Außenwirkungen?, Teil 2 – Frankie Millers Einsichten

Montagmorgen, Redaktionskonferenz!
„Miller, wie wär`s mal mit einem kurzen Abriss der Griechenlandkrise? Ich dachte an einen eher chronologischen Überblick. So nach dem Motto: 17 Staaten einer Gemeinschaft schließen sich zu einer an sich ganz erfolgreichen Währungsunion zusammen und vereinbaren ganz bestimmte Kriterien. Und mehrere dieser Staaten reiten dann die ganze Euro-Gruppe…“

„…in die Scheiße?“
erlaubte ich mir den ganz klaren Vortrag des Editors zum Ende zu bringen.

„…in die Bredouille!“
Dieser Editor, hilflos und darüber noch nicht einmal bereit, Wahrheiten auch als Wahrheiten zu benennen!

Ich versuchte mich mal wieder darin, den Editor besonders interessiert anzusehen. Was mir dann wohl auch irgendwie zu gelingen schien.
„Denn eines ist ja wohl ganz klar, ohne diese Sirtaki-Ouzo-Typen ginge es der EU doch wirklich ein ganzes Stück besser. Miller interessiert?“
Hörte ich da ein wenig Übermenschentum bei einem Erfolgsgewohnten heraus?

Er war um den Konferenztisch herum gekommen und hatte mich, wie ein Vater seinen Sohn, an den Schultern ergriffen und in mir stieg sofort die letztendliche Bestätigung meines Verdachtes auf, was es eigentlich war, das mir diesen promovierten Journalisten-Darsteller, schon vom ersten Tage an so unsympathisch machte.
Sein Rasierwasser oder eines dieser sauteuren Männer- Parfüms musste es wohl gewesen sein. So wie auch nun schon wieder.
„Für die Wochenend-Ausgabe, Miller?“

Ich sah zunächst erstmal die verschlafene Redaktionskatze auf der Fensterbank fragend an, bevor ich dem Editor mittels Schulterzucken meine absolute Bereitschaft vermittelte, mir über die Griechen und die nach ihnen benannte Krise, so meine ganz eigenen Gedanken zu machen.
Die Katze hingegen, zeigte keinerlei Reaktion.

„Gut, wusste ich doch, Miller. Und sie sind es ja auch, der da wohl den Durchblick hat.“
Und nun war es doch tatsächlich die Katze, die ganz ähnlich meiner Redakteurskollegen um mich herum, ein verblüfftes Gesicht machte.

Von den 147 politisch einflussreichsten Firmen auf dem Globus, gehören die 49 Führenden zur Sippschaft der Banken und Versicherer! So im Jahre 2010 der IWF in seinem Jahresbericht!
Wobei Banken und Versicherer ja auch meist über irgendwelche Strippen und Beteiligungen noch sehr gut miteinander verzahnt sind.

Die Griechen hatten, zwecks Bankenrettung, nein nicht etwa nur Griechenrettung, ihr Einverständnis zu gewissen Einsparungen im Haushalt signalisieren müssen. Das hatte ja dann wohl zur Folge, dass etwas mehr als 200 Milliarden in nagelneuen Euroscheinen, in ausländischen Geldhäusern vergraben wurden.
Denn die Bereitschaft der Schiene Berlin-Paris, die Drachme vorerst noch verhindern zu wollen, schien den im Gegensatz zur Staatskasse doch noch vermögenden Griechen, nicht gar so glaubwürdig zu sein.
Vorsicht, so die Elefanten im Porzellanladen, ist immer noch besser, als gute Euro durch eine Weichwährung wie die schon früher immer so schwächelnde Drachme, zu verlieren.
„Geld regiert die Welt!“ pflegte meine sehr weise daherschwätzende Großmutter immer zu sagen.

Nun gut, wenn es nicht die Regierungen sind, die uns regieren, ja wer denn dann? Der Dollar, Rubel, Schweizer Franken oder unser geheiligter Euro?

Schaun wir doch mal! Drüben, auf der anderen Seite unserer Erdkugel gibt es eine 600 Meter lange Straße, die nach einem von den Holländern gegen die Indianer errichteten Schutzwall benannt wird. Und dort, in dem im Hause mit der Nummer 11 gelegenen Saal, wird wirkliche Regierung wohl fassbar werden. Wenn, ja wenn es wirklich Geld sein sollte, das die Welt regiert.
Hier werden in jeder Sekunde wahre Geldströme, ähnlich unseres für gemäßigtes Klima unverzichtbaren Golfstromes, um die Erde geschickt.
Jeden Morgen um Halb Zehn bimmelt dort das Glöckchen um den Beginn des Großen Zockens zu verkünden.

