Abgeschoben – Gedankensplitter

Hans sah sich um.
In seinem Zimmer.
Das also.
War.
Sein Zuhause.
Ab heute.
Abgemacht war es.
Schon lange…
Gewesen.
Aber heute.
Hatten ihn.
Sein Sohn.
Und die Schwiegertochter.
Ins Altersheim.
Verfrachtet.
Da bist du.
Gut aufgehoben.
Hatte Jonas.
Sein Sohn.
Gemeint.
Wir rufen an.
Jeden Tag.
Und du kannst dich.
Gerne.
Auch melden.
Wir freuen uns.
Und besuchen dich.
Regelmäßig.
Leben.
Wie im Hotel!
Hatte seine Schwiegertochter.
Carina.
Gemeint.
Sie war.
Die treibende Kraft.
Gewesen.
Hinter der Aktion.

Weil er.
Vergesslicher.
Geworden war.
Und öfter fühlte er sich.
Nicht so gut.
Das Herz.
Der Blutdruck.
Alterswehwehchen halt.
Nichts Ernstes.
Aber Carina.
War er.
Eine Last geworden.
Sie zeigte es ihm.
Deutlich.
Auch wenn sie sich.
Verbal.
Zurück hielt.
Hans setzte sich.
Auf das Bett.
Am liebsten.
Hätte er gekotzt.
In dem Haus.
Dass er gebaut hatte.
Mit seiner Frau.
War kein Platz mehr.
Für ihn.
Es klopfte.
An der Tür.
Ein Pfleger.
Kam herein.
Wollte ihn.
Zum Essen holen.
Aber er, Hans.
Katte keinen Appetit.
Keine Lust.
Auf irgendetwas…

Seine Frau.
Verstorben.
Vor zwei Jahren.
Seither war es.
Bergab gegangen.
Mit ihm.
Das wusste er.
Aber noch…
War er…
Kein Pflegefall.
Es wäre schon noch.
Gegangen.
Daheim.
Aber der Sohn.
Und die Schwiegertochter.
Wollten…
Keine Umstände mehr!
Natürlich.
Arbeiteten beide.
Sie wollten.
Ihr Leben genießen.
Ohne ihn!
Die Enkelkinder.
Waren auch schon.
Ausgeflogen…
Hans sah sich um.
Im Zimmer.
Es sah wirklich.
Fast aus.
Wie im Hotel…
Aber es fühlte sich.
Nicht an.
Wie Urlaub.
Sondern wie Abstellgleis!

Vivienne/Gedankensplitter

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