{"id":13842,"date":"2013-03-16T16:00:00","date_gmt":"2013-03-16T15:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/?p=13842"},"modified":"2018-09-29T10:01:34","modified_gmt":"2018-09-29T08:01:34","slug":"lukasz-schlumpfenland-ist-uberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/lukasz-schlumpfenland-ist-uberall\/","title":{"rendered":"Lukasz &#8211; Schlumpfenland ist \u00fcberall"},"content":{"rendered":"<p>Er mag schon l\u00e4nger als eine Stunde da gestanden haben. Ich hatte ihn aber erst bemerkt, als der Dicke zusammen mit der blonden Frau l\u00e4ngst schon wieder gegangen war.<br \/>\n-Wer bist du?- hatte ich ihn gefragt.<br \/>\nEr hatte nur still in sich hinein gel\u00e4chelt.<\/p>\n<p>Der Dicke hatte noch zuvor an mir herum gemacht, was ich still und gefasst \u00fcber mich ergehen lassen musste. Als schlie\u00dflich auch noch die Frau dazu gekommen war, schien es wohl zwischen den beiden einen kurzen Disput gegeben zu haben, der dann aber mit seiner Entschuldigung in meine Richtung beendet war.<\/p>\n<p>-Du bist so zart, beinahe durchsichtig, mein Kleiner.-<br \/>\nEr war auf meine Worte, scheu wie ein Rehkitz an mein Bett heran getreten. Seine kleinen Fingerchen hatten meine Rechte ergriffen und ich bemerkte sofort, tief in mir, eine aufwallende Unruhe.<\/p>\n<p>\u201eWillst du mir nicht etwas \u00fcber das tote Kamel erz\u00e4hlen und dar\u00fcber, wie das Fleisch nach drei Tage in der Sonne liegen, wohl geschmeckt haben mag?\u201c<br \/>\nWar er mir noch wie ein Zweij\u00e4hriger vorgekommen, so war ich mir nun gar nicht mehr so sicher. Auch seine Haut, soeben noch so durchsichtig wie Plexiglas, hatte etwas an Farbe bekommen.<br \/>\nSeltsam, da lag ich nun, festgezurrt und nur noch mittels Technik und der h\u00f6chst zweifelhaften Hingabe eines ungeheuer Beleibten am Leben gehalten und meine Augen spielten mir kleine Streiche.<\/p>\n<p>-Das Kamelfleisch, sagst du? Du willst wissen, wie totes Kamel schmeckt? Noch dazu, wenn es zuvor drei Tage in der Sonne lag und vor lauter Fliegen kaum noch als Solches erkennbar ist? Nach drei Tagen in der Afrikanischen Sonne schmeckt Fleisch \u00fcberhaupt nicht mehr nach Fleisch. Wenn es jetzt nur lange genug gekocht wird und mittels vieler, geheimnisvoller Kr\u00e4uter in einen einigerma\u00dfen genie\u00dfbaren Zustand versetzt, hat es einen ganz eigenen Geschmack. Ich erinnere mich noch heute so, als w\u00e4re es erst gestern gewesen.-<\/p>\n<p>\u201eJa, das interessiert mich und warum es mich gar nicht gibt. Los erz\u00e4hl schon.\u201c<\/p>\n<p>Seine Aufregung war nicht zu \u00fcbersehen und obwohl mich seine Neugierde eigentlich \u00fcberraschen m\u00fcsste, konnte irgendetwas in mir so etwas wie eine Befriedigung erahnen lassen. Endlich w\u00fcrde wohl eines der gr\u00f6\u00dften R\u00e4tsel in meiner Biografie gel\u00f6st werden m\u00fcssen?<br \/>\n-Ostafrika, \u00c4thiopien, du willst etwas von mir \u00fcber dieses Land erfahren? Wer bist du denn und warum interessierst du dich so f\u00fcr mich?-<\/p>\n<p>Hatte er auf mich noch wie ein Kleinkind gewirkt, glaubte ich nun auf einmal, einen Knaben von etwa acht Jahren vor mir zu haben.<br \/>\n\u201eJa, mach schon. Mach schon! Erz\u00e4hl mir von dir! Wir sind alle schon sehr gespannt darauf, von dir zu erfahren, wie es damals war.\u201c<br \/>\nEr hatte von sich in der Mehrzahl gesprochen. Ich konnte mir zun\u00e4chst keinen Reim darauf machen. Tat ich auch gar nicht. Meine Gedanken waren schon in die Vergangenheit unterwegs.<\/p>\n<p>-Es mag vierzig Jahre oder l\u00e4nger her sein.