Am 26. April 1986 – Kurzgeschichten im Wiener Dialekt

Still liegt der Garten
Diffuses Licht , banges Warten
Kein Laut ist zu hören
Die Welt steht still
Kein Vogel singen will

Unwirklich wie im Traum
Man spürt Leben kaum
Was ist los, ist was in der Luft?
Kein Blatt rührt sich kein Strauch
Vom Wind nicht der geringste Hauch

Im fernen Lande ist passiert der Supergau
Man riecht nichts, man spürt nichts, nicht genau
Und doch ist geschehen, das Ungewisse
Es liegt Angst in der Luft kein süßer Frühlingsduft
Was ist los? Keine Amsel ruft

Es kommt das Grauen, lässt uns keine Ruh
Durch Wolken treibt es auf uns zu
Strahlend unbekannt unsichtbar
Verändert es das Klima
Nichts gelernt aus Hiroshima

Geruch und geschmacklos, alles wird vergiftet
Als die Wolke über unser Land gedriftet
Es ist strahlend saubre Energie
Hat man uns gesagt und umweltfreundlich
Doch gefragt hat man uns nie!

Billig sauber und unendlich ist die Energie
Hat man uns eingeredet, und wie
Doch wie so oft hat man uns belogen und zuviel versprochen
Die Konzerne haben die Gewinne und die Macht
Was haben Sie die Gegner, verspottet und ausgelacht.

Doch wer denkt an unsre Kinder, Enkel
Wenn sie das Erbe von uns erbitten
Wir vermachen ihnen strahlend schöne Fässer und Ruinen
Atomlobbyist auch Deine Kinder sind betroffen
Und Du kannst nicht hoffen, dass es dich nicht trifft dieses unsichtbare Gift!

Unterhaltung, Tanz, unsre Gedanken lenken
Lustig sein und nicht daran denken.
Was soll schon sein? Wir sitzen bei Wein und Speisen
Die Politik wird uns Dummen den Weg schon weisen

Atomenergie ungefährlich ,kein Dreck kein Schmutz
Und es wird getan sehr viel zu unsrem Schutz
Viel billige Energie und Kraft
Die Arbeitsplätze schafft
Ein bisschen Krankheit Krebs und Konsorten
Während die Konzerne Gewinne horten!

Kinder, Enkel, Menschen, die noch kommen
Jagt sie fort mit nassen Fetzen
Die das Volk. Mit Dummheit hetzen
Doch wird man gescheiter? NEIN !!
Man verstrahlt uns weiter

Will weitere Atomkraftwerke bauen
Sollen doch die weiteren Generationen schauen
Wie sie die Misere schaffen
Die Gegner leben hinterm Mond , sind geblieben auf dem Stand der Affen!
Eine Halbwerts-Zeit von 30 Jahren vom Cäsium
Was solls, sind doch Lappalien ihr Käfigaffen!

Der Mensch so nennt er sich!
Wird in vielen Jahren, sofern es ihn noch gibt
Und nicht durch Krieg und Hungersnot sich ausgerottet
Lebt so dahin mit dem strahlend Erbe
Auf das es sich dann leichter sterbe
ach Es gibt doch der Dummen viel zu viel…
DENKT AN TSCHERNOBIL!!

Friedrich

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