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03.03.2010, © Chefschlumpf |
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Zum Beispiel, Haider oder Westerwelle? Stellt euch
mal vor, ihr hättet jeder eine kleine popelige Million Euro auf der hohen Kante,
die gut angelegt, bei mickrigen 5% Zinsen jährlich, 50.000 Euro Zinsen brächten. 24,51 Euro
für eine Stunde, nur um Gras beim Wachsen zuzusehen! Schöne Vorstellung, oder? Ich meine ja! Doch Vorstellungen sind meistens Wunschbildern nicht unähnlich. Fiktionen, also. Und wir Deutschen haben nun einen Fiktionär als Vizekanzler und Außenminister! Der stellte sich nämlich neulich hin und verglich die Bundesrepublik mit dem Römischen Reich nach Nero, als begüterte Romanen, den süßen Weintrauben beim in-den- Mundhineinwachsen zusehen konnten. Und wie es
dann den tüchtigen Weltbeherrschern letztendlich ergehen musste, sollte dann das
krönende Beispiel für unsere doch ach so dekadente Republik sein. Anlass für Herrn Westerwelles geschichtlichen Abriss und trotzdem unzutreffenden Ausflug in die Historie, war ein Verfassungs-Gerichts-Urteil, das dem „Herrn Geschichtsprofessor ehrenhalber“ Westerwelle nicht einleuchten wollte. Ein Gericht, das in Fragen der Verfassungstreue der Regierenden nach Recht und Gesetz urteilte, wurde von einem kleinen popeligen Rechts-Anwalt, der scheinbar über wahrlich nur rudimentärste Erfahrungen vor den egalitären Schranken des Gericht verfügt, der Rechtsunsicherheit gescholten. Worum es ging? Darum, ob es den Verantwortlichen zuzumuten ist, bei Hilfsbedürftigen den Anspruch ganz allgemein nur an Fallbeispielen zu errechnen, oder ob es nötig ist den echten Bedarf, notfalls sogar im Einzelfall zu prüfen. Herr Westerwelle, der nach wie vor dem Trugschluss nachhängt, dass sich Leistung wieder lohnen muss, war da wohl der irrigen Annahme, dass alle Haushalte in der Republik nach genau der gleichen Taktierung ticken und das ganze Herumgeeiere und gewissenhafte Prüfen, sowieso fürn Arsch sei! Popofixiertes Analgetikum vermutlich! Na gut, da mag sich Herr Dr. Westerwelle möglicherweise besser auskennen als ich. Doch und
hier könnte Herr Rechtsanwalt mal erklärend eingreifen. Warum gibt es Leute in
der Republik, die trotz Vollbeschäftigung, von der Bundes-Anstalt für Arbeit so
genannte Aufstockung erhalten. Rechnung
könnte so aussehen: 170 Std mit 3, 42 Euro multipliziert macht 581,40 Euro
brutto monatlich. Hinzu gerechnet eine Miete von 345 Euro ergibt 946, 40 Euro
monatlich. Der bekommt als Single 345Euro plus freie Krankenkasse plus Heizkosten plus Fersehgebührenbefreiung plus Miete! Leistung muss sich wieder lohnen Herr Dr. Westerwelle! Ganz ihrer Meinung! Zum Beispiel, der Hotelbesitzer, der dank Herrn Westerwelle nur noch 7% Mehrwertsteuer bezahlt, aber den vollen Steuersatz von 19% an Vorsteuern absetzen kann. Unter dem Strich also noch 12 % Plus macht. Bloß, wo ist da die Leistung, Herr Dokter? Nun gut,
reicher Erbe zu sein und vom Angesparten der Altvorderen zu leben, mag ja
durchaus eine Leistung darstellen. Die Friseurin, die durch die Tiger-Enten-Koalitionäre daran gehindert wird, endlich nach einem gesetzlichen Mindest- Stunden-Lohn von etwa 8,50 Euro entlohnt zu werden, leistet. Fuzzi-Junior leistet sich auch etwas. Nämlich eine Regierung, die ihm auch nochs Ärscherl vergoldet! Nun gut, man kann Herrn Westerwelle nicht vorwerfen, dass er erklärtermaßen homosexuell ist. Doch, ich werfe ihm ganz klar vor, dass er in einem der höchsten Regierungsämter Deutschlands, eine absolut unerträgliche Klientel-Politik betreibt, die die Reichen schützt und die Armen rupft. Und das ganze auch noch als des Wähler Willen ausgibt. Nun gut, das Volk erhält genau die Politiker, die es braucht. Und da war es bei unseren Nachbarn im Süden auch nicht anders. Nur, die Österreicher wurden durch einen gnädigen Gott noch einmal rechtzeitig von dem, ihrem, Übel befreit. Bei uns war es eine sehr sympathische Bischöfin, die beinahe ihren 100.000Euro Phaeton auf einem Chaussee-Baum parkte. Ein Auto, das sich die Dresdner Friseurin noch nicht einmal im Traum vorstellen kann. Doch, wenn ich mir unsere südlichen Alp-Ländler so anschaue und Herrn Westerwelle mit Herrn Haider vergleiche, muss der Liebe Gott doch ein Wiener sein. A.S. 1. März
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