<br \/>\nVerena und ich waren zum drittenmal in Adis Abeba gelandet. Ich hatte sie beim ersten Male einfach mitgenommen und keiner der Kollegen hatte etwas dagegen gehabt.-<br \/>\n\u201eErz\u00e4hl von Anfang an, \u2026bitte!\u201c<\/p>\n<p>War seine Ermahnung mir ein wenig forsch vorgekommen, hatte sein zart nachgetragenes \u201ebitte\u201c, daraus ein wenig an Sch\u00e4rfe getilgt.<\/p>\n<p>-Meine Graduierung als Ingenieur gerade erst in der Tasche, hatte mich der Ruf von Jonas aus \u00c4thiopien erreicht. Nun gut, dachte ich mir, wenn es Jonas dort aushielt warum dann nicht auch ich? Jonas, musst du wissen, ist mein \u00e4lterer Bruder. Unsere Mutter, auch das musst du wissen, war eine sehr streng religi\u00f6se und \u00fcberaus bibelfeste Frau, die ihren Kindern dann nat\u00fcrlich auch nur biblische Namen gab.-<br \/>\n\u201eDaher auch Lukasz?\u201c<\/p>\n<p>-Nein! Das war Verena, meine Frau. Die ist aus der Tschechoslowakei und ich glaube, ihr Gro\u00dfvater hie\u00df so. Daran war Mutter also f\u00fcr diesmal unschuldig.-<\/p>\n<p>Sah es f\u00fcr mich nur so aus, oder hatte sein Gesicht eine Welle aus Trauer \u00fcberflutet? Nein, doch nicht, es schien wohl nur so.<\/p>\n<p>-Wir hatten in einem der \u201eItaliener-Vororte\u201c der Stadt ein sch\u00f6nes Haus bezogen und Verena doch innerhalb k\u00fcrzester Zeit so etwas, wie ein Wunder vollbracht und darin europ\u00e4ische Gem\u00fctlichkeit gezaubert. Was gar nicht so einfach gewesen sein konnte, musste sie doch ungeheure Anstrengungen und weite Autofahrten auf sich nehmen und eine ganze Menge Geld in die Hand. Und das nat\u00fcrlich nur, um den ganzen Kram zusammen zu kaufen. Gardinen und schwere Vorh\u00e4nge und Teppiche und sonstige Dekorationen. Sie hatte Nestbau wohl zu ihrem neuesten Hobby erkoren und wer w\u00e4re ich wohl gewesen, es ihr verbieten zu wollen?<br \/>\nAm meisten \u00e4rgerte sie sich dann ja auch, dass sie tags\u00fcber immer die Blendl\u00e4den zulassen musste. Unsere Klimaanlage wurde mit Hitzegraden so um die F\u00fcnfzig, nur sehr unzureichend fertig.-<br \/>\n\u201eUnd wann hast du es dann erfahren?\u201c<\/p>\n<p>Ich wusste ganz genau, worauf er anspielte, tat aber so, als h\u00e4tte ich es \u00fcberh\u00f6rt.<br \/>\nNun hatte ich einen eher Sechsj\u00e4hrigen an meinem Krankenbett stehen. Seine Haare waren schwarz gelockt und seine Haut ein wenig cremefarben. Er erschien mir aber dabei so fremd und nah zugleich.<br \/>\nWoher konnte ich diesen Knirps eigentlich kennen?<\/p>\n<p>Bevor ich fortfahren konnte, war dieser ungeheuer dicke Pfleger in der T\u00fcr erschienen, zu uns geschlurft und hatte das laute T\u00fcten irgendeines der Ger\u00e4te \u00fcber meinem Kopf einfach abgestellt. Zu mir herabgebeugt, zischelte er beinahe unverst\u00e4ndlich:<br \/>\n\u201eMach hier nicht so`n Wind! Wir vergessen dich schon nicht. Auch du kommst schon noch dran. Nur keine Eile, mein Herr. Was lange w\u00e4rt, wird endlich gut.\u201c<br \/>\nUnd genauso wie er gekommen war, war er auch schon wieder zur T\u00fcr hinaus. Ich h\u00e4tte zu gerne gefragt, was er mit, \u201e\u2026du kommst auch noch dran\u201c, eigentlich gemeint haben k\u00f6nnte. Doch meine Kehle war nun schon so lange wie mit einem Packband verschlossen. Nicht nur ans Bett gefesselt, auch noch geknebelt? Ich hasste solch abgedroschene Phrasen!<\/p>\n<p>\u201eDu wusstest es also nicht von Anfang an, sagst du?\u201c<br \/>\nBeinahe ungl\u00e4ubig waren seine Augen nun. Auch ohne meine Fantasie \u00fcber Geb\u00fchr zu bem\u00fchen, konnte ich darin so etwas wie Trotz und kaum verborgene Aggressivit\u00e4t erkennen.<\/p>\n<p>-Nein, sie hat es mir zun\u00e4chst vorenthalten. Glaub es mir ruhig.