I bin oiso, bin I – Kurzgeschichten im Wiener Dialekt

#I bin, oiso, bin I
#Jo des streit niemand oh, Du stehst jo do, oba, warum bist do?
#Nau weu I do steh
#Heast kapierst net? Host Di no nie g´frogt warumst do bist, Wieso?
#Warum soi I mi des frogn?
#Bist do, weust vom Herrgott erschoffn wurn bist?
#Des is ah Möglichkeit
#Und ah Aundare warat?
#I bin auf da Nudlsuppn daher g´schwumma
#Scherzkeks, jetzta amoi im Ernst, es muaß jo an Sinn haum warumst do bist
#Hm, Du host zum Beispü g´sogt, vom Herrgott erschoffn, warum vom HERRgott?
Wer hot des bestimmt das de Heuligen do Obn oda wo imma ah Mau is g´wesn,
Kaunn des net ah ah Frau gwesn sei? Oda ebn ah göttliches Wesn, ah Mixturl von beidn. I glaub hoit wir san aus da sogenannten Ursuppn entstaundn,
Weu wer glaubt scho drau, da Herrgott, ah Mau, der Heulige Geist, klingt ah Männlich, Jesus, ah Mau, Abraham, ah Mau, Buddha ah Mau, Manitou ah Mau da Popst ah Mau, najo vielleicht. De Fraun spün imma ah Nebnrolle. Und kumman in da Schöpfung erst vur, ois da Herrgott Sie erschoffn hot. Wohrscheinlich wue Eam fad wor, oda, damit Er wem hot, der Ihn bewundarn kau.
#Heast mia kummt des Grusln, Du traust da wos, seit Johrtausenden, hasts Herrgott usw, jetzta wüst des in Froge stön?
#Mi wundats eh scho laung, das de Fraun si no net aufgregt haum, übahaupt jene de in´d Kirchn gengan Kerzschlickn. Se dirfn sche untatänig sei, an Paumpaletsch noch dem Aundaren fabriziern und sunnst kuschn, I bin bestimmt kana, der militante Emanzn schätzt, oba das des in den gaunzn Johrhunderten niemand aufgregt hot, wundat mi scho sehr. Es gibt amoi Mandl und Weiba,
In da Natur is fost ollas so g´reglt, ah männlicha Teil, ah weiblicha Teil, de tan si auf ah Packl zaum und daunn kummt wieda wos ausse. Mia woin net streitn, ob des Hendl oda des Ei zerscht do wor.
Wia is ma auf des Kumma das Ollas Göttliche Männlich is.
Schau in aundare Religionen oda ähnlichen san Männliche Götta oda weibliche G´stoitn. Wobei de Weiblichn meistns Rache Göttinen oda ähnlich san, wia bei uns, nau hoffentlich heart min et mei Frau, de ramt ma glei des Wüde oba.
# Host recht, waunn mas von dera Seitn auschaut, is ans klor, do kaunn wos net stimma, weu, mia san Mauna, daunn gibt’s Weiba und von mia aus, wer drau glaubt gibt’s no irgendwo wöche de gscheita san ois mia, jösssas I muaß ham aunsunnstn glaubt mei Oide no I wü mi vom Ohwoschn drahn und do soi no wer wos sogn von HERRschoft, kreizteife no amoi.

Friedrich

 

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