Die haben einen Vogel – Zum Nachdenken

Es scheint, dass auf diesem Planeten,
wir so manches Tier mit Füßen treten.
Man geht zur Kirche, liest die Bibel
und weiß sofort was gut oder übel.

Wie man es dreht, wie man es nimmt,
der Tod von Millionen ist vorbestimmt,
denn wenn die Novembertage kürzer werden,
müssen die Ureinwohner Amerikas sterben.
Das töten und entfedern will ich hier nicht erklären,
würde womöglich ihren Magen schnell entleeren.

Welch ein Wunder, zwei haben es geschafft,
sie wurden begnadigt und nicht dahingerafft.
Mit Eskorte fuhr man sie ins Weiße Haus,
der Präsident beglückte sie mit Applaus.
Die „Geretteten“ sind extrem von Fettleibigkeit geplagt,
haben aber dennoch Pech weil dann ihr Herz versagt.

Das Ritual das jedes Jahr begangen wird,
hat schon so manchen Europäer verwirrt.
Da wir aber wissen, das die Amis verwirrend anders ticken,
und auch einen „blonden Gockel“ ins Weiße Haus schicken,
werden sie am wichtigsten Feiertag des Jahres schmausen,
den Vogel gebraten oder gegrillt, bis ihnen die Ohren sausen.
Dazu noch Süsskartoffeln, Cranberry-Sauce und Apfelmus
und aus der Küche Karotten und einen Maisbrotgruss.
Danach wird verdünnisiert mit reichlich eiskalten Dosenbier,
damit es ordentlich schwimmt, das verschlungene Vogeltier.

„Nur am Rande: Das Bier ist so dünn wie ihr Kaffee,
ein Reiheitsgebot sucht man vergeblich in Übersee“.

Was vom Hahn übrig bleibt, landet auf der Mülldeponie,
zuletzt mehr als 90.000 Tonnen Fleisch, soviel wie nie.

Mahlzeit!

Muetschi

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