-<\/p>\n<p>\u201eEs h\u00e4tte also alles auch ganz anders kommen k\u00f6nnen?\u201c<br \/>\n-Das alles w\u00e4re gar nicht so weit gekommen, w\u00e4re ich nur nicht so blind gewesen. So unsagbar bl\u00f6d noch dazu. Aber du wei\u00dft ja, am Ende ist man immer schlauer.-<br \/>\nWie ein Gro\u00dfer nickte er.<br \/>\n\u201eJa, du hast vermutlich Recht und ich sollte nicht so sehr in dich dringen. Erz\u00e4hl einfach. Ich h\u00f6re von nun an nur noch zu.\u201c<\/p>\n<p>Nun h\u00e4tte er ganz ohne weiteres schon auf die Zwanzig zugehen k\u00f6nnen. Ein junger Mann, der soeben seine M\u00e4nnlichkeit zum Thema macht? Dessen Interesse weit \u00fcber das von Kindern oder Jugendlichen hinausgeht? Ein junger Erwachsener halt? So, wie ich damals?<\/p>\n<p>-Ich sa\u00df im k\u00fchlen B\u00fcro der im Regierungsauftrag betriebenen Technischen Pr\u00fcfanlage. Die Deutsche Bundesregierung unter Willy Brandt hatte mit verschiedenen L\u00e4ndern der Dritten Welt, so genannte Entwicklungsvertr\u00e4ge abgeschlossen, in deren Folge es zur Zusammenarbeit mit den dortigen Beh\u00f6rden kam. Idee der Deutschen war wohl, den Afrikanern so etwas wie Deutsche Gr\u00fcndlichkeit zu verpassen. Dazu geh\u00f6rte nat\u00fcrlich und nicht ganz selbstlos, die regelm\u00e4\u00dfige \u00dcberpr\u00fcfung von Kraftfahrzeugen. Der Deutsche T\u00dcV als Motor des Fortschritts. Und das in einem Land, in dem Esel, Pferd und nat\u00fcrlich das Kamel die angesagten Transportmittel darstellten.<br \/>\nUnser Arbeitgeber, der Deutsche Entwicklungs Dienst hatte sich der Sache angenommen und somit schauten wir den \u00c4thiopiern nun wie selbstverst\u00e4ndlich unters Blech. Jonas und ich leiteten damit Afrikas erste Kraftfahrzeugs-Pr\u00fcfanlage. Und das in einem Land, in dem 95% der Verkehrswege nur aus unbefestigten Sandpisten bestehen.<br \/>\nAllerbester Ingenieurskunst und darauf basierender Technik, musste daher innerhalb k\u00fcrzester Zeit die Puste ausgehen. Die wenigen privaten und sogar beh\u00f6rdlichen Fahrzeuge schienen solche Verh\u00e4ltnisse jeden Tag aufs Neue zu best\u00e4tigen. Dabei war sehr erstaunlich, wie geschickt die Einheimischen ihre Fahrzeuge doch immer wieder ins Leben zur\u00fcck bastelten.<br \/>\nGute Automechaniker, die wir dann zu Pr\u00fcfern heranzogen, waren daher auch erstaunlich schnell gefunden. Auf den dreisprachigen Aushang hin im Souque, hatten sich beinahe 500 Leutchen beworben. Alle, nach eigenen Angaben, gute Schrauber, Schwei\u00dfer und Blechdengler! Die wenigen rein technischen Fragen, konnten dann allerdings nur eine Handvoll von ihnen, zu unsrer Zufriedenheit beantworten. Diese waren es dann auch, die es wurden.-<\/p>\n<p>\u201eWantabe, du wei\u00dft, Wantabe war er auch dabei?\u201c<br \/>\nGegen seine vorige Ank\u00fcndigung hatte er mich nun doch wieder unterbrochen.<\/p>\n<p>-Ja, in der Tat, Wantabe war auch dabei.-<br \/>\n\u201eDann hast du selbst diese Natter an deinem Busen gen\u00e4hrt?\u201c<\/p>\n<p>H\u00f6rte ich da reinen Vorwurf oder nur etwas heraus, was doch noch unendliche Trauer genannt werden k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>Nun hatte ich einen etwa Zw\u00f6lfj\u00e4hrigen neben mir stehen.<\/p>\n<p>Ich schloss meine Augen. Wie konnte es nur so weit kommen? Wie war ich eigentlich in diese, scheinbar so hoffnungslose Lage gekommen?<\/p>\n<p>-Hattest du nicht gesagt, mein Kleiner, dass ich einfach nur erz\u00e4hlen soll? Du mir nur zuh\u00f6ren m\u00f6gest?-<br \/>\n\u201eJa, dann mach schon. Ich unterbreche dich nicht noch einmal. Es war also dieser Teufel Wantabe, der uns ins Verderben st\u00fcrzte?