Omas Backstube lebt! – Kochkünste

Bei Recherchen für mein neues Buch bin ich über die ausgestreckten Beine der Backmafia gestolpert. Die lagen einfach da in der Gegend herum.
Und wie ich zu ergründen suchte, warum so lange Quadratlatschen einem das zügige Voranschreiten versauern, habe ich mal etwas genauer hingeschaut.

Ja, doch, Recherche hin oder Rezension her, es gibt auch noch das wirkliche Leben da draussen.

Einiges davon spielt sich hinter verschlossenen Türen der beinahe militärisch gesicherten Backanstalten ab.
Und nicht selten werden höchst dubiose Einfälle der Gerwinnmaximierer ganz ohne Scham und Scheu zu Lebensmitteln, und nur weil wir zu sehr gene wüssten, was da alles in die Teige geknetet wird, hält man schön die Klapppe und druckt noch nicht einmal „Klarsprech“ auf die buntesten Verpackungen.
Nicht, dass mich hier einer der Demeter- oder Bioplus- Fraktion zurechnen wolle, ich bin bislang, was Lebensmittel angeht, eher der Larifari-Typus gewesen. Kaufe Fleisch beim Aldi, stopfe sogenannten Vollkornmist in mich hinein, bis ich bei meinen Recherchen (ihr wisst, mein neuer Roman, Thema: „Biosfäre Mensch, ein Abenteurer auf zwei Beinen“, Biosfäre ganz bewusst falsch geschrieben!) die ganze Tragweite meines lässlichen Tuns erkannte.
Und darum backe ich nun mein Brot selber.

Also für alle die es auch mal versuchen wollen, hier ein erstes Rezept für ein leichtes Brot auf Weizenmehl-Basis. Wer will kann ja mal über seine Erfahrungen beim Brotbacken berichten! Ich bin natürlich auch an Rezepten interessiert.

Rezept Nummer 1

Ein Brot auf Toast-Brot-Basis

500 gr. Weizenmehl
20 Gramm Hefe
1Tl Salz
0,35 L Mineralwasser
100 gr. Käse geraspelt (aromatischer Käse ist vorzuziehen)
100 gr. Schinken gewürfelt
50 gr. Zwiebeln oder Röstzwiebeln (machen sich besonders gut)

Die zerbröckelte Hefe mit dem Salz in einer Tasse solange verrühren, bis sie reagiert und das Ganze ohne Wasser oder anderer Flüssigkeit-Beigabe zu einem Brei wird.
Dann alle Zutaten zusammen in einer Rührschüssel oder Küchenmaschine kneten bis sich der Teig vom Schüsselrand löst.
Das Ganze bei etwa 50 Grad im Ofen für 10 Minuten aufgehen lassen (das Volumen verdoppelt sich geschwind), dann in eine, vorher gefettete (ich habe da lieber Backpapier hinein gelegt) Kasten-Form geben und bei 200 Grad im Ofen auf der Mittelschiene etwa 50 Minuten lang backen. Übrigens habe ich, in Ermangelung einer Kuchenform, meinen altgedienten Römertopf genommen.

Also, das Ergebnis begeistert, bis auf die Tatsache, dass ich nicht richtig auf die Mehltüte geschaut habe. (Ich habe also dann tatsächlich ein ganzes Kilo erwischt, was aber dennoch ein tolles Ergebnis brachte. Beim nächsten mal versuche ich es mal mit der Hälfte an Mehl)

Also garantiert keine Geschmacksverstärker, Gluten, Enzyme und sonstige Schweinereien. Mein Vertrauen in die Backmafia ist nicht wirklich gestiegen. Durch meine Recherchen wurde ich aber auf den ganz großen Schwindel gebracht. Na gut, aber schon wieder ein ganz anderer Schnack. Demnächst auch hier in der Bohne!

Lasst von euch hören.

chefschlumpf

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