Aus dem Grab heraus

Aus dem Grab heraus

 

Er stand an ihrem Grab. Man begann Erde auf ihren Sarg zu werfen und um ihn herum hörte er die Menschen weinen. Seine Töchter schluchzten, auch Magdas Schwester, ihre Freundin Christa, für alle schien die Welt unterzugehen. Von ihm hielten sie Abstand. Die Erde prasselte nieder, bald war es vorbei.

Plötzlich hörte er ihre Stimme in seinem Ohr und blickte sich um, aber da war niemand. Die Stimme wisperte ihm zu, dass er schuld sei, dass sie dort unten liege. Er habe sie gedemütigt, gequält und geprügelt. Das sei jetzt vorbei, nun sei sie die Stärkere und habe keine Angst mehr. Sie zischte ihm Rache ins Ohr und er schwankte. Seine Blässe beim Verlassen des Friedhofs deutete man als Zeichen von Reue und Trauer.

Am Tag darauf fand man ihn mit vor Angst verzerrtem Gesicht tot in seinem Bett.

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