von Tandi - Mai 2004


Die Sonne

Wenn es nun doch endlich mal Sommer wird, oder der Eine oder Andere Urlaub im Süden plant, wird das Thema Sonnenpflege aktuell.

Zuerst möchte ich über die positiven und negativen Auswirkungen der Sonne berichten:

Bei vernünftig dosiertem Sonnenkonsum bildet sich in der Haut Vitamin D, was beim Aufbau von Muskeln und Knochen eine wichtige Rolle spielt. Licht, somit auch die Sonne, hat einen positiven Einfluß auf unsere Psyche, den Blutkreislauf, die Nerven und das Herz. Auch unsere Leistungsfähigkeit wird gesteigert und das Immunsystem gestärkt. Die Pigmentierung der Haut wird angeregt, also erzielt man die gewünschte Bräunung der Haut, wodurch der hauteigene Sonnenschutz aufgebaut wird.

Wenn wir uns der Sonne zu viel aussetzen wird unser Herz, der Kreislauf und die Nerven zu viel belastet. Man wird müde und unkonzentriert. Zu viel Sonne hat auch eine schädigende Wirkung auf die Augen und sogar auf die Blutzusammensetzung, wodurch das Immunsystem geschwächt wird. Hautschäden, Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen können ebenfalls die Folge sein, und das Risiko für Hautkrebs erhöht sich. Außerdem nimmt die Lichtbedingte Hautalterung zu.

Es gibt bekanntlich auch verschiedene Arten der Strahlung.

UV-A Strahlen bewirken die Bräunung der Haut, ohne einen Sonnenbrand zu verursachen, und dringen bis zur Cutis (Lederhaut) vor, wo sie die kollagenen Fasern angreifen, die für die Elastizität der Haut sorgen. Dadurch trocknet die Haut aus, und ihre Frische und Spannkraft geht verloren. UV-A Strahlen sind auch die Auslöser für Hautschäden, wie z. B. Hautkrebs.´Die Strahlen bewirken eine direkte Pigmentierung, ohne einen Sonnenbrand zu verursachen, doch diese Bräunung hält nicht lange an.

Die UV-B Strahlen sind für die indirekte Bräunung der Haut verantwortlich, da sie den körpereigenen Farbstoff Melanin anregen. Diese Art der Strahlung bewirkt allerdings auch Pigmentflecken und Sonnenbrand.

Weiters ist das Licht an sich zu erwähnen, denn Lichtstrahlen gehen viel tiefer in die Haut, als UV-A und UV-B Strahlen. Tagespflege hat einen Lichtschutzfaktor, Sonnenpflege einen Sonnenschutzfaktor. Deshalb ist beides zu verwenden – Sonnenpflege über der Tagespflege – da sonst in der Haut trotz einer Sonnencreme Schäden durch Licht verursacht werden können.

Bei der Auswahl des Schutzfaktors in einer Sonnencreme sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

  • Umweltbedingungen

  • Jahreszeit

  • Geographische Breite

  • Einstrahlwinkel der Sonne

  • Höhenlage

  • Reflektion (z. B. durch Wasser oder Schnee)

  • Hauttyp

Der Sonnenschutz muss immer schon vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, da die UV-B Strahlen schneller auf der Haut zu wirken beginnen, als uns bewusst ist, oder wir spüren können. Hat man erst einmal einen Sonnenbrand, so vergehen ca. 28 Tage, bis sich die Haut wieder völlig erholt hat. „Vergessen“ kann die Haut einen Sonnenbrand nie mehr!

Kinder sollten mit besonders hohem Sonnenschutzfaktor geschützt werden, da durch unvorsichtiges Sonnenverhalten in der Kindheit der Grundstein für einen späteren chronischen Lichtschaden gelegt werden kann. Häufige Sonnenbrände im Kindesalter erhöht das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren erheblich. Kinderhaut sollte grundsätzlich genauso geschützt werden, wie der hellste Hauttyp.

Für den Sonnenschutz werden die unterschiedlichsten Produkte angeboten:

  • Sonnenöl

  • Sonnengel

  • Sonnenmilch

  • Sonnencreme

Diese Produkte gibt es speziell für’s Gesicht und für den Körper. Und es gibt sie in verschiedenster Form, u. a. als Stift oder Spray.

Nach dem Sonnenbad ist für das Gesicht eine After-Sun-Maske oder Feuchtigkeitsmaske zu empfehlen, und auch der Rest des Körpers sollte mit After-Sun gepflegt werden. Nicht nur dann, wenn man einen Sonnenbrand hat, sondern nach jedem Aufenthalt in der Sonne. Die Strahlung entzieht der Haut Feuchtigkeit, und After-Sun-Produkte geben diese zurück. Außerdem geben sie der Haut ein angenehmes, kühlendes Gefühl.

Da es über das Thema Sonne noch viel zu sagen gibt, werde ich dieses Thema in den nächsten Wochen nochmal aufgreifen, nachdem ich Eure Fragen und Anregungen, die hoffentlich diesmal nicht nur per Mail, sondern auch im Beauty-Forum kommen, ausgewertet habe!

Eure Tandi