Naturgewalten – Der ganz normale Wahnsinn

Der Hagelsturm – der Garten auf einen Schlag nahezu ruiniert.Die Maisfelder hier sind zerstört – es hat uns diesmal eiskalt erwischt, wo es sonst anderswo niedergeht. Ein paar Kilometer weiter merkt man schon gar nichts mehr.

Damit hatten wir nicht gerechnet, obwohl die Stürme in letzter Zeit mehr geworden sind und heuer schon einige mit Hagel dabei waren. So schlimm hatte es noch nie gewütet, seit wir hier wohnen.
Der Sturm, der zum Teil so stark von Süden (!) kam! So hat es mir sogar die Kübelpflanzen im südseitig offenen Wintergarten zerschlagen – ich hab später kübelweise abgeschlagenes Laub dort weggeräumt (von draußen rede ich gar nicht).

Der Trompetenbaum wäre vermutlich durch den Sturm abgerissen worden, wenn ihm nicht der Hagel das meiste Laub und die Blüten abgeschlagen hätte. So hat er diesmal nur zwei Äste verloren. Am schlimmsten sind die Auswirkungen auf die Vegetation zum jetzigen Zeitpunkt, wo die Pflanzen schon so weit sind.

Etliche Weintrauben (endlich heuer wieder ein reich tragendes Jahr…) abgeschlagen – Südseite!, der Rest zum Großteil beschädigt – wird ohnehin abfaulen. Alles Obst ab- oder angeschlagen.
Die Kübelpflanzen und Stauden mag ich nicht beschreiben, die Himbeeren zerschlagen, manchen Sträuchern oder der Hecke kennt man wieder gar nichts an. Rosenkugeln sind alle heil geblieben!

Es war noch nicht lange am Toben, da sah ich schon die Gewächshausplatten fliegen – alles umsonst! Gemüse praktisch alles zerschlagen, draußen sowieso. Fraglich, was da noch kommt. Vieles direkt abgeschlagen, nicht bloß beschädigt oder angeknackst. Wie komisch, dass ich, obwohl der Bach daneben, noch alle Platten vom Gewächshaus gefunden habe! Das Gerüst steht, allerdings leicht verbogen.
Da sieht man wieder einmal, wie sinnlos alles ist, was man tut – die Natur kann Dir alles in Sekundenschnelle zerstören. Wobei man froh sein muss, dass das Haus heil ist. Hätte ja auch ein Baum von der anderen Bachseite herüberkommen können…

Obst – was noch oben ist, ist angeschlagen. Die Fichte hinter dem Gewächshaus ist 2 x abgebrochen – daneben gefallen. So schwer, dass ich sie keinen Millimeter rühren konnte. Na da, wenn ich in einem Anfall von Idiotie sofort versuchte hätte, die Platten zu retten… Meine Kinder sind da so verrückt – fühlen sich da stark, wenn sie noch schnell was tun draußen…

Der Strom war lange weg. Die Heftigkeit des Sturmes war schon überwältigend, aber mehr, dass er von allen Richtungen zu kommen schien, und dass es sehr lange stark gehagelt hat. Ansonsten waren es mal 5 oder 10 Minuten. Die Körner waren auch nicht größer als 1 – 2 cm. Trotzdem.

Dann ist der Bach rasant angestiegen und fast rausgekommen – so hoch war er nicht mehr seit dem großen Hochwasser (da kam er einen halben Meter raus bei uns) – und seither haben sie ja Entlastungsbecken gebaut. Ist aber schnell wieder gesunken. Jedenfalls stand unsere Pumpe im Brauchwasserbrunnen unter Wasser, weshalb ein Schutzschalter fiel, was wir nicht gleich bemerkten, wegen dem allgemeinen Stromausfall.

Parallel mussten wir zur Abschlussfeier meiner Tochter (überlebenswichtig!), während die andere Tochter bei ihrer Freundin (500 m entfernt) war, trotz Gewitters nicht heimkam und schließlich anrief, sie wäre rundherum von Wasser eingeschlossen (Straße und größerer Bach) und könne nicht nach Hause.

Als wir zur Abschlussfeier weg mussten, war es aber doch nicht so schlimm, und als wir sie holen wollten, war sie unterwegs und nicht zu finden!

Schließlich ging auch dieser Tag vorbei. Nach und nach beseitigten wir, so weit möglich, die Schäden.

Merken wir noch immer nicht, was wir hier auf Erden anrichten, und dass wir letztlich doch verlieren werden???

Sarkastika

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