\u201c<\/p>\n<p>-Wantabe war auch nur Opfer seiner Verh\u00e4ltnisse, nicht der Teufel als du ihn jetzt sehen willst.<br \/>\n\u201eWantabe verdanke ich nun also meine Nichtexistenz?\u201c<br \/>\nWolltest du nicht schweigen, mein Kleiner. Wer bist du denn eigentlich? Ich erz\u00e4hle ja schon.-<\/p>\n<p>\u201eIch bin wohl doch zu sehr du. So, wie auch du, bin ich immer nur voller Ungeduld, was ja auch nicht verwunderlich ist, warte ich nun auch schon so lange auf dieses Gespr\u00e4ch mit dir.\u201c<br \/>\nDu wartest? Auf ein Gespr\u00e4ch mit mir?<\/p>\n<p>Der, der jetzt an meinem Bett stand, d\u00fcrfte auch schon \u00fcber die Jahre lang einen Rasierpinsel nebst einer scharfen Klinge zu seinen Utensilien z\u00e4hlen. Ich sch\u00e4tzte ihn nun auf knapp Vierzig. Den Kleinen von noch soeben, konnte ich nun nicht mehr entdecken.<\/p>\n<p>-Wantabe, der, der alles ausgeheckt hatte, kam also des Morgens aufgeregt in mein B\u00fcro gest\u00fcrmt.<br \/>\nEs h\u00e4tte zuhause einen kleinen Unfall gegeben. Verena w\u00e4re im Spital, nichts ernstes, aber sie h\u00e4tte nunmal hysterisch nach mir verlangt.-<\/p>\n<p>Eine Hand, seine Hand strich mir nun sehr sachte \u00fcber die Stirne.<\/p>\n<p>-Ich war sofort in die Pr\u00fcfanlage gest\u00fcrmt, hatte Wantabe gar nicht erst ausreden lassen. Jonas stand mit einigen Offiziellen, die ich kannte, in einer der Gruben unter einem so landestypischen, klapprigen Vorkriegs-Fiat-Transporter und ich zog ihn einfach von dort weg.<br \/>\nWantabe wiederholte nun beinahe wortgleich vor Jonas seine Nachricht und ich eilte sofort hinter die Baracke, um den Landrover zu holen.-<\/p>\n<p>-H\u00e4tte ich das nur unterlassen. Und nach der Quelle f\u00fcr Wantabes Information zu gr\u00fcbeln, hatte ich ja dann auch im Verlauf der n\u00e4chsten Monate noch gen\u00fcgend Zeit.<br \/>\nDer Grund, m\u00f6glicherweise auch sogar der Anlass f\u00fcr meine sicherlich nicht nur \u00fcbertriebene Sorge um meine Frau, hatte sich mir, die letzten Wochen zu sehr mit Arbeit \u00fcbersch\u00fcttet, erst fr\u00fch an diesem Morgen erschlossen.<br \/>\nUnd dieser Erkenntnisgewinn, mir von Verena beinahe liebevoll in ihrer immerw\u00e4hrenden Zur\u00fcckhaltung pr\u00e4sentiert, war es auch, der mich jetzt beinahe vor Ungeduld platzen lie\u00df.-<\/p>\n<p>-Welche Klinik, Wantabe, sag schon, welche Klinik?-<\/p>\n<p>-Wortlos stieg er ein. Sein versteinertes Gesicht wies mir die Richtung. Hatte ich noch gedacht, es ginge in Richtung Churchill Road, der Tangente , sollte ich nun in Richtung des Berges Entoto fahren.<br \/>\nDie, Stadt in etwa zweitausend H\u00f6henmetern gelegen, breitet sich zu F\u00fc\u00dfen dieser imposanten Erh\u00f6hung aus. Dass in dieser Richtung eine Klinik lag, liegen sollte, war mir eigentlich unbekannt.<br \/>\nAber mein Beifahrer war ja schlie\u00dflich aus der City und musste es demnach auch viel besser wissen als ich. Zu protestieren, fiel mir daher auch noch \u00fcberhaupt nicht ein.-<\/p>\n<p>Nun machte ich eine Pause. Ich sah zu ihm hin und war gar nicht mal erschreckt oder auch nur erstaunt, nun auf einmal in ein pausb\u00e4ckiges Bubengesicht zu blicken. Vor Erregung ganz rot geworden, schien er nur begierig an meinen Lippen zu h\u00e4ngen.<\/p>\n<p>\u201eWie geschah der \u00dcberfall? Sag schon, war es dieser Schei\u00dfkerl, der dich mit einer Knarre bedrohte?\u201c<\/p>\n<p>Er hatte schon wieder seine Ank\u00fcndigung, nur zuh\u00f6ren zu wollen, vergessen, was mir aber gar nichts ausmachte.