Das Anders-Sein…

Manch einer spielt mit dir „Topf-Schlagen“,
weil du anders bist,
und du für andere nicht den Deckel „trägst“,
den sie von und bei dir erwarten.

Doch der Topf,
es ist deine Seele,
und viele merken es einfach nicht.

Du suchst mehr als nur den Sinn des Lebens,
du sehnst dich nach der Verbundenheit
in einer Gemeinschaft.
Doch diese tritt oftmals eher oberflächlich
als Gruppe im Alltag und Leben auf.

Diese wird gemeinhin als „Gesellschaft“ bezeichnet.

Du bist ein Teil dieser,
und dennoch fühlst du dich oft so,
als würdest du
auf einer schmalen Brücke ohne Geländer stehen
und der Abgrund dir dabei zulächeln,
während Außenstehende von beiden Ufern zuschauen.
Blicke ohne Worte, geschlossene Münder
mit verschränkten Armen und versteckten Händen.

Manch einer ruft dir zu „Spring doch“,
und erkennt den verzweifelten Blick
in deinen Augen nicht.

Die Angst hält dich im Würgegriff,
und die Seele atmet schwer.

Manchmal fühlst du dich fremdgefühlsverwaltet,
die Erwartungen an dich
entwickeln sich zum inneren und äußeren Zwang.

Den Tag erlebst du oftmals
als gefühlte Nacht,
und ein kleiner Mondstrahl schenkt dir in der Dunkelheit
ein wenig Hoffnung.

Deine Augen blicken fragend zu den Sternen,
und du träumst von innerer Freiheit,
doch die Engel bleiben stumm.

Du möchtest nur dein Ich leben,
eines welches doch keinem böswillig wehtut.

Doch der schwarze Schimmel des Alltags
reitet mit seinen Hufen immer wieder
über deinen weichen Weg
und hinterläßt schmerzhafte tiefe Spuren.

Sprich aus, was du fühlst, was du denkst,
suche die Menschen, welche dich verstehen
und Einfühlsamkeit des Mit-und Füreinanders leben.

Menschen, welche mit dem Herzen sprechen,
und deine Sprache der Gefühle verstehen.

Fliege auf den Flügeln
des großen Sternvogels der Hoffnung,
und lasse bitte die Angst nie über deinen Traum siegen.
Dann wirst du eines Tages diesen Menschen begegnen.

Und ein „Ich“ und „Du“ verschmelzen
zu einem „Wir“ der Gemeinsamkeit,
ohne dass ein „Ich“ oder „Du“ verlorengeht.

Du bist anders, doch dies ist letztendlich jeder,
und in dieser Gesellschaft bist du ein Teil von vielen,
doch eines, welches gebraucht wird,
so wie jedes Puzzleteil in einem unendlich großen Puzzle.

Autorenhomepage:
http://www.roman-joerg-s.wg.am/

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