Welche eine Aufregung – eine Katzengeschichte – Aus meinem Gedankenstübchen

Also gestern habe ich, Janis-Marie von meinem Frauerl etwas geschimpft bekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass die schon irgendwann, so mit mir geredet hätte. Naja ich bin ihr nicht böse, anscheinend hat sie sich wirklich sehr aufgeregt, das heißt, besser gesagt, Sorgen um mich gemacht.

Gut, es war so. unsere beiden Frauerl waren gestern am Vormittag, wie jeden Mittwoch mit Bjonda unterwegs. Bjonda, das ist das rothaarige Hovawart – Hundemädchen die einmal wöchentlich Menschen braucht, die mit ihr Gassi gehen. Weil an diesem Tag ihr Frauerl lange arbeiten muss. Für diese Spaziergänge borgt sie sich dann unsere zwei Frauerl aus. Gut, ich als Katzenmädchen kann das zwar nicht verstehen, aber ich finde es gut. Sonst müsste Bjonda, so heißt sie nämlich, noch weinen. Das möchte ich ganz gewiss nicht und wie ich meine zwei Katzenschwestern kenne, möchten die das auch ganz sicher nicht.

Naja, der Spaziergang war ja eigentlich nicht das Problem, sondern die Tatsache, dass nach dem Gassi-Spaziergang in Wels für mein junges Frauerl noch ein anscheinend wahnsinnig wichtiger Termin anstand. Bei dieser Fahrt wollte aber unser Zweites, das ältere Frauerl also auch mitfahren. Das ist ja nun alles wahrhaftig kein Problem. Aber, dies stellte sich nun raschest beim Verlassen der Wohnung ein, weil ich meines Zeichens Janis-Marie nicht aufzufinden war. Nun muss ich aber ehrlich sein und auch davon berichten, dass ich hin und wieder etwas mache, was absolut verboten ist. Ja, absolut und ganz und gar! So richtig katzenmäßig nicht erlaubt.

Also manchmal oder vielleicht auch oft, ich weiß nicht genau wie meine Frauerln das sehen, schlüpfe ich ganz schnel, ich meine so richtig schnell, bei der Eingangstüre hinaus, wen es sich anbietet. Muss aber schon wieder ganz katzenehrlich sein, das mache ich meistens so, dass es niemand bemerkt. Denn ab und zu muss ich einfach nachschauen, was im Stiegenhaus so los ist. Noch interessanter als unser ist aber in jedem Fall der Keller. Also das ist so ganz mein Geschmack. Fahrräder, Schachteln, Waschmaschinen, Spielzeug der Nachbarkinde und jede Menge Spinnweben, die mir dann nach reichlicher Inspektion über die Ohren hängen.

Klar war der erste Gedanke, als ich unauffindbar war die Sorge, ich könnte Kellerdienst machen. Obwohl mein älteres Frauerl darauf schwörte, dass ich als sie das lee Mal die Eingangstüre öffnete nicht entwischt sei.

Ja das hat sie behauptet. Da frage ich mich nur, warum hat sie sich denn dann die ganze Zeit als sie unterwegs war sorgenmäßg Gedanken gemacht? Naja so können eben nur Menschen denken.

Jedenfalls war ich nicht im Keller, sondern in der Bettzeuglade und jeder der schon einmal in der Bettzeuglade geschlafen hat, weiß dass man da drinnen nicht so gut hört wenn jemand ruft. Ja, und genau so war es bei mir. Ich habe einfach nicht gehört als Frauerl eins und zwei meinen Namen riefen!

Herzlichst grüßt euch alle Janis-Marie Lynn

© Florentine

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