<\/p>\n<p>-Nein, ganz anders. Auf einmal kam der \u00c4thiopier ins Quatschen. Der, der noch zuvor mit versteinerter Miene neben mir gesessen hatte, plauderte ohne Unterlass auf mich ein. Einer seiner Cousins h\u00e4tte meine Frau, die Missis, ins Hospital gebracht und er w\u00fcrde irgendwo da vorne auf uns warten und uns zur Klinik begleiten.<br \/>\nIch hatte nichts dagegen. Der Kerl m\u00fcsste dann nur hinten auf den Pickup klettern, denn das Fahrzeug hatte nur die beiden, bereits von Wantabe und mir besetzten Pl\u00e4tze.<br \/>\nDass im Endeffekt ich es sein w\u00fcrde, der mit einem Sack \u00fcber dem Kopf und auf den R\u00fccken gebundenen Armen auf der Ladefl\u00e4che lag, w\u00e4re mir da doch \u00fcberhaupt noch nicht einmal im Traum eingefallen.-<\/p>\n<p>-Schau mir ins Gesicht, mein Kleiner, wenn du mal einen \u00fcberaus vertrauensseligen Trottel sehen willst!-<br \/>\n\u201eIch sehe dich als etwas ganz anderes an, als einen Trottel. Und ich bin jetzt auch nur darum hier, weil ich mir mein Bild von dir, nicht v\u00f6llig kaputt machen lassen will.\u201c<\/p>\n<p>Ich h\u00e4tte nun zum ersten Male meinen Vorteil als Befragter auskosten k\u00f6nnen und ihn zwingen, mir seinen Namen zu verraten. Ich tat es dennoch nicht und ich glaube sogar, schon da den wirklichen Grund seiner Neugierde und seinen Namen gekannt zu haben. Sollte mein, noch nur Verdacht, sich letztlich best\u00e4tigen, m\u00fcsste ich meine in langen Jahren der Bitternis und sogar wenigen Tagen der Triumphe gewachsene Weltensicht, noch einmal einer gr\u00fcndlichen \u00dcberarbeitung unterziehen.<\/p>\n<p>&#8211; Es ging dann auch sehr schnell! Mein Beifahrer zeigte auf einen, auf einem \u00d6lfass Sitzenden. Du musst wissen, dort wurden so die Fahrbahnr\u00e4nder markiert. Ich hielt direkt vor dem Kerl an.<br \/>\nDer, im Gegensatz zu Wantabe pechschwarz, trat \u00fcberaus freundlich an das Seitenfenster heran. Ich gab ihm das Zeichen, hinten aufzusitzen. Er ignorierte es und es kam nun zu einem kurzen Wortwechsel zwischen den Beiden, in einem mir bislang v\u00f6llig unbekannten Kauderwelsch.<br \/>\nNun kamen mir Zweifel und mich beschlich dieselbe Panik, die mich dann auch \u00fcber die n\u00e4chsten Monate hin meist vom Schlafen abhielt.<br \/>\nWas w\u00e4re, wenn das nun eine Falle w\u00e4re? Wenn ich Erpressern in die H\u00e4nde fiele? Was war mit Verena?-<\/p>\n<p>Ein sehr nachdenklich Scheinender stand nun am Fu\u00dfende meines Bettes. Ich sch\u00e4tzte ihn auf mindestens Mitte Zwanzig. Wie war ich eigentlich gewesen mit Mitte Zwanzig? K\u00f6nnte es da wohl eine \u00c4hnlichkeit mit diesem hier geben? Sprach ich vielleicht nur mit mir selber? Die ganze Zeit? Gab es so etwas verr\u00fccktes eigentlich?<\/p>\n<p>Nun gut, ich lag hier weil ich einen Unfall hatte. Irgendwer hatte meine Vorfahrt nicht beachtet und ich war mit dem Motorrad gest\u00fcrzt. Aber war das nun nicht auch schon Monate her?<br \/>\nUnd wann war das eigentlich? Das in \u00c4thiopien! Hatten beide Ereignisse irgendetwas mit einander zu tun? Gab es da irgendwelche Zusammenh\u00e4nge?<br \/>\nUnd wer war dieser junge Mann da? Mein verschollen geglaubtes Ich?<\/p>\n<p>Und was war es eigentlich, das mich und Verena dann endg\u00fcltig auseinander brachte? Mich immer wieder nach Afrika und Arabien zur\u00fcck holte? Verena schlie\u00dflich zur erfolgreichen Reiseschriftstellerin werden lie\u00df und mich dagegen beinahe in die tiefste Depression bef\u00f6rderte?<\/p>\n<p>-Aber, bitte, gib mir Zeit mich zu finden, mein Lieber. Ich muss nur noch ein wenig Kraft sammeln.-<br \/>\nBeinahe gn\u00e4dig nickte er nur.