Gerechtigkeit – Gedankensplitter

Iris verließ.
Die Abteilung.
Im Spital.
Fluchtartig.
Sie hatte.
Eine Freundin.
Besuchen wollen.
Operation.
An der Schilddrüse.
Ein Routineeingriff.
Heutzutage.
Aber ewig war sie.
Nicht mehr.
Im Krankenhaus.
Gewesen.
Sie hatte sich verlaufen.
Auf einmal.
War sie.
In der Onkologie gestanden.
Kranke Gestalten.
Siech.
Den Tod im Gesicht.
Und als sie.
Eine Schwester.
Fragen wollte.
Nach dem Weg.
Hatte sie.
Diese Frau gesehen.
Lange Haare.
Irgendwann einmal.
Dunkle Locken…
Jetzt graue Strähnen…
Eingefallenes Gesicht…
Versteinerter Blick…
Während sie mit.
Der Stationsschwester redete.
Fiel ihr ein.
Wer das war.
Eine ehemalige Chefin.
Geschäftsführerin.
Dieses Miststück.
Hatte ihr.
Die Zukunft verbauen wollen!

Die Frau.
Hatte sie.
Nicht erkannt.
Sie, Iris.
War eine gewesen.
Von vielen.
Die von der Chefin.
Schikaniert worden waren.
Sie besonders.
Sie war ihr.
Fußabstreifer.
Gewesen.
Eine ganze Weile.
Irgendwann.
War es ihr.
Zu viel geworden.
Sie war gegangen.
Hatte die Chefin.
Verklagt.
Mit der Arbeiterkammer.
Aber damit.
War das Ganze.
Nicht beendet gewesen.
Die Chefin rächte sich.
Mit übler Nachrede.
Vereitelte ihr.
Neue Jobs.
Aus Rache!
Ewig hatte es gedauert.
Bis sie, Iris.
Dahintergekommen war.
Danach war es.
Nicht mehr so schwer.
Gewesen.
Einen Job zu bekommen!

Aber Gerechtigkeit.
Gab es nicht.
Das Arbeitsamt.
Wusch seine Hände.
In Unschuld.
Man hütete sich.
Der Geschäftsfrau.
Schwierigkeiten zu machen.
Und das nagte.
An ihr, Iris.
Immer noch ein wenig.
Obwohl es…
So lange her war.
Obwohl es ihr.
So gut ging.
Wie noch nie!
Diese Person.
War davongekommen…
Iris rief sich.
Das ausgemergelte Gesicht.
Der Frau…
In Erinnerung.
Während sie.
Durch die Gänge.
Im Spital lief…
Es hatte diese Chefin.
Ordentlich erwischt.
Todkrank war sie…
Späte Genugtuung?
Jetzt wo sie sterben würde…
Wahrscheinlich…
Und…
Keinen leichten Tod…?
Eigentlich nicht.
Es machte nichts…
Ungeschehen…
Gar nichts!

Vivienne/Gedankensplitter

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