Die kleine Mondfee…

Es war einmal…

Und so fängt auch dieses kleine Märchen an. Aber halt, einen Unterschied gibt es doch:
Es war nicht nur einmal, sondern es wurde und es ist…

Es war einmal eine Fee, die schaute des Nächtens immer zum Mond.
Traurigen Blickes fragte sie die um den Mond tanzenden Sterne:
„Wie komme ich zu dem König der Himmelswelt, zum Mond?“
Doch die Sterne blieben stumm. Und so perlten der kleinen Erden-Fee wieder einmal kleinen Tränen die Wangen hinunter.

Eines nachts, als sie sich wieder einmal zum Planet der vielen Kraterchens hinträumte und sich wieder fragte, wie sie dorthin kommen könnte, da geschah etwas Unglaubliches:

Ein lilafarbener Engel erschien auf einmal vor ihrem offenen Fenster.
Sanft schaute er die Erdenfee an und in einem zarten, fast flüsterndem Ton sprach er zu ihr:
„Ich komme aus dem Land des ewigen Glitzerns. Dein Ruf nach der Reise zum König der Sterne erreichte mich. Ich werde dir diesen Wunsch erfüllen.“

Die kleine Fee schaute ungläubig. Und ihre Gedanken drehten sich nur um eine Frage „Träume ich?“
Doch der Engel des Lila-Wunsch-Erfüllungs-Sterns sah ihre Zweifel und piekste sie ganz lieb.
Und nun wusste die Fee, dass dies kein Traum war.

Und voller Herzensfreude stammelte sie „Ja, ja, du, du wunderwunderschöner Engel, ich möchte so gerne, ja so gerne zum Mond“

Der Engel holte aus seiner Flügeltasche eine silberne Flöte. Auf dieser spielte er eine Melodie, so traumhaft schön, dass selbst die Sterne für Momente vergassen zu glitzern. Als der letzte Ton gespielt war, da kam ein Wolkenschiff, so blühend rot, dass jede Rose dagegen erblassen musste.
„Komm, setz dich in die Wolke hinein, sie wird Dich zum Planeten der Wünsche tragen“

Die kleine Fee, nahm die zarten Engelshände, welche sie ins Schiff hineinführten und setzte sich auf dieses Schiff der roten Blütendimension. Und der lilafarbene Engel setzte sich neben die kleine Fee. Nun flogen beide durch das Universum der vielen Diamanten. Und die Sterne spiegelten sich in den Augen der kleinen Fee. Ja, sie tanzten regelrecht in den wunderschönen Augen der Erdenfee.

Nach einigen zeitlosen Sternenlichtern setzte das Wolkenschiff der Rosenträume sanft auf dem goldigen Königsplaneten, dem Mond, auf. Der Engel nahm die kleine Fee sanft an die Hand um ihr in fast träumerischen Klängen den Mond vorzustellen: „Dies ist nun der Vater der Sternenwelt, und in jedem Krater wirst du etwas Besonderes finden. Einen erlebten Traum wird dir jeder dieser kleinen und grossen Kraterchen schenken.“

„Uiuiui, ein Besucher“ schallte es auf einmal aus dem Hintergrund. Die kleine Fee schaute ungläubig und überrascht in die Richtung, woher sie diese Worte vernahm.
Ja, und was sah sie auf einmal? Einen Hasen, welcher sie lieb anschmunzelte.
„Hallio, der Chor der Engelsstrerne kündigte deinen Besuch schon an. Ich bin hier der Schmunzelhase. Man nennt mich so, weil ich immer aus dem Herzen heraus schmunzel“

Die kleine Fee begann zu lächeln und umärmelte den Schmunzelhasen ganz liebvorsichtig. Dabei flüsterte sie ein „Du bist süsslieb, Schmunzelhase“ in die kleinen Öhrchen des Schmunzelhasen. Ja, Tatsache, für einen Hasen, da besass dieses Exemplar aus der Hoppel-Sternenwelt doch sehr kleine Öhrchen.
Als Echo in allen Kraterchen dieser Traumwelt hörte man nun das Herzpochen des schmunzeligen Hasen. poch…poch…poch…poch…Der lila Engel übersetzte diese Herzenssprache: „Sein Herzpochen bedeutet, dass er dich sehr lieb hat und in sein Herz schloss, kleine Erdenfee“

Die kleine Fee fing an zu strahlen. Sie fühlte sich seit langem wieder glücklich. „War dies vielleicht doch ein Traum?“ fragte sie sich in stillen Gedanken wieder zweifelnd. Und wieder piekste sie der Engel sanft, so als ob er Gedanken lesen könnte. „Nein, es ist Wirklichkeit“, das wusste sie nun.

„Kleine Fee, der Rat der Sternschnuppen ernennt dich von nun an zur Mondfee“ meinten übereinstimmend und im Gleichklang der lilaengel und der Schmunzelhase. „Der Mond, der König der Welt der Himmelsdiamanten, suchte schon lange eine Fee. Und wir sahen dein Herz, so strahlend schön, dass jeder Stern dagegen verblasst“ fügten beide dann noch hinzu.

Die kleine Fee wusste nicht wie ihr geschah, und ihr strahlendes Lächeln ging durch die ganze Sternenwelt. Und alle Engels begannen zu singen und zu tanzen. Der Chor der vielen Regenbogen-Engels sang „Juhuha, eine Mondfee, eine Mondfee, für unseren Sternenschnee. Sie bezaubert uns alle, erschafft eine Herzenssternenhalle. Der Mond scheint schöner denn je, dank der süsslieben Mondfee“
Und von da an lebte die kleine Fee, mit dem Lilaengel und dem Schmunzelhasen auf dem Mond. Und sie erfüllte sich und anderen alle Träume, Denn wie meinte doch der Engel: „In jedem Krater wirst Du etwas Besonderes finden. Einen erlebten Traum wird Dir jeder dieser kleinen und grossen Kraterchen schenken.“ Und die Erdenbewohner wunderten sich, dass der Mond seit dieser ereignisreichen Nacht goldiger strahlte als alles Gold der Welt.
Und die kleine Mondfee wusste nun: Träume können sich erfüllen.

(C) Fuchsi

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