Plötzlich scheint sich alles dort nur noch um Weizenpreise (das Bushel, 27,2 Kilogramm schwer und 6, 25 Dollar teuer z.B.), um den Preis für ein Fässchen Orangensaft-Konzentrat, oder auch um den Wert der Deutsche-Bank-Aktie (innerhalb eines halben Jahres bei 35, 60 Dollar gelandet, beinahe halbiert) zu handeln. Und gehandelt wird so ziemlich alles hier! An Wallstreet 11, New York City, NY, USA!

Der Wert des Bushel Weizen hatte sich im Gegensatz zur Deutschen-Bank-Aktie beinahe verdoppelt. Allerdings, seit dem Jahre 2005!

Nun auf einmal ist es Kolumbien, das auf dem Parkett aufhorchen lässt. Kolumbien gelang es gerade, eine größere Summe auf dem Devisenmarkt aufzunehmen und diese zu einem vergleichsweise moderaten Zinssatz von nur 3,06 Prozent Zinsen.
Ein Land, in dem weder die Infrastruktur noch die Verwaltung richtig funktionieren und in dem es allgemein als Kavaliersdelikt gilt, sich der Steuer zu entziehen, hat auf einmal einen um 50 Prozent geringeren Schuldenzinssatz als zum Beispiel Spanien! Warum denn das?

Tja und hier tritt dann auf einmal etwas wie Fantasie ins Geschehen ein! Eine sehr miteinander verschworene Gesellschaft von Investoren zieht ihre so ganz eigenen Schlüsse aus einem Marktgeschehen, welches sich eigentlich der ganz normalen Beurteilung entzieht. Hier werden also Weichen gestellt, ohne, dass die eigentliche Fahrtrichtung in allen Einzelheiten einsehbar erscheint.

Wie kann es also sein, dass zum Beispiel das Bushel Weizen im Preis um das Doppelte steigt, während ein Europäisches Land mit einigermaßen guter Infrastruktur, wie Spanien, auf einmal das Doppelte an Schuldzinsen aufbringen muss, wie das Drittweltland Kolumbien?

Nun gut, so die allgemeine Ansicht, Nachfrage und Angebot regeln das Marktgeschehen und damit auch die Preise!
Wenn mehr Weizen, durch womöglich höhere Bevölkerungszahlen bedingt, nachgefragt wird als das Angebot hergibt, muss das doch zwangsläufig zu höheren Preisen führen!

Und gehandelt wird so ziemlich alles auf der Welt und damit kommt den Börsen, dort wo dieser Handel sich vollzieht, eine ganz große Rolle zu. Hier wird der Preis der Welt ausgehandelt und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Und dabei spielen auf einmal auch noch ganz andere Kriterien, als die bisher so klassischen, eine immer größer werdende Rolle.
Insgesamt könnte das gesamte Bankgeschehen unter einem ganz einfachen Satz zusammengefasst werden:

„Wenn überall auf der Welt, tausende von gut ausgebildete Fachleute und Investoren mit wirtschaftlichem Sachverstand die Preise von Wertpapieren und Rohstoffen festlegen, dann spiegeln doch gerade diese Zahlen die Wirklichkeit der Welt, auf bezeichnende Weise wieder!“

könnte, wenn nicht gerade diese Zahlen eine ganz andere Wirklichkeit wiedergeben würden.

Wenn Bank-Aktien an Wert verlieren oder Weizenpreise steigen, dann könnte das daran liegen, dass die betreffende Bank schlecht geführt wird und überall auf der Welt zuwenig Weizen angebaut wird.
Könnte!

Und wenn Spanien einen höheren Zins für Kredite zahlen muss, als z. B. Kolumbien, könnte das bedeuten, dass die Regierung in Bogota ihr Land besser regiert als die Regierung in Madrid! Die Spanier also jahrelang das Geld ihrer Bürger verschleudert hätte!
Hätte!

Und was hat das alles jetzt mit den Griechen zu tun?

