von Jane - März 2005


Gesundheit aus dem Supermarkt
Folge 8: Kohl

Alle Kohlsorten (und dazu gehören auch Blumenkohl und Brokkoli) gelten als Anti-Krebs-Waffen, wofür z.B. die Schwefelbestandteile verantwortlich sein sollen. Außerdem enthalten die meisten Kohlsorten Magnesium und Kalzium.

Blumenkohl galt früher als Arme-Leute-Gemüse. Außer Vitamin B12 und E enthält er alle Vitamine und zahlreiche Mineralstoffe. Sein geringer Kaloriengehalt und die leicht entwässernde Wirkung machen ihn zu einem guten Diät-Gemüse. Der hohe Gehalt an Folsäure macht ihn zum guten Nahrungsmittel für Kinder und Schwangere. Außerdem wirkt er entzündungshemmend und soll heilende Wirkung auf die Dickdarmschleimhaut haben und Darmkrebs vorbeugen.

Brokkoli enthält besonders viel Magnesium, Karotinoide, Vitamin C und Ballaststoffe. Er schützt alle Schleimhäute des Körpers und beugt Darmerkrankungen vor. Leider lässt er sich nicht gut lagern, aber Tiefkühlprodukte haben ebenfalls eine gute Qualität. Ebenso wie den Blumenkohl sollte man ihn am besten dämpfen, um die Inhaltsstoffe zu erhalten.

Auch Grünkohl schützt die Schleimhäute, ist daneben aber auch ein hervorragender Kalzium-Lieferant und gilt als Freier-Radikalen-Fänger. Das enthaltene Biotin pflegt von innen Haut und Haare. Auch den Cholesterinspiegel kann Grünkohl senken.

Rosenkohl enthält viel Folsäure und Kalium (Natrium-Gegenspieler), entsäuert, entschlackt und beseitigt Verstopfungen. Der hohe Vitamin-C-Gehalt wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Das in Rotkohl enthaltene Selen wirkt blutdrucksenkend und entgiftend, hilft bei Muskelaufbau und Produktion von Antikörpern. Rotkohl wirkt sich positiv auf den Darm aus und enthält große Mengen an Niacin, Folsäure, Vitamin C und Zink. Außerdem aktiviert er die Schilddrüse.

Weißkohl enthält bis auf Vitamin B 12 alle B-Vitamine. Dadurch soll er nervenberuhigend wirken und die Gehirnleistung ankurbeln. Das enthaltene Serotonin hilft beim Schlafrhythmus. Die „saure“ Variante des Weißkohls, das Sauerkraut, pflegt durch die Milchsäurebakterien zusätzlich die Darmflora und enthält viel Vitamin C. Wer die üblichen Zubereitungen von Sauerkraut nicht mag, sollte folgendes Rezept mal ausprobieren: In einer Pfanne Öl erhitzen und eine Zwiebel anschwitzen, das abgetropfte Sauerkraut zugeben und kurz mit anbraten. Vorher gekochte Vollkornnudel zugeben und mit Muskatnuss abschmecken.