Wenn es nun doch endlich mal Sommer wird, oder
der Eine oder Andere Urlaub im Süden plant, wird das Thema
Sonnenpflege aktuell.
Zuerst möchte ich über die positiven und
negativen Auswirkungen der Sonne berichten:
Bei vernünftig dosiertem Sonnenkonsum bildet
sich in der Haut Vitamin D, was beim Aufbau von Muskeln und
Knochen eine wichtige Rolle spielt.
Licht, somit auch die Sonne, hat einen positiven Einfluß auf
unsere Psyche, den Blutkreislauf, die Nerven und das Herz. Auch
unsere Leistungsfähigkeit wird gesteigert und das Immunsystem
gestärkt. Die Pigmentierung der Haut wird angeregt, also erzielt
man die gewünschte Bräunung der Haut, wodurch der hauteigene
Sonnenschutz aufgebaut wird.
Wenn wir uns der Sonne zu viel aussetzen wird
unser Herz, der Kreislauf und die Nerven zu viel belastet. Man
wird müde und unkonzentriert. Zu viel Sonne hat auch eine
schädigende Wirkung auf die Augen und sogar auf die
Blutzusammensetzung, wodurch das Immunsystem geschwächt wird.
Hautschäden, Fieber, Schüttelfrost und
Kopfschmerzen können ebenfalls die Folge sein, und das Risiko für
Hautkrebs erhöht sich. Außerdem nimmt
die Lichtbedingte Hautalterung zu.
Es gibt bekanntlich auch verschiedene Arten der
Strahlung.
UV-A Strahlen bewirken die Bräunung der Haut,
ohne einen Sonnenbrand zu verursachen, und dringen bis zur Cutis
(Lederhaut) vor, wo sie die kollagenen Fasern angreifen, die für
die Elastizität der Haut sorgen. Dadurch trocknet die Haut aus,
und ihre Frische und Spannkraft geht verloren. UV-A Strahlen sind
auch die Auslöser für Hautschäden, wie z. B. Hautkrebs.´Die
Strahlen bewirken eine direkte Pigmentierung, ohne einen
Sonnenbrand zu verursachen, doch diese Bräunung hält nicht lange
an.
Die UV-B Strahlen sind für die indirekte
Bräunung der Haut verantwortlich, da sie den körpereigenen
Farbstoff Melanin anregen. Diese Art der Strahlung bewirkt
allerdings auch Pigmentflecken und Sonnenbrand.
Weiters ist das Licht an sich zu erwähnen, denn
Lichtstrahlen gehen viel tiefer in die Haut, als UV-A und UV-B
Strahlen. Tagespflege hat einen Lichtschutzfaktor, Sonnenpflege
einen Sonnenschutzfaktor. Deshalb ist beides zu verwenden –
Sonnenpflege über der Tagespflege – da sonst in der Haut trotz
einer Sonnencreme Schäden durch Licht verursacht werden können.
Bei der Auswahl des Schutzfaktors in einer
Sonnencreme sollten verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:
Der Sonnenschutz muss immer schon vor dem
Sonnenbad aufgetragen werden, da die UV-B Strahlen schneller auf
der Haut zu wirken beginnen, als uns bewusst ist, oder wir spüren
können. Hat man erst einmal einen Sonnenbrand, so vergehen ca. 28
Tage, bis sich die Haut wieder völlig erholt hat. „Vergessen“ kann
die Haut einen Sonnenbrand nie mehr!
Kinder sollten mit besonders hohem
Sonnenschutzfaktor geschützt werden, da durch unvorsichtiges
Sonnenverhalten in der Kindheit der Grundstein für einen späteren
chronischen Lichtschaden gelegt werden kann. Häufige Sonnenbrände
im Kindesalter erhöht das Hautkrebsrisiko in späteren Jahren
erheblich. Kinderhaut sollte grundsätzlich genauso geschützt
werden, wie der hellste Hauttyp.
Für den Sonnenschutz werden die
unterschiedlichsten Produkte angeboten:
-
Sonnenöl
-
Sonnengel
-
Sonnenmilch
-
Sonnencreme
Diese Produkte gibt es speziell für’s Gesicht
und für den Körper. Und es gibt sie in verschiedenster Form, u. a.
als Stift oder Spray.
Nach dem Sonnenbad ist für das Gesicht eine
After-Sun-Maske oder Feuchtigkeitsmaske zu empfehlen, und auch der
Rest des Körpers sollte mit After-Sun gepflegt werden. Nicht nur
dann, wenn man einen Sonnenbrand hat, sondern nach jedem
Aufenthalt in der Sonne. Die Strahlung entzieht der Haut
Feuchtigkeit, und After-Sun-Produkte geben diese zurück. Außerdem
geben sie der Haut ein angenehmes, kühlendes Gefühl.
Da es über das Thema Sonne noch viel zu sagen
gibt, werde ich dieses Thema in den nächsten Wochen nochmal
aufgreifen, nachdem ich Eure Fragen und Anregungen, die
hoffentlich diesmal nicht nur per
Mail, sondern auch im
Beauty-Forum
kommen, ausgewertet habe!
Eure Tandi