Um solche Marktmechanismen beurteilen zu können, waren einst ganze Heerscharen an Wirtschaftswissenschaftlern damit beschäftigt, hier gute Theorien zu entwerfen. Und wenn dann eine dieser Theorien sehr gut verständlich daher kam, wurde auch schon mal der eine oder andere Nobelpreis verliehen!
Und die Welt sonnte sich in der Hoffnung, die Märkte dereinst wirklich verstehen zu können.
Es entstand die Idee der Lehre von den effizienten Märkten!

Nun, was genau spiegeln denn nun die Zahlen wirklich?
Und die Griechen, welche Rolle spielen die, Herr Editor?

Der war schon längst wieder in seinem schicken Büro am Ende des Ganges verschwunden, nachdem er die Schar der Redakteure wieder zurück an die Schreibtische geschickt hatte.
Ich dagegen, stand noch eine ganze Weile unentschlossen im Konferenzraum herum und versuchte mich darin, die Gedanken der Redaktionskatze zu lesen. Möglicherweise hatte die zu den Griechen und ihrer Krise ein ganz eigenes Verhältnis und ich wäre sehr gut darin beraten, mich ihrer Ansicht einfach anzuschließen.

Zum Ersten steht die Deutsche Bank doch sehr gut und solide da! Und Spanien hat im ganzen Gegensatz zu dem im Grunde absolut korrupten Kolumbien, überaus gut gewirtschaftet und im direkten Vergleich zu Deutschland und dessen geballter Wirtschaftskraft, auch viel weniger Schulden vor sich aufgebaut.

Die Deutsche Bank ist über bilanzierte 73 Milliarden Euro-Werte an Gebäuden, Grundstücken, Dienstfahrzeugen und Computern und Vermögensbarschaft, beinahe doppelt so vermögend, als der über den Aktienkurs ausgewiesene Wert von mal eben so etwa 33 Milliarden vorspiegelt.
Hier wäre also ein Unternehmen für noch nicht einmal die Hälfte seines realen Wertes zu erwerben, wie es die Lehre von den effizienten Märkten, die lediglich über Angebot und Nachfrage funktionieren sollten, so darstellt.
Beinahe schon ein Fallbeispiel für die Geschäftsmaxime der verschiedenen, international agierenden Hedge-Fonds, die sich ausschließlich um unterbewertete Aktien und deren Schnäppchenpreiswürdigkeit kümmern.
Die Deutsche Bank in den Händen von Heuschrecken? Oh Graus, oder?

Nun gut, man mag der Deutschen Bank gute Besserung wünschen oder meinetwegen sich vornehmen, bei einem weiteren Kurssturz des Papiers der Bank, kräftig zu kaufen. Aber gerade am Beispiel dieses ehrenwerten Hauses kann man die Verwerfungen im Internationalen Geldmarkt sehr gut demonstrieren.

Noch vor wenigen Jahren handelten die Rohstoffbörsen mit so ziemlich allem, was in irgendeiner weise knapp und teuer werden könnte. Zuvörderst waren es äußere Umstände, wie schlechte Ernteergebnisse durch Unwetter und Trockenheit und Dürreperioden, die die Preise in die Höhe trieben. Oder, im umgekehrten Falle, äußerst befriedigende Ernten die Preise purzeln ließen.
Hier wurden also noch ganz logisch erklärbare Parameter zur Bewertung eines Produktes herangezogen.
Getreidehändler und Kaffeeröster z. B. versorgten sich mit den Rohstoffen, die für den Betrieb ihres Unternehmens unerlässlich waren. Oder sie versuchten Überbestände in ihrer Lagerhaltung abzubauen!
Es waren also genau diese Leute, die mithalfen, dass Angebot und Nachfrage und damit die Preise miteinander in einem gesunden Verhältnis stehen konnten.
Und die Märkte sich hiermit von ganz selber regulierten.

Heute bestimmen vor allem Banken und Investmentfonds die Rohstoffpreise. An jedem normalen Handelstag kaufen und verkaufen die Börsen soviel an Weizen, Maisöl oder Zucker, wie in den nächsten hundert Jahren nicht einmal nachwachsen kann.

Die Deutsche Bank bezeichnete in ihrem Geschäftsbericht des Jahres 2010 den Rohstoffhandel als eines ihrer lukrativsten Geschäfts- und Wachstumsfelder des Konzerns.
Großbanken wie Goldmann Sachs oder Morgan Stanley haben riesige Lagerhäuser nur für ihre Rohstoff-Spekulationen gebaut, um diesen Handel auch noch bis ins Kleinste kontrollieren zu können.

