Wenig später gab es
neuerlich ein Ärgernis. Mein Mann
war alleine einkaufen gewesen, ich überflog die Rechnung nur
grob. Er meinte noch, dass er diesmal überraschend viel bezahlt
hatte. Ich blickte auf die Rechnung und sagte, dass es ja kein
Wunder sei, wenn er schon alleine 6 kg-Säcke Mandarinen (es
stand Clementinen auf der Rechnung) zu je € 1,29 Euro gekauft
hatte, was mich ein wenig erschreckte, zumal Hauptsaison war. Er
erwiderte, dass das nicht stimmen kann, denn er war sicher, es
hatte € 0,69 Euro auf dem Preisschild für Satsumas gestanden.
Somit wurde klar, es waren an der Kassa, da diese Ware keinen
Strichcode hat, händisch Clementinen anstatt der Satsumas
eingegeben worden, und diese waren ohnehin teurer und enthielten
auch 1,5 und nicht 1 kg. Diesmal ging es also um 6 Euro. Nach
meinem Anruf (diesmal nicht in unserer Stammfiliale) erfuhren
wir, dass wir mit Rechnung und 6 Satsumas-Etiketten bewaffnet
wieder kommen dürfen, um den Betrag zurückzuerhalten.
Einige Zeit
später waren wir wieder beim Hofer einkaufen, die Rechnung war
wieder ziemlich lang, sodass ich sie erst zu Hause
kontrollierte, und was war? Es waren 3 Packungen Eier
verrechnet, obwohl ich ganz sicher nur 2 hatte (mehr hätte ich
im Kühlschrank gar nicht verstauen können). Ich war stinksauer.
Das kann doch nicht war sein, dass jedes mal auf der Rechnung
etwas nicht stimmt, und dabei zu unserem Nachteil! Ich
beschwerte mich wieder bei der Zentrale und bekam einen Rückruf,
und zwar von einer Gebietsleiterin, deren Aufgabe anscheinend
eine Art Prüffunktion über mehrere Filialen ist. Diese Dame
hörte sich geduldig meine ganze Beschwerde an, entschuldigte
sich, versicherte mir, dass sie mir glaubt und fragte, was ich
mir als Entschädigung erwarte. Ich sagte natürlich, eine Packung
Eier, um die ging es ja. Sie versprach, mich kommende Woche zu
besuchen, um sich persönlich bei mir zu entschuldigen. Ich
rechnete also mit einer Packung Eier und war zufrieden,
vorausgesetzt es würde wirklich nicht mehr passieren durch
offenbar zu schnelles Arbeiten.
Die nette
Gebietsleiterin versetzte mich zwar einmal, kam aber doch einige
Tage später und hatte tatsächlich als Wiedergutmachung 2
(anstatt einer) Packungen Eier (noch dazu die teureren
Freilandeier) und außerdem 1 Toilettenpapier mit, obwohl ich
diese Sache schon als erledigt betrachtet hatte. Dazu hatte sie
ein Sackerl Schokoladeneier und –hasen für die Kinder mit. Sie
setzte sich noch eine Weile und hörte sich weitere Erfahrungen
von uns mit den Hofer-Geschäften an. Sie war sehr höflich.
Unter anderem
war uns ja in der Zwischenzeit noch passiert, dass wir ein Brot
mit Reduktionspickerl gekauft hatten und dieses Pickerl wieder
übersehen wurde. An sich verstand ich ja die Problematik, dass
der Kassier nicht jedes Produkt daraufhin überprüfen kann, aber
ein unkenntlich machen der Strichcodes in dem Fall wäre sehr
hilfreich, da man beim schnellen Ausräumen selber Mühe hat,
darauf zu achten, und außerdem ist man jedenfalls geneigt, einen
Brotlaib mit der flachen Seite nach unten hinzulegen und nicht
umgekehrt, während hier das Pickerl an der Unterseite angebracht
war, und so ersuchte ich um Weiterleitung, dass derartige
Aufkleber jedenfalls auf der Oberseite der Ware angebracht
werden sollten.
