Kurt Krenn – ein Nachruf – Sozusagen

Umstritten war der Kurti nie,
sein Regiment war schwer.
Dreizehn Jahre hielt er durch
Trotz aller Gegenwehr.

Skandal im Priesterseminar –
St. Pölten war entsetzt.
Der Papst bat ihn um Rücktritt nun.
Das Amt wird neu besetzt.

Obwohl der Kurtl angeschlagen –
Betont der Bischof nun.
Er geht nicht der Gesundheit wegen,
er sei doch ganz gesund.

Und auch der leidige Skandal
Im Priesterseminar
Der wäre nicht der Grund gewesen.
Das wäre sonnenklar.

Das Wort des Papstes sei führ ihn
Der einz’ge Grund gewesen.
Genug der Worteklauberei –
Man wird noch manches lesen.

Beschönigt wird noch manches werden.
Die Kirche hält zusammen.
Wo immer Kurtl’s Schuld nun liegt –
Man wird ihn nie verdammen.

Der Kurt hat sein Gesicht gewahrt,
und das sei ihm belassen.
Er nimmt demnächst doch seinen Hut
Und kann es noch kaum fassen.

In dreizehn langen Jahren
Erregte er die Leut’.
Es schieden sich die Geister,
doch er hat’s nie gereut.

Die einen liebten ihn gar sehr,
vertrat die alten Werte.
Die anderen hassten umso mehr!
Die trat er dann mit Härte.

Verbal und nicht sehr fein –
Der Bischof war sehr klug.
Erkundigte sich ganz genau
Eh’ er mit Worten schlug.

Und Mädels wollt er keine
Beim Ministrieren seh’n.
Als alter Kirchenrecke
Musst’ er darauf besteh’n.

Die Herrschaft ist vorüber,
das ist nun mehr gewiss.
Und fragen uns doch alle,
dass man ihn so lang ließ…

Vivienne

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