{"id":1513,"date":"2010-03-10T18:16:29","date_gmt":"2010-03-10T17:16:29","guid":{"rendered":"http:\/\/bohnenzeitung.com\/wp\/?p=1513"},"modified":"2010-03-10T18:16:29","modified_gmt":"2010-03-10T17:16:29","slug":"verrat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/verrat\/","title":{"rendered":"Verrat"},"content":{"rendered":"<p>Lisbeth r\u00e4umte den Geschirrsp\u00fcler aus.<br \/>\nEs war wieder sp\u00e4t geworden heute\u2026<br \/>\nWann kommst du Liebes?<br \/>\nDie Stimme ihres Mannes t\u00f6nte aus dem Bad.<br \/>\nSven klang liebevoll und etwas m\u00fcde.<br \/>\nAber er l\u00e4chelte als er zu ihr trat.<br \/>\nDas Badetuch um die H\u00fcften gewunden.<br \/>\nK\u00fcsste sie z\u00e4rtlich in den Nacken.<br \/>\nDu siehst besonders h\u00fcbsch aus heute.<br \/>\nWei\u00df du das?<br \/>\nIch liebe dich!<br \/>\nLisbeth f\u00fchlte seine H\u00e4nde auf ihren Br\u00fcsten.<br \/>\nSchloss die Augen.<br \/>\nUnd h\u00f6rte pl\u00f6tzlich Mike.<br \/>\nMike in Bad Hofgastein.<br \/>\nUnd wie er sagte.<br \/>\nEs geht nicht.<br \/>\nIch kann nicht.<br \/>\nWegen der Kinder.<br \/>\nAber ist es nicht eigentlich egal?<br \/>\nWir haben uns.<br \/>\nZum Teufel mit unseren Familien.<br \/>\nWir haben uns.<br \/>\nUnd es kann immer so sch\u00f6n weitergehen.<br \/>\nWie bisher\u2026<\/p>\n<p>Lisbeth riss sich aus der Szene in ihrem Kopf.<br \/>\nSven kn\u00f6pfte gerade ihre Bluse auf.<br \/>\nBegann sie zu k\u00fcssen.<br \/>\nDr\u00e4ngend.<br \/>\nSeine Zunge spielte mit ihrem Ohrl\u00e4ppchen.<br \/>\nUnd seine Stimme klang rau.<br \/>\nIch will dich, Lisbeth.<br \/>\nIch will dich.<br \/>\nKomm\u2026<br \/>\nLisbeth erwiderte seinen Kuss.<br \/>\nFast etwas mechanisch.<br \/>\nAber sie konnte Sven nicht immer hinhalten.<br \/>\nSich nicht ewig verweigern.<br \/>\nObwohl sie keine Lust hatte mit ihm zu schlafen.<br \/>\nKein bisschen.<br \/>\nSie hatte Sven gern.<br \/>\nSie hing an ihm.<br \/>\nNach \u00fcber achtzehn gemeinsamen Jahren.<br \/>\nDrei Kindern.<br \/>\nAber sie hatte sich weiterentwickelt.<br \/>\nUnd sie liebte Sven nicht mehr.<br \/>\nSexuell war er nicht mehr anziehend f\u00fcr sie.<br \/>\nAber das durfte sie ihm nicht zeigen\u2026<br \/>\nUnd darum lie\u00df sie ihren Rock zu Boden gleiten.<br \/>\nUnd \u00f6ffnete ihre Schenkel f\u00fcr Sven.<br \/>\nDer ihren K\u00f6rper wild zu k\u00fcssen begann.<br \/>\nLiebestrunken.<br \/>\nUnd laut st\u00f6hnte als er in sie eindrang.<br \/>\nUnd Lisbeth empfand nichts.<br \/>\nSie sah nur das Gesicht von Mike vor sich.<br \/>\nMike mit seinem Charme.<br \/>\nDer eine unglaubliche Leidenschaft in ihr wecken konnte.<br \/>\nNie hatte sie geahnt, dass er sie so verzaubern k\u00f6nnte\u2026<\/p>\n<p>Am Morgen schmerzte Lisbeths Nacken.<br \/>\nSie wusste nicht warum.<br \/>\nSven tr\u00e4llerte schon in der K\u00fcche.<br \/>\nEr war gut gelaunt.<br \/>\nNein, er hatte sicher nichts gemerkt.<br \/>\nGar nichts.<br \/>\nEr nahm sie in den Arm.<br \/>\nSummte verliebt ein Lied.