„Pfingsttreffen“ mit Stolitschnaja – In die Stille gerettet

Textauszüge: Harry Popow – „In die Stille gerettet“. Persönliche Lebensbilder. Engelsdorfer Verlag, Leipzig, 2010, 308 Seiten, 16 Euro, ISBN 978-3-86268-060-3

„Pfingsttreffen“ mit Stolitschnaja (Seite 284)

Pfingsten. Der Flieder blüht, die Rasenflächen im saftigen Grün, die Wäsche trocknet an der Leine, sogar der Kuckuck ruft. Jetzt fehlt nur noch Hühnergegacker und Kirchengeläut … Am Abend Lagerfeuer in Nachbars Garten mit „Stolitschnaja“ und russischen Liedern. Christine und Willi haben uns eingeladen. Sie sind die neuen Besitzer des Hauses. Gratulation für sie. Beide kommen aus Berlin, sind Ostler. Wir verstehen uns auf Anhieb. Willi, etwas untersetzt, ruhig und besonnen, auch ein Arbeitspferd, starker Wille, so unser Eindruck. Er weiß, was er will. Er tanzt gerne am lodernden Feuer, singt dazu, auch alte FDJ-Lieder, hat eine starke romantische Ader und ein weites Herz. Hat nichts übrig für die heutige Politik. Gefällt uns. Heute beim Grillen miteinander angestoßen. Auf uns! Auf die Gesundheit! Auf gute Nachbarschaft! Was wollen wir mehr?

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