<\/p>\n<p>-Wischnewski war es dann! Ben Wisch, wie von den Arabern und Medien so benannt. Der stand auf einmal vor meiner verschimmelten Pritsche und versuchte \u00e4u\u00dferst lebhaft, mir ein Gespr\u00e4ch auf zu zwingen. Ein Gentlemangesicht, versteckt hinter einer riesigen Brille!-<\/p>\n<p>\u201eHerr Weller! Sind Sie der Deutsche Staatsb\u00fcrger Joseph Weller? Wir holen Sie hier raus! Ihrer Frau geht es gut. Sie ist schon seit Stunden in der Deutschen Botschaft in Mogadischu. Wir haben nun durch einen sehr gl\u00fccklichen Zufall von ihrer beiden Gef\u00e4ngnisse in Somalia erfahren. Die hiesigen Beh\u00f6rden haben sich wirklich vorbildlich verhalten. Wir haben allen Grund, dem Staatspr\u00e4sidenten zu danken. Denken Sie bitte immer daran! Er m\u00f6chte Sie beide bei sich zuhause empfangen.\u201c<\/p>\n<p>Mogadischu? Wie war ich nach Mogadischu gekommen?<\/p>\n<p>\u201eMogadischu? Sie sagen, ich bin in Somalia? Ich bin&#8230;, ich war Deutscher Entwicklungshelfer in Adis Abeba. Und ich wurde vor Monaten dort entf\u00fchrt. Welches Datum haben wir? Und warum meine Frau? Die ist doch schon so lange wieder in Frankfurt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir sind hier in Somalia. Die \u00c4thiopier haben, soviel steht fest, Sie beiden nach Somalia verkauft. Sofort nach ihrer Entf\u00fchrung hatte es wohl Streit unter den Entf\u00fchrern gegeben. Eine linke Gruppe, die sich ein Zubrot durch Entf\u00fchrungen erhofft hatte und wohl Erithr\u00e4ische Separatisten unterst\u00fctzte. K\u00f6nnen Sie aufstehen Joseph? Was macht Ihre Operationsnarbe? Wir haben erfahren, sie sind am Blinddarm operiert worden. Sie seien sehr tapfer gewesen, sagen die Offiziellen hier. Sie sehen, man wei\u00df hier sehr gut Bescheid.\u201c<br \/>\n\u201eWarum solange? Warum hat das alles hier solange gedauert. Sagen Sie mir bitte, warum so lange?\u201c<br \/>\n\u201eHerr Weller, was hei\u00dft schon so lange in Afrika? Hier ticken die Uhren doch ganz anders.\u201c<\/p>\n<p>-Der Kerl, den ich damals noch f\u00fcr einen der typischen Aufschneider im diplomatischen Dienst des Bonner Au\u00dfenamtes gehalten hatte, konnte wohl gar nicht anders, als seinen Gedanken einfach immer weiter freien Lauf zu lassen. Mir, jedoch ging er damit ganz f\u00fcrchterlich auf die Nerven. Ich glaube, dass du das sogar verstehen willst, mein junger Freund.-<\/p>\n<p>Da waren sie wieder, die vor innerer Erregung ger\u00f6teten Wangen. Nun, allerdings in dem Gesicht eines wohl schon \u00fcber Sechzigj\u00e4hrigen. Was, zum Teufel, ging hier mit mir vor?<\/p>\n<p>-Hinter der \u00d6ltonne hatte der Schwager Wantabes, eine AK 47 stehen. Und unversehens blickte ich nun in einen M\u00fcndungsfeuerd\u00e4mpfer und mir brach, diesmal nicht der Hitze wegen, der kalte Angstschwei\u00df aus. Du musst wissen, trotz meiner Bundeswehr-Dienstzeit bei den Fallschirmj\u00e4gern hatte ich meinen Respekt vor Feuerwaffen nie ganz verloren. Ob das charakteristische Magazin voll war, die Waffe gar durchgeladen und entsichert, wollte ich da schon gar nicht mehr wissen. Ich konnte nur noch an Verena denken. Diese Hiobsbotschaft mit ihrem h\u00e4uslichen Unfall war wohl hoffentlich doch nur fingiert, um mich hierher zu locken. Na gut, sollten sie mit mir machen was sie wollten. Hauptsache war doch, dass sie Verena nichts B\u00f6ses antaten.-<\/p>\n<p>\u201eSie waren nun \u00fcber neun Monate in der Hand Ihrer Entf\u00fchrer.\u201c<br \/>\n-Ben Wisch sa\u00df neben mir in dem Kleinbus der Botschaft. Ein GSG 9 Mann auf dem Beifahrersitz und am Steuer ein etwas \u00e4lterer Beamter des Pullacher Bundesnachrichten-Dienstes. Ich f\u00fchlte mich wie ger\u00e4dert.