{"id":10964,"date":"2012-01-05T15:00:44","date_gmt":"2012-01-05T14:00:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/?p=10964"},"modified":"2012-01-05T06:37:07","modified_gmt":"2012-01-05T05:37:07","slug":"die-zukunft-des-e-mail-ansichtssache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/die-zukunft-des-e-mail-ansichtssache\/","title":{"rendered":"Die Zukunft des E-Mail &#8211; Ansichtssache"},"content":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit bin ich in verschiedenen Medien auf Artikel gesto\u00dfen, in denen versucht wurde das angeblich nahende Ende des E-Mail Systems vorherzusagen. Nachdem mich diese Einsch\u00e4tzung im ersten Moment nicht nur \u00fcberrascht, sondern auch ein wenig irritiert hat m\u00f6chte ich in dem heutigen Beitrag meine eigene Sichtweise dazu ein wenig beleuchten.<\/p>\n<p>Wenn man die Geschichte des E-Mails recherchiert st\u00f6\u00dft man bald auf einen gewissen Roy Tomlinson, dem als Mitarbeiter des amerikanischen Forschungsunternehmen  BBN im Jahr 1971 die Idee kam Nachrichten \u00fcber ein Netzwerk zu senden. Dazu wurde erstmalig dem Adressaten das Zeichen \u201e@\u201c und der entsprechende Hostnamen angef\u00fcgt. Der beginnende Einsatz des Internet E-Mail geht auf die fr\u00fchen 80er Jahre zur\u00fcck, auch wenn der Einsatz als Massenmedium noch einige Jahre auf sich warten lassen sollte. Der wirkliche Durchbruch des E-Mail war naturgem\u00e4\u00df mit jenem des Internet verbunden.<\/p>\n<p>Einer halbwegs aktuellen Statistik zufolge wurden zuletzt von knapp 2 Milliarden Nutzern rund 290 Milliarden Mails am Tag versendet  \u2013 es handelt sich dabei wohl um eine gleicherma\u00dfen atemberaubende wie unvorstellbare Zahl. Der Anteil der unliebsamen Spam-Mails soll schon bis zu 90 Prozent betragen haben, war nach einer Erhebung des Softwareunternehmens Symantec im Jahr 2011 aber auch bereits deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig. Die Spam Problematik kann mittlerweile wohl durch entsprechende Spam -Filter ausreichend bek\u00e4mpft werden.<\/p>\n<p>Kommen wir aber zur\u00fcck zu dem Meinungsbild, dass das E-Mail \u2013 oftmals schon als &#8222;Dinosaurier der Kommunikation&#8220; tituliert &#8211; vom Aussterben bedroht sei. Die Einsch\u00e4tzung beruft sich in erster Linie darauf, dass die sozialen Medien a la Facebook, Twitter &#038; Co. sowie Sprach- und Videochats das Mailsystem zunehmend verdr\u00e4ngen k\u00f6nnten. Laut einer Studie w\u00e4re die E-Mail Nutzung tats\u00e4chlich r\u00fcckl\u00e4ufig, im besonderen Ausma\u00df w\u00fcrden sich Jugendliche den neuen Medien zuwenden. Letztere Betrachtung erscheint mir auch glaubhaft, doch l\u00e4sst sich f\u00fcr mich daraus keine Kernaussage \u00fcber die Effizienz der Kommunikationsmittel ableiten.<\/p>\n<p>Noch ist die E-Mail jedenfalls eine der wichtigsten Kommunikationsformen in den Unternehmen. Oftmals angeprangert wird die Mailflut, deren Bew\u00e4ltigung kostbare Arbeitszeit in Anspruch nehmen w\u00fcrde. An dem Umstand, dass Mailadressaten oftmals inflation\u00e4r ausgew\u00e4hlt werden ist aus meiner Sicht weniger das System als vielmehr der Absender schuld. Hier sollte es durchaus m\u00f6glich sein ein Bewusstsein f\u00fcr einen verantwortungsvollen Umgang herzustellen. Auch die Kritik, dass nach einer l\u00e4ngeren Abwesenheit eine entsprechende Anzahl an unbearbeiteten Mails im Posteingang vorzufinden ist kann ich so nicht gelten lassen. Immerhin erm\u00f6glicht das Mailsystem eine chronologische und effiziente Abarbeitung der eingegangenen Anfragen.<\/p>\n<p>Zuletzt wird in Unternehmen die sogenannte Echtzeitkommunikation \u00fcber Messenger-Dienste sehr gerne lobend erw\u00e4hnt. So toll diese M\u00f6glichkeiten, die ich nat\u00fcrlich auch selbst einsetze, sein m\u00f6gen sehe ich darin lediglich eine sinnvolle Erg\u00e4nzung, aber gewi\u00df keine Abl\u00f6se f\u00fcr das Mail-System. Der Kontakt \u00fcber einen Messenger ist im weitesten Sinne mit einem Telefonanruf vergleichbar &#8211; auch wenn ein zus\u00e4tzlicher Komfort damit verbunden ist. Die Telefonie gibt es aber wohlgemerkt schon deutlich l\u00e4nger als das E-Mail. Doch billigt  die E-Mail dem Empf\u00e4nger  eine gewisse Form der freien Zeiteinteilung zu, was bei nicht so dringlichen Anfragen auch zul\u00e4ssig sein sollte. Diesen Umstand wei\u00df man hierbei m\u00f6glicherweise zu wenig zu sch\u00e4tzen. Auch sollte man sich bei den neuen Medien die Frage gefallen lassen, ob es w\u00fcnschenswert und notwendig ist immer und sofort erreichbar zu sein. <\/p>\n<p>Es kann nat\u00fcrlich sein, dass ich mich mit meiner Einsch\u00e4tzung vollkommen t\u00e4usche und die Zukunft der Kommunikation g\u00e4nzlich anders aussehen wird, als wir es uns heute vorstellen k\u00f6nnen. Dies wird aber weniger von den technischen M\u00f6glichkeiten als den Gewohnheiten der Menschen abh\u00e4ngen. Ich gestehe, dass ich gegen\u00fcber den sozialen Medien eine etwas differenzierte Haltung einnehme, auch wenn ich mich ihnen nicht verschlie\u00dfe. Selbst sehe ich jedenfalls auch mittelfristig das E-Mail System als ein sehr wesentliches  Werkzeug f\u00fcr effiziente Kommunikation.<\/p>\n<p>Ihr seid herzlich eingeladen, eure Sichtweise im Kommentarsystem darzustellen.<\/p>\n<p>Pedro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der letzten Zeit bin ich in verschiedenen Medien auf Artikel gesto&szlig;en, in denen versucht wurde das angeblich nahende Ende &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Die Zukunft des E-Mail &#8211; Ansichtssache\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/die-zukunft-des-e-mail-ansichtssache\/#more-10964\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Die Zukunft des E-Mail &#8211; Ansichtssache\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28639,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18],"tags":[],"class_list":["post-10964","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ansichtssache","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50","resize-featured-image"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10964"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10964\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}