ist und war es alle Zeit, Wissenschaften haben es erwiesen. Jedoch, man mag nicht wirklich darüber nachdenken, das Jagdwild hatte zumindest eine theoretische Chance, die dem Schlachtvieh vorenthalten wird, aus scheinbar richtigen Gründen! Auch dem Torro könnte eine Flucht zugestanden werden. Allerdings wird der äußerst wertvolle Kampfstier zeit seines immer noch recht kurzen Lebens, durch manigfaltige Manipulationen, auf „Krawall gebürstet“ und somit seine Dominanz gestärkt. Der Wert eines Kampfstieres bemisst sich aus dem Grade seiner Agressivität. Diese Tiere, im Gegensatz vermutlich zum Schlachtvieh, kommen gar nicht auf die Idee, wegzurennen.

    • Muetschi

      Das sadistische Quälen von Tieren als …lächerliche „sportliche Betätigung“ zu interpretieren sprengt jetzt den Rahmen.

  • Toni

    Man muss so sehen wie es nunmal ist. Dieser „Sport“, Corrida genannt (Rennen) unterliegt einem gewissen Reglement und entspringt einer gewissen Geisteshaltung. Hierbei soll, unter anderem, die Herrschaft des Menschen über alle anderen Bewohner des Planeten versinnbildlicht werden. Aufgabe des Torrero ist es also, diese Herrschaft zu verfestigen. Ein sehr gutes Beispiel gibt da die Griechische Mythologie her, indem der Minotaurus, der ansonsten 9-jährlich sieben AthenerJungfrauen und sieben Athener Knaben in seinem Labyrint zu verspeisen drohte, besiegt werden kann. Theseus machte dem Spuk mithilfe der Minos-Tochter Ariadne ein Ende. Bezeichnend auch, dass es Gott Zeus war, der Minos darin bestärkte, diesen ungeheuren Fluch gegen die Athener auszusprechen. Nun gut, diese Stiere werden im Grunde überdurchschnittlich alt bevor sie durch die Hand oder besser den Degen des Torreros sterben müssen. Bevor es soweit ist, führen die Torros ein sehr gutes Leben, werden gehegt und gepflegt. Schauen Sie doch bitte mal in eine Bullenmästerei und eine Fleischfabrik! Ich weiss, kann man nicht miteinader vergleichen, sollte man aber dennoch tun. Tiere, schnellstmöglichst auf „Gewicht gebracht“ und dann für 2,50 Euro das Pfund an das hungrige Volk verfüttert, sähen das wohl auch ganz anders als die sogenannten „Tierschützer“ im Lande. Ach ja, ich bin gegen jede Art von Schlachterei, egal ob bei Tönnies oder in Arles!

  • Muetschi

    Ich gebe Ihnen nur teilweise recht, nur sollten Sie auch die Kehrseite der Maidelle lesen, wie ein Stier für den Kampf in der Arena vorbereitet wird und welche Qualen er dann durchleben muß, bis er endlich sterben darf.
    Neben der Spur sind die Leute, die nicht das Recht haben, ein Tier bestialisch zu quälen.
    http://www.tierschutzverein.at/wir-kaempfen-fuer-tiere/stierkampf/ablauf-eines-stierkampfs

  • Toni

    Na ja, „gerechtes Ende“ ist vorschnell geurteilt. Wenn ich (Vegetarier) mir vorstelle, wie Tiere (auch Stiere) in unseren Schlachthöfen zur Ware herabgewürdigt werden, nur damit der Rubel rollt und preiswert Bäuche gefüllt werden können, sehe ich diesen blutigen „Sport“ wie er im Süden Frankreichs und in Spanien „zelebriert“ wird, beinahe unserem Umgang mit der Tierwelt als ebenbürtig an. Nur, bei den Corridas geschieht das Morden in aller Öffentlichkeit. Und dem Torero seinen frühen Tod als gerecht zuzuschieben ein wenig neben der Spur. Aber, das ist womöglich nur meine ganz eigene Vorstellung von Gerechtigkeit! Allen „Tierkörper-Endverwertern“ sei dennoch ein Besuch im Schlachthaus ihrer Wahl mal ans Herz gelegt,

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