Paul Uhl stellt vor: „Schlaraffia“ – Klassik

Das schlaraffische SpielUhu

Schlaraffen leben während der Treffen, den „Sippungen“, in einer eigenen Welt des Spiels mit besonderen Regeln, Ritualen und Worten, um wenigsten einen Abend in der Woche dem Alltag, der “Profanei”, zu entfliehen.

Jedenfalls betrachtet sich die Gemeinschaft gleichgesinnter Männer nicht als Müßiggänger im märchenhaften Schlaraffenland. Mit Kunst, Freundschaft und Humor als praktizierten Idealen steht sie vielmehr mitten im Leben, obwohl man sich mit “Ihr” und “Euch” gegenseitig anspricht, vieles mit “Schlaraffenlatein” bezeichnet und mit einigen Gebräuchen jeden Gast zunächst verwirrt.

Wer erst ein paar mal “gesippt”, aus dem “Klangbuch” mit 124 eigenen Liedern gesungen, statt Wein und Bier zu trinken “Lethe und Quell gelabt” und sich “Lulu” zugerufen hat, wird bald begreifen, dass alle diese überlieferten, im Wesentlichen kaum veränderten Gebräuche spielerisch der Freude dienen. Und dass die Titel und Orden, die dabei für oder ohne Verdienste verliehen werden, als Persiflage auf die Prestigesucht ebenfalls nur mithelfen sollen, den Alltag zu vergessen, zumindest ihn durch einen Eulenspiegel zu betrachten. Auch die hinter-gründigen, meist witzigen Schlaraffennamen der “Sassen, die jeder erst nach längerer Zeit der Zugehörigkeit erhält, machen deutlich, dass es hier auf den Menschen allein und nicht auf seinen beruflichen Stand oder Status ankommt.
Schlaraffia lebt freilich nicht nur von den wöchentlichen Treffen in der “Winterung”, der Zeit von Oktober bis April, im eigenen Reych sondern auch von den Begegnungen in den umliegenden Reychen und denen der ganzen Welt. Schlaraffen sind nie allein. Sie pflegen die Freundschaft zu den Sassen im ganzen „Uhuversum“ und sind stets überall woanders willkommen.

Schlaraffia ist ein Männerbund. Von der Idee erfasst sind Männer jeden Alters und aller Berufe. Jeder gibt, was er kann, Keiner muss, doch jeder darf wenn er will. Schlaraffen leben während der Treffen, den „Sippungen“, in einer eigenen Welt des Spiels mit besonderen Regeln, Ritualen und Worten, um wenigsten einen Abend in der Woche dem Alltag, der “Profanei”, zu entfliehen.
Jedenfalls betrachtet sich die Gemeinschaft gleichgesinnter Männer nicht als Müßiggänger im märchenhaften Schlaraffenland. Mit Kunst, Freundschaft und Humor als praktizierten Idealen steht sie vielmehr mitten im Leben, obwohl man sich mit “Ihr” und “Euch” gegenseitig anspricht, vieles mit “Schlaraffenlatein” bezeichnet und mit einigen Gebräuchen jeden Gast zunächst verwirrt. Wer erst ein paar mal “gesippt”, aus dem “Klangbuch” mit 124 eigenen Liedern gesungen, statt Wein und Bier zu trinken “Lethe und Quell gelabt” und sich “Lulu” zugerufen hat, wird bald begreifen, dass alle diese überlieferten, im Wesentlichen kaum veränderten Gebräuche spielerisch der Freude dienen. Und dass die Titel und Orden, die dabei für oder ohne Verdienste verliehen werden, als Persiflage auf die Prestigesucht ebenfalls nur mithelfen sollen, den Alltag zu vergessen, zumindest ihn durch einen Eulenspiegel zu betrachten. Auch die hinter-gründigen, Erstaunlich, was in manchem an Geist und Witz schlummert und welche Künste und Talente geweckt werden. Und es wäre kein wirkliches Spiel, würde nicht gegenseitig Respekt gezollt, Disziplin geübt, “Schmach” im spaßigen Duell gesühnt. Den Rahmen dafür bestimmen zwar die “Spiel”- Regeln, aber getragen wird alles durch echte Wertschätzung des anderen.

Und wie hinter den Namen, Titul und Orden steckt selbst im Spiel ein sinnvoller, ernsthafter Kern, genauso wie die Lust, sich ab und an über sich selber lustig zu machen. Abgesehen davon, dass auch Schlaraffen nur Menschen sind.
Übrigens, der Uhu als “Wappenvogel” verkörpert zwar die Weisheit, hat seinen Ursprung aber eher zufällig, weil er ausgestopft an der Wand des Versammlungsraumes, der “Burg”, des Gründungsreyches hing.
Haben Sie bis hierher gelesen?
Für mehr Informationen schauen Sie vielleicht weiter bei

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaraffia

oder bei

http://www.Allschlaraffia.org.

In arte voluptasIn der Kunst liegt das Vergnügen.

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