{"id":17642,"date":"2005-01-16T16:06:23","date_gmt":"2005-01-16T16:06:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/2005\/01\/neue-bohnen-zeitung-31\/"},"modified":"2022-10-03T16:25:57","modified_gmt":"2022-10-03T14:25:57","slug":"neue-bohnen-zeitung-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/neue-bohnen-zeitung-31\/","title":{"rendered":"Neue Bohnen Zeitung"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>                              <br \/>               ROCK- UND POP-LEXIKON<br \/>                              von                                                            <a href=\"mailto:vivienne@bohnenzeitung.com\">               Vivienne<\/a>\u00a0                &#8211;\u00a0 Dezember 2004<\/strong><\/p>\n<hr\/>\n<p><strong>                              <br \/>Bryan Ferry und Roxy Music<\/strong><\/p>\n<p>                              Schillernd und schr\u00e4g wie wenige Vertreter der Glamrock-Bewegung                sind die britischen Roxy Music unter ihrem Kopf Bryan Ferry bis                heute allen echten Musikfans ein Begriff. Wobei man beachten muss,                dass im Grunde die britische Band mit ihrer Musikmischung aus                Avantgarde-Rock der sp\u00e4ten 60er Jahre und poppigen Hooklines sogar                als Vorreiter und Ideengeber des Genres gelten m\u00fcsste. Aber wie                fing alles an? Nachdem der unorthodoxe Kunstlehrer Bryan Ferry                1970 begann seinen Unterricht in musikalische Aufnahmesessions                umzugestalten, setzt ihn die Schulleitung erstmal vor die T\u00fcr.               <\/p>\n<p>               <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-content\/uploads\/32505401.jpg\"\/>\u00a0               <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-content\/uploads\/BryanFerry1.jpg\"\/><\/p>\n<p>                              Ferry lie\u00df sich davon nicht entmutigen und gr\u00fcndete daraufhin                seine eigene Band. Ein Jahr nach den ersten musikalischen                Gehversuchen von Ferry, dem Bassisten Simpson und dem                Saxophonisten Mackay, stie\u00df als letzter der Synthie-Fan Brian Eno,                ein Freund von Mackay, zur Band, wie Ferry ein kreativer Sturkopf.                Ein gelungenes Konglumerat kreativer K\u00f6pfe, das schon bald erste                Erfolge einheimsen sollte. <\/p>\n<p>                              W\u00e4hrend Songwriter Ferry &#8211; \u0084eitel wie H\u00f6lle\u0093                (Zitat Stefanie T\u00fccking von \u0084Formel 1\u0093) &#8211; amerikanischem               Soul und den Harmonien der               Beatles verfallen war, dr\u00e4ngte Eno zu                einer eigenen Entwicklung des Rock-Experimentalismus \u00e0 la               Velvet Underground. Diese ungew\u00f6hnliche                wie genial-interessante Mischung hatte das hoch gelobte Deb\u00fctalbum                zum Resultat. Mit der Single &#8222;Virginia Plain&#8220; galten sie als die                hei\u00dfesten Newcomer und durften 1972 schon mit               Jethro Tull auf Tour gehen und ihre Fans                life begeistern.<\/p>\n<p>                              Anders als herk\u00f6mmliche Rock-Acts in den 70ern legten Roxy Music                von Anfang an gesteigerten Wert auf Sch\u00f6nheit, Style und \u00c4sthetik.                S\u00e4nger Ferrys Background als Kunstlehrer zeigte sich sowohl in den                schr\u00e4gen Showkost\u00fcmen als auch in den Videos oder auch auf den                Plattencovern. Dort durfte man n\u00e4mlich meistens sch\u00f6ne Frauen                bewundern. Auf &#8222;Siren&#8220; etwa r\u00e4kelte sich Top-Modell Jerry Hall,                damals noch Bryan Ferrys Freundin. (Sp\u00e4ter wechselte die Sch\u00f6ne                bekannterma\u00dfen zu Mr. Gro\u00dflippe Mick Jagger \u00fcber, hatte vier                Kinder mit ihm bis auch diese Beziehung vor einigen Jahren wegen                eines brasilianischen Girlies scheiterte.). <\/p>\n<p>                              Aber