{"id":12123,"date":"2012-06-10T08:00:53","date_gmt":"2012-06-10T07:00:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/?p=12123"},"modified":"2018-01-01T14:56:42","modified_gmt":"2018-01-01T13:56:42","slug":"aus-der-werkstatt-des-hobbyautors-ansichtssache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/aus-der-werkstatt-des-hobbyautors-ansichtssache\/","title":{"rendered":"Aus der Werkstatt des Hobbyautors &#8211; Ansichtssache"},"content":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen hatte ich mich dazu entschlossen meine literarischen Ambitionen zur\u00fcckzufahren. Silvia erwiderte die von mir vorgebrachte Botschaft mit einem Schmunzeln. &#8222;Das freut mich, Peter. Denn dann darf ich davon ausgehen, da\u00df du bald neue Beitr\u00e4ge schreiben wirst.&#8220; Diese Einsch\u00e4tzung kam nicht ganz von Ungef\u00e4hr, denn tats\u00e4chlich hatte ich mich in der j\u00fcngeren Vergangenheit \u00fcber literarische Ideenlosigkeit beklagt und schon kurz darauf neue Beitr\u00e4ge aus dem Hut gezaubert. Auch diesmal sollte Silvia recht behalten, denn die heutigen Zeilen beinhalten bereits meinen 41. Beitrag in diesem Jahr, was im Vergleich zu meinen Aktivit\u00e4ten in den Vorjahren eine deutliche Steigerung bedeutet. Warum aber habe ich dann behauptet, da\u00df ich mein Engagement zur\u00fcckschrauben m\u00f6chte, wenn dann das Gegenteil eingetreten ist?<\/p>\n<p>La\u00dft mich die Sache ein wenig erkl\u00e4ren. Wenn ich nun intensiv dar\u00fcber nachdenken w\u00fcrde, ob mir ein Thema einfallen w\u00fcrde k\u00e4me ich m\u00f6glicherweise zur selben Einsch\u00e4tzung wie zuletzt. Die Bohnenzeitung ist eine Plattform f\u00fcr Hobbyautoren, die ein sehr breites Spektrum rund um Lyrik, Prosa und Kolumnen abdecken m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich ist es auch zul\u00e4ssig das Weltgeschehen zu kommentieren, doch wird diese Aufgabe ohnehin von den einschl\u00e4gigen Printmedien sehr intensiv wahrgenommen. Ein Beitrag in der Bohnenzeitung soll vorrangig die Gedanken und Sichtweisen des Autors wiedergeben. Ich gebe aber auch gerne zu, da\u00df ich selbst meine Zeit gebraucht habe um diesen Umstand einzusehen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Manchmal ist es durchaus so, da\u00df mir die m\u00f6glichen Themen schon beinahe &#8222;zufliegen&#8220; und die Gedanken dann in kleine Geschichten verpackt werden.<\/p>\n<p>Wenngleich mich dieser Umstand freut liegt es aber offenbar an meinem Wesen mir schwer vorstellen zu k\u00f6nnen, da\u00df diese Ideen nicht abrei\u00dfen werden. Daraus l\u00e4\u00dft sich dann wohl auch meine Selbsteinsch\u00e4tzung ableiten, da\u00df ich wohl k\u00fcnftig weniger schreiben werde. Mittlerweile versuche ich aber auch, mir dar\u00fcber keine gro\u00dfen Gedanken mehr zu machen. Nat\u00fcrlich kann die literarische Ader versiegen oder aber auch das Bed\u00fcrfnis zu einer l\u00e4ngeren Pause auftreten. Dar\u00fcber sollte man sich als Hobbyautor eigentlich keine Sorgen machen. Es ist mir heute wieder ein Bed\u00fcrfnis, euch ein paar Einblicke in meine &#8222;Werkstatt&#8220; zu gew\u00e4hren um letztlich auch f\u00fcr mich selbst die Entwicklung ein wenig revue passieren zu lassen.