-<\/p>\n<p>-Vor etwa zwei Wochen hatte es angefangen. Erst ein Ziehen, sp\u00e4ter dann Schmerzen. \u00dcbelkeit bis zum Erbrechen.<br \/>\nIch hatte es zun\u00e4chst auf das Essen geschoben. Du wei\u00dft ja noch, vergammeltes Kamel!-<br \/>\n\u201eJa, erz\u00e4hl, wie war das mit dem toten Kamel?\u201c<\/p>\n<p>-Ach wei\u00dft du, das war gar nicht so spektakul\u00e4r. Wir, Verena, Hans-J\u00fcrgen Wischnewski, ich, der Mann vom Stern und der Mann vom BND haben dann am n\u00e4chsten Tag, direkt nach dem Foto-Termin beim Staats-Pr\u00e4sidenten, mehr war es ja dann auch nicht, einen Marktbummel gemacht.<br \/>\nDer BND-Mann lachte, als er auf die in der Sonne gammelnden gro\u00dfen Fleischst\u00fccke zeigte und meinte, dass wir beide unser \u00dcberleben wohl nur dieser K\u00f6stlichkeit verdankten. Typisch harter Knochen von einem Agenten, meinte er dann auch noch, wir h\u00e4tten uns zumindest doch noch das Rezept geben lassen sollen.<br \/>\nW\u00e4re ich wirklich schon von der Notoperation in meinem Gef\u00e4ngnis ganz genesen gewesen, h\u00e4tte ich ihm unbedingt eine rein gehauen.<br \/>\nWahrscheinlich aber war er gar nicht so kaltschn\u00e4uzig wie tat, sondern wollte Verena und mich nur ein wenig aufheitern. Auf seine ganz eigene und \u00fcberaus zynische Art.<br \/>\nDen Kerl habe ich dann noch einige Male wieder gesehen. Zuletzt in unserem neuen Domizil in Konstanz. Bei den zahllosen Vernehmungen durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Staatsschutz. Verena war dann aber schon sehr bald ausgezogen.-<\/p>\n<p>-Der Arzt war es dann wohl, der den entscheidenden Hinweis gab.<br \/>\nIrgendwer war auf einmal in die Deutsche Botschaft in Mogadischu marschiert und hatte ausgepackt. Die Bundesregierung soll dabei aber keinerlei L\u00f6segeld gezahlt haben, so die offizielle Auskunft.<br \/>\nMeine Chefs in Bonn hatten dann aber ganz andere Informationen erhalten. Mangels schwarzer Kassen im Au\u00dfenamt, wurden dann doch irgendwelche wilden Umbuchungen zu Lasten der Entwicklungshilfe publik. Zu der Zeit wurden Entf\u00fchrungen von Entwicklungshelfern zu einem gut florierenden Gesch\u00e4ftsfeld in Afrika und dem Nahen Osten. Der Spiegel machte dann nat\u00fcrlich auch sofort daraus eine Titelstory.-<\/p>\n<p>\u201eErz\u00e4hl von Verena! Wie hat sie ihr Kind verloren? Was hatten die Schweine ihr angetan?\u201c<\/p>\n<p>-Sie hat nie dar\u00fcber gesprochen, jedenfalls nicht mit mir. Sp\u00e4ter dann. Sie war gerade aus Thailand zur\u00fcck, ihre erste gro\u00dfe Reisereportage f\u00fcr GEO, der Artikel in der ZEIT. Hier nun erfuhr ich erst von ihren Leiden.-<\/p>\n<p>Ein sehr nachdenklicher etwa Vierzigj\u00e4hriger blickte erwartungsvoll auf meine Lippen. Ich brauchte noch etwas Zeit, nur um die richtigen Worte zu finden.<\/p>\n<p>-Sie war auf die gleiche Story wie ich hereingefallen. Es h\u00e4tte einen Unfall gegeben. Ein Mann stand vor dem Tor. Ich h\u00e4tte ein Taxi geschickt, um sie abzuholen.<br \/>\nSo wie sie war, ohne irgendwem Nachricht zu geben, war sie einfach eingestiegen. Ihre K\u00fcchenhilfe, die etwas zu sp\u00e4t gekommen war, hatte sogar noch den Wagen wegfahren sehen. Sie hat dann allerdings erst am Abend Alarm geschlagen. Du musst wissen, auch wenn wir nur zu zweit waren, hielten wir ein wenig Personal im Hause f\u00fcr \u00fcberaus angebracht. Und diese junge Frau mit nicht weniger als sechs Kindern, war froh bei uns zu arbeiten. Und Verena war nat\u00fcrlich auch sehr froh, von ihr eine ganze Menge \u00fcber Land und Leute zu erfahren. Und ich sah in den Einheimischen auch noch so etwas, wie eine gute Versicherung.-<\/p>\n<p>\u201eUnd das Kind? Du wusstest es ja seit diesem Morgen, sie war schwanger.