Diese Weizenhändler von heute interessieren sich überhaupt nicht mehr für Erträge oder das Wetter und die Wirklichkeit auf den Anbau-Feldern.
Man ist nur noch an möglichst spektakulären Aufwärtsbewegungen der Märkte interessiert. Denn dann lockt das Ganz Große Geld.

Bei den heutigen Händlern, die nicht nur über die tradierte Börsenschiene ihrem Handel nachgehen, geben nicht etwa Fachleute für Rohstoffe und Ernterträge, Geologen oder Meteorologen und Wünschelrutengänger die Stoßrichtung vor, sondern Mathematiker!

Junge Inder und Chinesen, alle Top-Mathematiker mit Abschlüssen der besten Universitäten, sitzen in Wallstreet-Büros an Hochleistungsrechnern und traden innerhalb von Zehntel-Sekunden nach den Werten, die ihnen aufgrund von Computerprogrammen als äußerst sinnvoll erscheinen.
Computerprogramme, die sie selber erstellt haben!

Traden?
Dieses neudeutsche Wort signalisiert auf eindrucksvolle Weise, worum es wirklich geht im weltweiten Handel. Es geht darum, innerhalb kürzester Zeit, meistens in Sekundenbruchteilen, die Trends zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Die Großrechner des Computerhandels erkennen innerhalb dieser Sekundenbruchteile, wenn irgendwo auf der Welt jemand damit beginnt, Spanische Staatsanleihen abzustoßen. Und so bekommt ein Land, welches an sich ganz gut gewirtschaftet hatte, ganz „automatisch“ den Stempel „unzuverlässig“ aufgebrummt.
Unzuverlässig in Hinsicht auf die Rückzahlung früher ausgegebener Staatsanleihen.
Das Land insgesamt wird herabgestuft und seine Wirtschaftskraft in Zukunft stark angezweifelt.

Da das dann zurückfließende Geld der Verkäufer wiederum angelegt werden will, der „Performance“ wegen, muss sofort eine neue Anlage her. Das könnte dann sogar ein Papier des überwiegend korrupten Südamerikastaates Kolumbien sein. Dieses wird dann mit der Hoffnung auf Stabilität gekauft oder weil es für „zur Zeit unterbewertet“ gehalten wird. Und somit wird in diesem Falle auf „steigende Kurse gewettet“! Und die „Automaten“ reagieren auf jede noch so kleine „Bewegung“!

Sollte daraufhin eines der Computerprogramme der Großrechner, die pro Sekunde 3.000 Wertpapiere und deren Bewegungen im Markt analysieren und kaufen oder verkaufen können, auf einen „Trend“ stoßen, könnte sofort ein weiterer Automatismus ausgelöst werden. Denn, die Parketthändler in den Börsen der Welt, springen dann erst meistens auf den schon anrollenden D-Zug auf.

„Wenn alle verkaufen ist es sehr schwer, dagegen anzustinken, also tut man gut daran, ebenfalls zu verkaufen.“

so einer der Frankfurter Händler auf dem Parkett der Deutschen Börse.
Hier trifft dann also altes, tradiertes Geschäftsgebaren auf die Elektronische Neuzeit.

Die tradierten Händler und Börsenbroker ahnen mehr, denn dass sie wirklich wissen können, wenn irgendwo, irgendwer über einen Wissensvorsprung verfügt.
Oder, wie im reinen Computerhandel, jemand sehr schnell auf den Genossen Trend reagiert.

Doch Griechenland und seine Griechen? Was hat das alles mit den Griechen zu tun?

Vor Wochen hat der amerikanische Finanzmakler MF Global Insolvenz angemeldet. Eine der großen Zahlenfabriken an der Wallstreet hatte irrigerweise rund 6,3 Milliarden Doller auf steigende Euro-Staatsanleihen gewettet.

Was passiert, wenn hunderttausende von Anlegern ihren wirtschaftlichen Sachverstand mal ruhen lassen?
Die Zahlenfabriken produzieren weiterhin ihre Fallzahlen, so wie immer.
Und diese Zahlen werden dann weiterhin für die Wegweiser des Handels der Welt gehalten. Aber diese Zahlen und damit Preise sind falsch!
Die Wallstreet führt dann direkt ins Verderben und Crashs sind unausweichlich.

Nie zuvor in der Geschichte lösten Crashs in so dichter Folge einander ab, wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten.