<\/p>\n<p>Auch wenn mir das Schreiben stets leicht von der Hand gegangen ist musste ich mir eingestehen, da\u00df mein Stil wenig Raum f\u00fcr die Entstehung bunter Geschichten bietet. Diesen Umstand pflichte ich auch heute noch bei und sehe mich bestimmt auch mittelfristig nicht als ambitionierten Autor eines Romanes, der die daf\u00fcr notwendigen bunten Handlungen entstehen lassen kann. Dennoch ist es mir gelungen f\u00fcr mich selbst einen Kompromi\u00df zu schlie\u00dfen, dessen Anf\u00e4nge auf den September 2010 zur\u00fcckgehen, als ich die erste &#8222;Geschichte aus dem Cafe Steiner&#8220; verfa\u00dft hatte.<\/p>\n<p>Wie ich in dem Beitrag &#8222;Die Wahrheit \u00fcber das Cafe Steiner&#8220; schon erz\u00e4hlt habe handelt es sich bei dem Lokal um ein fiktives Wiener Kaffeehaus, in dem die Stammg\u00e4ste ihre Sorgen und N\u00f6te vortragen und dar\u00fcber diskutieren. Auch wenn das &#8222;Cafe Steiner&#8220; also in dieser Form nicht wirklich existiert sind die handelnden Personen wohl doch dem realen Leben entliehen. In den &#8222;Geschichten aus dem Cafe Steiner&#8220; werden auch keine abstrakten Handlungen erz\u00e4hlt sondern vielmehr ein Thema aufgegriffen und die verschiedenen Sichtweisen der Menschen abgehandelt.<\/p>\n<p>Die Wahl der Themen im &#8222;Cafe Steiner&#8220; entstammt nat\u00fcrlich oftmals sehr real erlebten Handlungen und Gespr\u00e4chen, die mich einfach besch\u00e4ftigt haben. Einige Beispiele w\u00e4ren da &#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>Unter dem Titel &#8222;Der neue Job&#8220; werden die Sorgen von Reinhard \u00fcber einen unfreiwilligen Jobwechsel behandelt. In Wahrheit habe ich hier durchaus Anleihen an meiner eigenen Person genommen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>&#8222;Beim Geld h\u00f6rt sich die Freundschaft auf&#8220; thematisiert einen unkorrekten Umgang mit dem Geld zwischen vermeintlichen Freunden. Auch damit soll ich selbst schon konfrontiert worden sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Warum war es mir ein Bed\u00fcrfnis diese vermeintlichen Geheimnisse nun zu l\u00fcften? Vielleicht auch ein wenig deswegen um aufzuzeigen, wie einfach man sich mit einem geeigneten Format selbst eine Plattform zur literarischen Verarbeitung schaffen kann. Weiterhin schreibe ich auch f\u00fcr meine Kolumne &#8222;Ansichtssache&#8220;, in der ich &#8211; seltener aber doch &#8211; den Versuch wagen m\u00f6chte komplexere Themen abzuhandeln.<\/p>\n<p>Ein wenig stolz m\u00f6chte ich auf die Rubrik &#8222;Reflexion&#8220; hinweisen, die erst seit etwa einem Jahr besteht.. Hier habe ich mir anfangs durchaus Anleihen an den bunten &#8222;Gedankensplitter&#8220; Beitr\u00e4gen von Silvia genommen, bei der ich mich auch f\u00fcr die Unterst\u00fctzung bei der Umsetzung der literarischen Rahmenbedingungen bedanken m\u00f6chte. In der &#8222;Reflexion&#8220; geht es weniger um themenbezogene Abhandlungen, als vielmehr darum in Prosaform meine Gedanken niederzuschreiben. Es kann oftmals ein Bed\u00fcrfnis sein, hier auch nur eine Metapher n\u00e4her zu beleuchten. In dieser Rubrik erschienen zuetzt die meisten neuen Beitr\u00e4ge von mir &#8211; wenngleich ich, wie gesagt, die weitere Entwicklung weder vorhersagen will noch kann.<\/p>\n<p>Pedro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor wenigen Wochen hatte ich mich dazu entschlossen meine literarischen Ambitionen zur&uuml;ckzufahren. 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