\u201c<\/p>\n<p>-Der Fahrer fuhr mit ihr zu einem Lagerhaus. Dort wurde sie sehr energisch zum Aussteigen ermuntert. Einige Frauen warteten schon auf sie. Genauso wie ich, wurde sie gefesselt und geknebelt, mit einem Sack \u00fcber dem Kopf auf die Pritsche eines Autos geworfen. Nach zwei Wochen in einem Drecksloch ging es \u00fcber Tage in Richtung Osten, wie wir erst Monate sp\u00e4ter erfahren haben. Unsere Gef\u00e4ngnisse lagen nur wenige hundert Meter auseinander. Die Frauen, die sie bewachten waren wirklich nicht sehr nett zu ihr.<br \/>\nIrgendwann, Verena hatte fr\u00fcher Judo gemacht, war es zum Streit gekommen. Ein zweites Weib war dem ersten, laut schreienden zur Hilfe gekommen. Das, um Verenas Klammergriff abzuwehren, hatte ihr in den Unterleib getreten. In der folgenden Nacht war es dann zu Blutungen gekommen, die nicht mehr versiegen wollten. Die beiden Weiber, die, die ihr noch zuerst ein paar schmutzige Lumpen f\u00fcr die Blutung hingeworfen hatten, waren dann auf einmal sehr freundlich. Sie schienen erst jetzt sehr um sie bem\u00fcht. Sie bekam einige Tees und eine seltsam schmeckende Paste.<br \/>\nDann, Tage sp\u00e4ter, \u00e4nderte sich das Bild. Ein finsterer Typ war aufgetaucht.-<\/p>\n<p>-Dieser f\u00fchrte sie dann aus dem Lehmziegelhaus an eine Mauer. Sie solle ganz genau lauschen. Das, was sie nun h\u00f6re, k\u00f6nnte ihr genauso geschehen. Sie horchte und was sie h\u00f6rte, warf sie dann um. Auf der anderen Seite der Ziegelmauer bellte eine Kalaschnikow los.-<\/p>\n<p>\u201eDein Mann war genauso st\u00f6rrisch wie du. Wir mussten ihn bestrafen!\u201c sagte er in flie\u00dfendem Deutsch.<br \/>\n-Sp\u00e4ter konnte ich von dem BND-ler erfahren, dass dieser Kerl 15 Jahre lang in Bremen gelebt und als Koch gearbeitet hatte. Er konnte vom Somalischen Geheimdienst ganz klar identifiziert werden. So wie diese Weiber auch.<br \/>\nIn der Nacht kamen die Blutungen einem Wasserfall nicht ganz un\u00e4hnlich wieder. Verena hatte geglaubt, dass ich es war, der hinter der Mauer erschossen wurde.-<\/p>\n<p>Der nun etwa Vierzigj\u00e4hrige legte seine Stirn in tiefe Falten. Ich konnte sehen, wie schwer er atmete. Schwei\u00dftropfen gl\u00e4nzten auf seiner Haut. Er griff nach einem Stuhl, nahm Platz. \u201eErst jetzt?\u201c,dachte ich mir.<\/p>\n<p>\u201eHierdurch verlor sie das Kind?\u201c<\/p>\n<p>Keine Frage war es, eher eine Antwort. Seine Antwort auf meine Frage, wer er sei und wie sein Name.<\/p>\n<p>\u201eSie verlor ihr Kind, &#8230;also mich.\u201c Auch hier wieder, keine Frage, eine Antwort.<\/p>\n<p>-Du bist?- Das nun war meine Frage.<\/p>\n<p>\u201eLukasz!\u201c<\/p>\n<p>* * *<\/p>\n<p>Licht durchflutete mich. Der dicke Pfleger leuchtete mir mit einer sehr starken Taschenlampe direkt in die Pupillen.<br \/>\n\u201eDie Reflexe sind gut. Wir k\u00f6nnen ihn nach oben bringen. Es sieht alles sehr gut aus. Herr Weller, h\u00f6ren Sie mich? Sie k\u00f6nnen nun ruhig aufwachen. Sie haben die Operation gut \u00fcberstanden. Ihre Frau wartet schon oben auf Sie. Nicht erschrecken, wir bringen Sie auf die Station. Ihre Tochter ist auch da.\u201c<\/p>\n<p>Brigitte, meine zweite Frau und Julia, mein Kind.<\/p>\n<p>-Ach ja, Ben Wisch! Bis zu seinem Tod vor ein paar Jahren, kam immer zum Jahrestag unserer Befreiung ein Geburtstagsgl\u00fcckwunsch aus Bonn!-<\/p>\n<p>Alfa Sierra<b> 11.M\u00e4rz 2013<\/b> chefschlumpf (nach einer wahren Begebenheit)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er mag schon l&auml;nger als eine Stunde da gestanden haben. 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