Zur gleichen
Zeit hatten wir Probleme mit den Grabkerzen vom Hofer gehabt, da
dabei häufig der rote Becher mitschmolz, wobei das flüssige
Plastik nicht nur die Grablaterne verunreinigte, sondern auch
mehrmals das Laternenglas durch die Kälte von außen zerspringen
ließ. Diese Sache erwähnten wir auch bei der
Hofer-Gebietsleiterin. Sie nahm als Beweis einen geschmolzenen
Becher mit und wollte erreichen, dass das überprüft und in
weiterer Folge das Produkt verbessert wird. Als Nachtrag kann
ich hierzu erwähnen, dass die Sache in der Zentrale umgehend
bearbeitet wurde. Das Problem wurde so erklärt, dass bei dem
seit kurzem neu eingesetzten Material, das weniger Schadstoffe
enthält, dafür der Schmelzgrad niedriger ist. Normalerweise
dürfte das zwar trotzdem nicht passieren, da das Produkt
daraufhin geprüft ist; wahrscheinlich ist aber, dass es etwa
durch Insekten oder im Becher verbliebene Zündhölzer zu größerer
Hitzeentwicklung kam und der Becher dadurch erst schmolz. Dazu
wurde der Ärger mit einem 10-Euro-Gutschein von Hofer
abgegolten!
Wenig später war
uns wieder ein Gebäck vom Vortag, das mit einem wohl übersehen
wordenen Reduktionsaufkleber versehen war, normal verrechnet
worden. Und ein anderes Mal wurden Bananen 2 x drübergezogen und
damit doppelt verrechnet. Das hat mich zwar etwas verärgert, war
mir aber auch die Aufregung nicht wert, mich zu beschweren, nach
der netten Behandlung und dem Mehr-Ersatz durch die
Gebietsleiterin. Aber traurig, wenn man sieht, wie viel
eigentlich ständig schief geht, dabei sind wir in der Regel nur
2 x im Monat in dieser Filiale.
Andererseits ist
es wieder sehr lobenswert, wie extrem kulant bei Reklamationen
dort (inzwischen) umgegangen wird. Praktisch alles, selbst
gebraucht, kann zurückgegeben oder umgetauscht werden, wie ich
von vielen Bekannten schon hörte. Ich selbst hatte sogar ohne
Rechnung Pflanzen ersetzt bekommen, deren Inhalt nicht oder
zumindest farblich nicht der Verpackung entsprach. Eine Jacke,
von der eine Schließe nach gut einem Monat gebrochen war, wurde
zurückgenommen. Selbst meinen Funkwecker, siehe mein Artikel
‚Der tolle Funkwecker’ hätten sie zurückgenommen nach fast einem
Jahr, da er die nächste Sommerzeitumstellung wieder nicht
mitgemacht hatte. Aber das nahm ich dann doch nicht in Anspruch,
da die Firma Hofer jegliche Uhren nur mehr von der selben Marke
‚Ascot’, Hersteller Xenon-Service, verkauft und also eine
Verbesserung des Problems bei Umtausch nicht unbedingt zu
erwarten ist und ich einen derart günstigen Wecker mit
Temperaturanzeige und separater Wochenendeinstellung
wahrscheinlich nicht so leicht wieder bekomme, während
Funkwecker bei anderen Firmen um ein Vielfaches teurer angeboten
werden.
Dann wurden
meinem Mann einmal anstatt Mandarinen teurere Orangen, die sie
zu dem Zeitpunkt nicht einmal lagernd hatten, verrechnet, aber
zum Glück kam er noch rechtzeitig drauf. Außerdem ist diese
Hoferfiliale derart überrannt, dass das Einkaufen dort der
reinste Horror ist. Wenn das immer und in allen Filialen so
wäre, wäre es alleine deshalb überlegenswert, das Geschäft zu
wechseln.
Fortsetzung
folgt.