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01.03.2010, © Vivienne


Du stiehlst
Eine Abrechnung

Du.
Du bist die Geschichte eines f
ürchterlichen Irrtums.
Meines Irrtums.
Ich habe dich untersch
ätzt.
Gewaltig.
Du bist nicht nur ein Mistst
ück.
Du bist viel
übler.
Parasit
är.
Eine Eiterbeule.
Mehr noch.
Ein b
ösartiger Tumor.
Der sich durch's Leben frisst.
Schmarotzt.
Zerst
ört.
Vor nichts Halt macht.
Auch nicht vor Diebstahl...
Du stiehlst.
Du hast auch mich bestohlen!

Ich habe dir vertraut.
Und ich habe dich untersch
ätzt.
Du bist die Frau des Fischers.
Du willst mehr.
Und immer mehr.
Auch wenn man einmal nichts mehr hat.
Das man geben kann.
Du l
ässt nicht locker...
Du bist ein Schwein!
Wenn ich an meine Toilette denke!
Und wie sie aussah.
Nach deinem Besuch.
Ich musste die Fliesen putzen...
Vertrauensbruch.
Du hast meine Emails gelesen.
Privat.
Und nur f
ür mich bestimmt.
Als ich dich an meinen Laptop lie
ß.
Gnadenhalber.
Und du dachtest.
Du k
önntest mich verkuppeln.
An einen Pensionisten.
Alt, geil und widerw
ärtig.
Den du schon gekostet hattest.
Und den du weiter kosten wolltest.
Ich w
ürde das ja nie merken.
Nicht wahr?
So hast du dir das vorgestellt.
Mies und niedertr
ächtig.
Um mich zu halten.
Zu deinem Plaisir...

Das Fass.
Es war riesengro
ß.
Ich lie
ß mir viel gefallen.
Von dir.
Aber du stiehlst.
Wie ein Rabe.
Und das brachte es zum
Überlaufen.
Das riesige Fass.
F
ür mich bist du tot.
Eine charakterliche Missgeburt.
Die sich schmarotzt.
durch ihr j
ämmerliches Leben.
Und stiehlt...
Ich habe bemerkt.
Wie du andere Leute bedr
ängst.
Dass sie dich mit dem Auto kutschieren.
Obwohl du selber ein Auto hast.
Aber das kostet ja Treibstoff...
Wenn du selber f
ährst!
Du l
ässt nicht locker.
Schmerzlos.
Dr
ängst du immer weiter.
Du tust empfindlich.
Und alle.
Sie sind so gemein zu dir!
Du weinst.
Aber es sind Krokodilstr
änen.
Nicht echt.

Du bist wie eine Made.
Die weiter frisst.
Und du stiehlst.
Nicht nur bei mir.
Man m
üsste dich prügeln.
Eigentlich.
Immer und immer wieder.
Um dich zur R
äson zu bringen.
Obwohl man sich mit dir besudelt.
Als w
ürde man in Jauche greifen.
Gute Worte sind ja verschwendet.
An dich.
Du bestreitest alles.
Und du stiehlst.
Immer wieder.
Weil du nichts taugst...
Bis du dich zu Fall bringst.
Selbst.
Dann stehst du vor dem Nichts...
So wie die Frau des Fischers.

Vivienne/Feuerlilie

 


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