zur\u00fcck zu Bryan Ferry und Roxy Music:                Ferrys dandyhaftes, charismatisches Auftreten gepaart mit seinen                romantisch-verkl\u00e4rten, ironischen Texten wurde von den eigenen                Landsleute bejubelt, konnte die \u00a0Amis jedoch nicht wirklich                begeistern. Au\u00dfer \u0084Love is the Drug\u0093 (auf magerer 34. Position)                schaffte kein Song mehr von Roxy Music den Sprung in die US Bill                Board Charts. Zuvor aber, 1973 aber gab es ernste Zwistigkeiten                unter den Bandmitgliedern. Brian Eno verlie\u00df die Band nach dem                zweiten Album im Streit und begann an einer Solokarriere zu                basteln. Von dem Zeitpunkt an arbeitete er an zahllosen Projekten,                produzierte etwa Alben von David               Bowie und den Talking Heads. 1975                gr\u00fcndete er sein eigenes Plattenlabel.<\/p>\n<p>                              Roxy Music machte unbeirrt weiter. Mitte der                70er schlichen sich               Disco-Elemente in den bandtypischen                Soul-Pop, der auch endlich den Song &#8222;Love Is The Drug&#8220; in Amerikas                in die Hitlisten hievte. Zwischendurch dr\u00e4ngte es Ferry best\u00e4ndig                nach Eigeninszenierung, in dem er Soloalben ver\u00f6ffentlichte. Dabei                covert er immer wieder Songs seiner Lieblingss\u00e4nger (so John                Lennon und sein \u0084Jealous Guy\u0093). Der Erfolg von Roxy Music litt                darunter keineswegs, &#8222;Flesh And Blood&#8220; toppte 1980 die UK-Charts.                &#8222;Avalon&#8220;, mit der gleichnamigen Hitsingle, verkauft sich in den                USA immerhin auch eine Million Mal.                <\/p>\n<p>                              Roxy Music waren damit am H\u00f6hepunkt ihres                Erfolges. Ferry wollte daraufhin mit der Band nicht mehr                weitermachen und l\u00f6ste diese auf. Anfang der 80er st\u00fcrmen in Folge                Roxy Music-beeinflusste englische Bands wie               Duran Duran oder ABC die Charts. Bryan                Ferry ver\u00f6ffentlichte seit dem Ende von Roxy Music immer wieder                mehr oder weniger interessante Soloalben, wobei das 1999er Werk                &#8222;As Time Goes By&#8220; besonders hervorzuheben ist. Er coverte darauf                Klassiker der 30er Jahre auf seine geniale Art und Weise. Sein                ehemaliger Weggef\u00e4hrte Eno profilierte sich hingegen in den                letzten 20 Jahren als Top-Produzent, etwa auch von U2.<\/p>\n<p>                              <a href=\"mailto:vivienne@bohnenzeitung.com?subject=Leserbrief\">               Vivienne<\/a><\/p>\n<p>\u00a0        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ROCK- UND POP-LEXIKON von Vivienne&nbsp; &ndash;&nbsp; Dezember 2004 Bryan Ferry und Roxy Music Schillernd und schr&auml;g wie wenige Vertreter der &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Neue Bohnen Zeitung\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/neue-bohnen-zeitung-31\/#more-17642\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Neue Bohnen Zeitung\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28639,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[71],"tags":[],"class_list":["post-17642","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-rock-und-pop-lexikon","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50","resize-featured-image"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17642","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17642"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17642\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":32588,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17642\/revisions\/32588"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17642"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17642"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17642"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}