2018 – Reflexion

Ein neues Jahr ist soeben angebrochen.
Welches wir mit Feuerwerken begrüsst haben.
Auf den Silvesterpfaden wurde ausgiebig gefeiert.
Und nicht zuletzt sei doch auch erwähnt.
Dass sich viele Menschen Vorsätze gefasst haben.

Meine an den Silvester angelehnten Zeilen.
Haben aber einen etwas anderen Hintergrund.
Ich bin ganz bestimmt nicht abergläubisch.
Aber die Jahreszahl 2018 weckt Erinnerungen.
An eine mittlerweile lange zurückliegende Zeit.
Die ich aber dennoch nicht ausklammern kann.

Wollen wir eine kleine Zeitreise unternehmen.
Im Sommer 2007 starb ein langjähriger Freund.
Mischa war Schauspieler, Autor und Gastronom.
Es hatte uns durchaus viel miteinander verbunden.
Wohl auch nicht zuletzt Mischas Freundschaft.
Zu meinem 1995 verunglückten Bruder Robert.

Aber immerhin sollte doch das Jahr 2007.
Auch manch positive Seiten aufweisen können.
Meine Mama hatte sich im 69. Lebensjahr.
Zu einem neuen Lebensabschnitt entschieden.
Argwöhnisches Verhalten mancher Mitmenschen.
Sollte sie von ihrem Weg nicht abbringen.
Den ich uneingeschränkt unterstützen wollte.

Bei der Hochzeit am 29. August 2007.
Durfte ich am Standesamt als Trauzeuge agieren.
Das kleine, aber sehr persönliche Zeremoniell.
Lebt in meinen Erinnerungen stets weiter.
Sechs Wochen später musste Mama ins Krankenhaus.
Anfangs war ich nicht in allzu großer Sorge.
Als Diagnose wurde Gelbsucht angeführt.

Schon recht bald durfte Mama wieder nach Hause.
Aber sie konnte sich leider keineswegs erholen.
Der nächste Krankenhausenthalt war unausweichlich.
Lange Zeit wurden wir im Ungewissen gelassen.
Erst im Dezember erklärte uns ein Facharzt.
In dem relativ kleinen Wiener Krankenhaus.
Dass ein Gallengangkarzinom vorliegen würde.

Den Heiligen Abend verbrachte ich mit Oma und Karl.
Im Siebenbettzimmer bei Mama im Krankenhaus.
Die Chemotherapie wurde vorzeitig abgebrochen.
Und wir mussten realisieren, was bevorstehen würde …
Am 1. Februar 2008 hatten wir den schweren Weg.
Des Abschiednehmens im kleinen Kreis zu beschreiten.
Meine damals 92jährige Oma am Grab ihrer Tochter.
Es fehlen mir an dieser Stelle ein wenig die Worte …

Schon in den vergangenen Wochen hatte ich damals.
Eine fortschreitende Sehschwäche festgestellt.
Neurologische Auffälligkeiten waren aufgetreten.
Dennoch machte ich mir deswegen keine Sorgen.
Es wäre doch auch nicht allzu ungewöhnlich.
Dass ich eine Brille brauchen könnte.

Der Augenfacharzt empfahlt am 10. März 2008.
Eine dringende radiologische Untersuchung.
Die Magnetresonanztomographie am nächsten Tag.
Zeigte eine „Raumforderung 8x3x5cm“ im Schädel.
Bei den OP’s im März und November 2008.
Konnte der Tumor nur teilweise entfernt werden.
Sodass Bestrahlungen unerlässlich blieben.

Auf die Details zu meinem Krankheitsverlauf.
Möchte ich in diesen Zeilen nicht näher eingehen.
Wollen wir uns wieder dem Jahresausblick zuwenden.
Wie eingangs erwähnt, bin ich nicht abergläubisch.
Und ich will in der Ziffer „8“ der aktuellen Jahreszahl.
Auch ganz bestimmt kein böses Omen sehen.

Aber der Realität muss ich ins Auge blicken.
Mein 87jähriger Vater ist seit Jahren bettlägerig.
Die Demenz schreitet überdies rasant voran.
Mit dem Verlauf meiner Krankheit seit 2008.
Darf ich – wie ich glaube – durchaus zufrieden sein.
Doch zeigte der Tumor zuletzt geringes Wachstum.
Dem nächsten MRT unterziehe ich mich Mitte Jänner.

Mit vielem kann man sich arrangieren.
Aber die fortschreitende Sehschwäche macht Angst.
Bereits vor vier Jahren erklärte mir ein Facharzt.
Dass sich eine weitere chirurgische Intervention.
Allmählich abzuzeichnen beginnen würde.
Äußerlich gehe ich sehr gelassen damit um.
Aber ich bin mir auch der Risiken bewusst.

Trotz alledem lautet mein Neujahrsvorsatz.
Dass ich mit dem größtmöglichen Optimismus.
Und einer konstruktiven Kraftanstrengung.
Auch weiterhin alles meistern möchte …

Pedro

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