Diametral – Reflexion

Ich kann es durchaus nachvollziehen.
Wenn du dich darüber beklagst.
Daß das Nörgeln der Mitmenschen.
Deine Psyche nachhaltig belastet.
Und du dir dann selbst die Frage stellst.
Ob das niemand auffallen würde.

Ich mag es auch nicht sonderlich.
Wenn Menschen in meiner Gegenwart.
Das dringende Bedürfnis empfinden.
Sich über dies und das zu echauffieren.
Es war mir dann schon oft ein Anliegen.
Meinen Mißfall zum Ausdruck zu bringen.
Was auch grundsätzlich wichtig ist.
Wenngleich es nicht viel geändert hat.

Wir beide müssen uns eingestehen.
Daß wir die Menschen nicht ändern können.
Und eigentlich auch gar nicht ändern wollen.
Was zu keiner Resignation führen darf.
Aber wir sollten an uns selbst arbeiten.
Die Botschaften nur insofern wahrzunehmen.
Dass sie keine große Belastungen ergeben.
Was einfacher gesagt sei, als getan …

Ich kenne deine sachliche Ausdrucksweise.
Die nüchternen Worte sind ein Teil von dir.
Diese sollen einen Konflikt vermeiden.
Und lassen Emotionen stets vermissen.
Welche du nicht verständlich zeigen kannst.
Einem sachlichen Konflikt wärst du gewachsen,
Die emotionale Auseinandersetzung meidest du.
Was vereinzelt auf Unverständnis stößt.
Oder nich selten zu Fehlinterpretationen führt.

Wenn dir ein Problem vorgetragen wird.
Interpretierst du es unbewußt und reflexartig.
Als Auftragserteilung an deine Person.
Einen passenden Lösungsansatz zu suchen.
Ohne daß dies dein Gegenüber erwartet.
Oder gar unmittelbar verlangt hätte.
Menschen, welche dich besser kennen.
Schätzen diesen Umstand zwar an dir.
Aber zugleich ist er auch ein Laster.

Die Nörgler irritieren dich dann.
Denn sie wollen keinen Lösungsansatz.
Und verstehen deine Einwände auch nicht.
Eine kritische Haltung ist bestimmt wichtig.
Aber wäre es nicht ebenso erstrebenswert.
Ein klein wenig konstruktiv zu bleiben.
Diesen leidigen Spagat zu bewältigen.
Bleibt wohl auch stets Ermessenssache.

Mit den niedergeschriebenen Zeilen.
Wollte ich dir in erster Linie aufzeigen.
Daß du den beschriebenen Charakteren.
In Wahrheit diametral gegenüberstehst.
Läßt sich hier eine sachliche Lösung finden?
Die oft zitierte „goldene Mitte“ vielleicht?
Ich weiß es nicht …

Pedro

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2 Kommentare

  • Muetschi

    Wenn einem Dinge als Belastung wiederfahren, sollte man darüber sprechen.
    Die Ungerechtigkeiten dieser Welt muss man nicht einfach verleugnen,
    die betreffen uns alle und sind allgegenwertig.
    Auch wenn mein Gegenüber gegensätzlicher Meinung sein sollte, werde ich ihm zuhören.
    Jeder geht nach seiner Überzeugung vor, es wird mein Missfall nicht sein.
    Es gibt Leute die es verstehen aber es gibt auch Leute die es nicht verstehen wollen,
    die werden dich sowieso maßregeln.
    Alles hinnehmen, weil es von der Gesellschaft so gewünscht wird, ist nicht mein Ding.
    Auch wenn man manchen auf die Füße treten muss.

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