Der Herbst zieht ein – Aus meinem Gedankenstübchen

Schon gelb, das erste Blatt an unsrer Linde,
und Moos wächst hoch an ihrer stolzen Rinde;
es ist so still so lau, in dieser Tage Stunden,
kein Vogel singt, der Wind zieht seine Runden.

Reif ist der schwarze Holler nun am Strauch,
die Vogelscheuche lächelt, im ersten Nebelrauch;
die Zwetschen rufen, holt uns doch vom Baum,
auch die Tiere fühlen, vorbei des Sommers Traum.

Dies Bauernjahr zog wieder rasch von dannen,
gefüllt mit süßem Most, sind nun die Kannen;
wenn nun viele Wünsche sich im Herzen ranken,
trotz allem dürfen wir aus tiefer Seele danken.

© Florentine

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (Keine Bewertungen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.