Der Herbst zieht ins Land… – In den Wind gereimt

Bild von Marion Wellmann auf Pixabay

Am Morgen wird’s schon später licht,
wenn ich zum Arbeitstag mich richt.
Im Dunkeln setz zum Frühstück hin,
wenn ich noch richtig müde bin…

Auch Nebel liegt schon auf der Stadt.
Die Silhouette wirkt noch matt…
Und kühl der Wind die Bäume wiegt,
wenn die Sonne noch verborgen liegt…

Die Spinnennetze voller Tau,
wenn ich so in die Runde schau.
Die Jacke brauch ich in der Früh,
weil es im Bus schon richtig zieht…

Die Sonne geht nun endlich auf.
Wie immer nimmt sie ihren Lauf.
Und doch drückt jetzt der Herbst sie nieder…
Sie schafft den Bogen nicht mehr wieder…

So wie im Juli, im August…
Vergangen ist die große Lust…
Sich in den Sonnenstrahlen baden!
Am Himmel zieh’n schon Wolkenquaden!

Das Blau des Himmels ist verblasst.
Man spürt auch mehr des Tages Last.
Die Leichtigkeit der Sommerzeit
die leider nicht für immer bleibt

sie zerfällt im sanften Regen
der mich begleitet auf den Wegen…
Das Laub der Bäume blüht nun auf…
Bunte Farben leuchten auf!

Zur Hoch-Zeit scheint in höchster Pracht,
bevor es auf den Weg sich macht…
Zerfällt am Boden dann zu Erde,
damit im Frühjahr Neues werde!

Recht warm wird’s noch zur Mittagszeit,
damit hat mancher seine Freud‘.
Und doch muss bald der Sommer weichen…
Der Herbst stellt Schritt um Schritt die Weichen…

Wenn abends wieder Nebel zieht,
fällt auch ein Schatten auf’s Gemüt…
Kastanien fallen von den Bäumen
die dann uns’re Wege säumen…

Langsam geht es nun nach Hause.
Ich schnaufe durch, und in der Pause
Seh ich klar: Auch Herbst in mir!
Bin nicht mehr jung, wie ich gut spür.

Tret‘ kürzer jetzt, so wie der Tag
und merk auch, dass ich das sehr mag…
Geh alles nun viel ruhiger an,
dass ich den Wandel spüren kann…

Vivienne

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