Anfang der 90er die Japan-Krise, dann 94 die Mexico-Krise, 1997 dann die Asien-Krise und 1998 die Russlandkrise, bis dann im Jahre 2000 die Internet-Krise die Kurse purzeln ließ.
Im Herbst 2008 brachen die Lehman-Brothers zusammen und stürzten damit die Volkswirtschaften der Westlichen Welt ins Chaos.

Beinahe sah es so aus, als könnte der Große Knall noch einmal verhindert werden, dann, beinahe von allen unbemerkt, die Euro-Krise!

Die Börsen galten bereits seit den Tagen der Ostindienfahrer, die Gewürze aus dem Orient brachten, als die verlässlichsten Barometer einer gleichgewichteten Welt, zumindest in Hinsicht auf handelbare Güter. Die Mechanismen schienen übersichtlich zu sein und somit bildeten die dort erzielten Preise auch die jeweilige Wirklichkeit ab.

Doch bereits in den frühen 80er Jahren schraubten die Regierungen an den bisher so verlässlichen Parametern herum.

Die Regierung Thatcher lässt 1986 die Gebührenordnung und die Zulassungsgrenzen für Börsen fallen. Hierdurch kommt es zum Big Bang, der London zum Großbörsenplatz aufsteigen lässt.

1999 hebt die Regierung Clinton den Glass-Steagall Act auf, der bis dahin die Hypothekenbanken vom Geschäft der Investment-Banken ausschloss. Jetzt dürfen alle Banken an den Börsen mitspekulieren.

2001 senkt die amerikanische Börsenaufsicht SEC den kleinsten zu handelnden Wert von 16 Cent auf einen Cent. In diesem Sektor bewegen sich die Hochgeschwindigkeits-Händler. Deren Computer handeln genau auf dieser Ebene und zwar millionenfach in der Sekunde.

2001 führt die Schröder-Regierung in Berlin die Riester-Rente ein. Die Bürger sollen in Zukunft selber für ihre Altersicherung sorgen. Die von den Privat-Versicherern eingesammelten Gelder befeuern die Börsen nun auf ihre ganz eigene Art und Weise.

In 2004 werden die hochspekulativen Hedgefonds in Deutschland zugelassen. Diese waren wegen der Undurchschaubarkeit der Geschäftsmodelle bislang verboten.

2005 wird durch die Bundes-Regierung ein Gesetz verabschiedet, wonach der Verkauf von Geschäftsanteilen an anderen Gesellschaften steuerfrei bleiben soll.
Wechselseitige Verflechtungen von Firmen werden hierdurch aufgebrochen. Feindliche Übernahmen werden beinahe alltäglich und die betroffenen Gesellschaften, dem freien Spiel der Märkte und damit der Zahlen ausgesetzt.

Im Jahre 2005 führen die Amerikanischen Börsen den elektronischen Handel ein.

Somit kann getrost behauptet werden, dass sich die Märkte die Macht nicht erkämpft haben, sondern, ganz im Gegenteil, sie diese auf einem Silbertablett von den Regierenden überbracht bekamen!

Nach den großen Börsencrash von 1929 waren es die Regierungen, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Frei spekulierenden Märkten wurden Handfesseln angelegt, damit wieder Wohlstand in die Länder einziehen konnte.
Nach dem zweiten Weltkrieg hatten Finanz-Investoren strengen Regeln zu folgen. Damit waren die Märkte noch klein. Weizen und Zuckerrüben-Sirup wurde nur von Fachleuten gehandelt und die Preise stimmten noch. Die Wirtschaft konnte wachsen, bis die Politik den Großen Crash wohl völlig vergas!

Heute ist es an den jungen Oppositionellen in New York, Frankfurt und Berlin, die Banken wieder an ihre Aufgaben zu erinnern. Und die besteht nicht daraus, die Welt immer wieder ganz knapp an die Katastrophe heran zu führen.
Seit Wochen protestieren die Aktivisten von „Occupy Wall Street“ rund um die Welt!
Selbst Politiker scheinen diese Bewegungen zu begrüßen.

Doch, wie schon immer in der Vergangenheit, man möchte sich nicht allzu gerne in aller Öffentlichkeit dazu bekennen, denn die „Märkte könnten sehr nervös werden…“ Und was das bedeutet?

Man frage einfach mal die Griechen!

Die Griechen? Was, zum Teu… haben die denn damit zu tun? Und was, verd… treibt diese Katze da?

A.S. im Februar des Jahres 12 dem Jahr des Endes des 2000 jährigen Maya-Kalenders!

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