<br \/>\nUnd schob ihren Rock hoch.<br \/>\nDer J\u00fcngste \u00f6ffnete die K\u00fcchent\u00fcr.<br \/>\nBeobachtete die Szene mit gro\u00dfen Augen.<br \/>\nMinuten sp\u00e4ter sa\u00dfen die drei korrekt am Tisch.<br \/>\nLisbeth trank Tee.<br \/>\nLangsam.<br \/>\nUnd konzentriert.<br \/>\nDer Toast schmeckt schon etwas hart.<br \/>\nSven k\u00fcsste sie zum Abschied.<br \/>\nEr sah sehr gl\u00fccklich aus\u2026<br \/>\nLisbeth nickte ihm zu.<br \/>\nSven brachte den Buben auch zur Schule.<br \/>\nLisbeth stand auf.<br \/>\nSchaltete den Computer ein.<br \/>\nHier war noch die eine Email von Mike.<br \/>\nSie las sie noch einmal durch.<br \/>\nUnd sp\u00fcrte die Wut in sich aufsteigen\u2026<br \/>\nDu benimmst dich kindisch.<br \/>\nGanz und gar.<br \/>\nWas ist falsch daran?<br \/>\nEinfach weiter machen wie bisher tut keinem weh!<br \/>\nUnd niemand ahnt etwas!<br \/>\nAber du?<br \/>\nDu willst wieder alles!<br \/>\nDir ist das zu wenig!<br \/>\nMelde dich bei mir.<br \/>\nWenn du Vernunft angenommen hast!<\/p>\n<p>Lisbeth l\u00f6schte die Mail.<br \/>\nDas war vor vierzehn Tagen gewesen.<br \/>\nKurz zuvor war sie in Bad Hofgastein gewesen.<br \/>\nAngeblich um sich ein paar Tage zu erholen.<br \/>\nIn Wirklichkeit wollte sie Mike treffen.<br \/>\nIhren Geliebten seit \u00fcber zwei Jahren.<br \/>\nWie sie verheiratet.<br \/>\nUnd zwei Kinder hatte er auch.<br \/>\nSie hatten sich hier getroffen.<br \/>\nUm ihre Familien zu verlassen.<br \/>\nUm gemeinsam neu zu beginnen.<br \/>\nAlles minuti\u00f6s geplant.<br \/>\nZumindest von ihrer Seite.<br \/>\nAber Mike hatte sie verraten\u2026<br \/>\nUnd wenn sie ehrlich zu sich selbst war\u2026<br \/>\nEr hatte nie vorgehabt seine Frau zu verlassen.<br \/>\nDie Kinder schob er nur vor\u2026<br \/>\nLisbeth wischte ein paar Tr\u00e4nen weg.<br \/>\nSie hatte auf ihn gebaut.<br \/>\nSie hatte ihn geliebt.<br \/>\nUnd er hatte sie eiskalt verraten\u2026<\/p>\n<p>Vorgestern hatte Mike dann selber angerufen.<br \/>\nIn ihr eisiges Schweigen hinein.<br \/>\nWas ist?<br \/>\nSeine Stimme klang ganz z\u00e4rtlich.<br \/>\nWillst du mich nicht sehen?<br \/>\nDu brauchst mich doch.<br \/>\nGib es zu\u2026<br \/>\nIch gebe dir alles nachdem du dich sehnst&#8230;<br \/>\nSie hatte einfach aufgelegt.<br \/>\nSeltsam.<br \/>\nSeit Bad Hofgastein sah sie ihn ganz anders.<br \/>\nSie durchschaute ihn.<br \/>\nEr warf ihr Selbstsucht vor.<br \/>\nUnd war doch der einzig Selbsts\u00fcchtige\u2026<br \/>\nKein Gedanke daran sein bequemes Leben aufzugeben.<br \/>\nGanz egal was sie leiden w\u00fcrde deswegen.<br \/>\nSie w\u00fcrde sich beruhigen\u2026<br \/>\nJa, sie kannte Mike sehr gut.<br \/>\nSie wusste was er dachte und f\u00fchlte.<br \/>\nAber sie w\u00fcrde sich nicht beruhigen.<br \/>\nDiesen Verrat konnte sie ihm nicht vergeben\u2026<\/p>\n<p>Vivienne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lisbeth r&auml;umte den Geschirrsp&uuml;ler aus. 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