Der Ruf der Nacht – Gedankensplitter

Miriam zog sich an.
Sie grinste.
Als sie.
Die Bluse anzog.
Halbtransparent
Und den kurzen Rock.
In der Arbeit.
Hätte man.
Erschrocken geschaut.
Wenn man sie.
So gesehen hätte.
Vor allem…
Die Tattoos…
Hätten sie erstaunt.
Die Kollegen…
Dieser Aufzug…
War etwas.
Für die Wochenenden…
Wenn sie unterwegs war.
Alleine…
In etwas…
Fragwürdigen Lokalen…
In anrüchigen Vierteln…
Nachher würde sie…
Ein Taxi rufen…
Und sich kutschieren lassen…
Der Ruf der Nacht…
Unwiderstehlich.
Zog es sie…
In dieses Milieu…
Seit Jahren…
Führte sie…
Ein Doppelleben…

Freund hatte sie.
Keinen.
Das hätte sie nur…
Beengt.
Objekt der Begierde sein!
Umgeben von Gestalten.
Vor denen anderen.
Wahrscheinlich gegruselt hätte.
Aber sie…
Brauchte das.
Als Ausgleich.
Zu ihrem Alltagsjob.
Als Sekretärin.
Bieder und brav.
Um nicht zu sagen…
Einfach langweilig!
Ganz gefahrlos.
War dieses Leben nicht.
Und sie erinnerte sich.
Mit Schaudern.
Als sie sich.
Bei einem…
Ihrer Abenteuer.
Mit Syphilis.
Angesteckt hatte.
Nur gut.
Dass sie gleich.
Zum Arzt gegangen war.
Bei den ersten Symptomen…
Ein paar schlimme Tage lang.
Hatte sie gefürchtet…
Aids zu haben…
Mit Antibiotika.
War die Krankheit.
Schnell im Griff.
Gewesen.
Aber ihr war.
Auch klar.
Dass ihr ein Restrisiko.
Geblieben war…
Kondome!
Waren in ihrem Leben.
Nicht gefragt…

Miriam blickte.
Auf die Uhr.
Es wurde Zeit.
Das Taxi würde kommen.
In ein paar Minuten.
Sie prüfte im Spiegel.
Den Lippenstift.
Diese grelle Farbe.
Trug sie nur.
An den Wochenenden.
Und ihr Chef.
Hätte wohl.
Einen Herzinfarkt erlitten.
Wenn er sie so.
Gesehen hätte…
Sie zog.
Die lange Jacke an.
Und die spitzen Schuhe…
Ganz hoch…
Eine Unruhe…
Hatte sie erfasst…
Fast irgendwie…
In freudiger Erwartung…
Sie wusste nie.
Wie diese Nächte.
Enden würden…
Das machte auch…
Den besonderen Reiz aus!

Vivienne/Gedankensplitter

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