{"id":18363,"date":"2005-01-17T13:40:35","date_gmt":"2005-01-17T13:40:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/2005\/01\/neue-bohnen-zeitung-282\/"},"modified":"2022-10-04T05:00:32","modified_gmt":"2022-10-04T03:00:32","slug":"neue-bohnen-zeitung-282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/neue-bohnen-zeitung-282\/","title":{"rendered":"Neue Bohnen Zeitung"},"content":{"rendered":"\n<p>               <strong>               <br \/>                              von                                                            <a href=\"mailto:vivienne@bohnenzeitung.com\">               Vivienne<\/a>\u00a0                &#8211;\u00a0 J\u00e4nner 2005<\/strong><\/p>\n<hr\/>\n<p><strong>                              <br \/>In einem geeinten Europa<br \/>               Teil 2<\/strong><\/p>\n<p>                              Lassen Sie mich, liebe Leser, kurz rekapitulieren (Lesen Sie f\u00fcr                Details der Geschichte in                              Teil1 nach!): rund drei Wochen                vor Weihnachten berichtete ich Ihnen von dem H\u00fcrdenparcourt,                aufgestellt von unserer Post und PSK in \u00d6sterreich, der es mir                \u00e4u\u00dferst schwierig und umst\u00e4ndlich gemacht hatte, einen Kalender                und ein Buch des gro\u00dfen Fotographen Klaus Ender \u00fcber Grenzen                hinweg, die im Grunde keine mehr sein sollten, zu bestellen. Da                Herr Ender mit seiner Familie in Deutschland lebt, war ich                gezwungen \u00fcber Vorauskasse den Betrag f\u00fcr beide Artikel                einzubezahlen. Und da es wohl zu einfach gewesen w\u00e4re, simpel auf                die Kontonummer Enders zu \u00fcberweisen, musste ich IBAN und BIC                ausfindig machen. <\/p>\n<p>                              Durch einen Ziffernsturz, der der Postbeamtin in meiner Gemeinde                unterlaufen war, und von dem ich \u00fcberdies erst mit einer Woche                Versp\u00e4tung erfuhr, geriet ich \u0096 abgesehen von dem ganzen \u00c4rger &#8211;                ziemlich unter Zeitdruck. Nur mehr zwei Kalender von Herrn Ender                waren lieferbar, und Weihnachten r\u00fcckte immer n\u00e4her\u0085 Zwei Tage                nach dieser unerfreulichen Nachricht begab ich mich nach dem                Wochenende in das dritte Postamt, gelegen in der Linzer Domgasse.                Alle guten Dinge sind drei? Anscheinend doch, denn der Beamte                t\u00e4tigte die \u00dcberweisung nicht nur unkompliziert sondern auch                fehlerfrei. Schon zwei (!) Tage sp\u00e4ter wurde mir auf dem Postweg                die erfolgreiche \u00dcberweisung best\u00e4tigt und noch einmal zwei Tage                sp\u00e4ter verst\u00e4ndigte mich auch Herr Ender pers\u00f6nlich!<\/p>\n<p>                              Der Betrag war auf seinem Konto eingegangen, seine Frau h\u00e4tte noch                am selben Nachmittag das Paket aufgegeben, damit ich es doch noch                vor Weihnachten erhalten k\u00f6nnte. Ich freute mich sehr. Die                Hoffnung auf ein kleines Vorweihnachtsgeschenk war allerdings sehr                tr\u00fcgerisch \u0096 sie erf\u00fcllte sich n\u00e4mlich nicht. Mein Gesicht wurde                in den Tagen vor Weihnachten immer l\u00e4nger, wenn ich mich nach der                Post erkundigte und da Heilig Abend selber nur mehr dringende                Briefe und Pakte zugestellt werden, starb der Traum am 23.                Dezember im Glatteis: wegen der rutschigen Stra\u00dfen bekamen wir                n\u00e4mlich \u00fcberhaupt keinen Besuch von unserer Postbotin.<\/p>\n<p>                              Sonntag nach Weihnachten fuhr ich in den Urlaub. Bisweilen dachte                ich im fernen Istanbul immer wieder an mein Paket, und ich begann                mich auch mit der M\u00f6glichkeit, dass mein Paket \u00fcberhaupt verloren                gegangen sein k\u00f6nnte, auseinanderzusetzen. Bei meinem Gl\u00fcck (?)&#8230;                Allerdings waren diese \u00dcberlegungen dann doch zu pessimistisch                gewesen. Donnerstagabend kehrte ich aus der T\u00fcrkei wieder zur\u00fcck,                und da lag mein Packerl schon im Wohnzimmer auf dem Tisch. Ich war                begeistert, nicht nur wegen der herrlichen Fotos und der                pers\u00f6nlichen Widmung von Herrn Ender. Meine \u0084Mission\u0093 war endlich                erf\u00fcllt, auf Umwegen und nicht ohne \u00c4rger, aber immerhin: ich                hatte den Kalender und das Buch tats\u00e4chlich noch vor dem\u00a0 Neuen                Jahr erhalten.<\/p>\n<p>                              Der lange Postweg erkl\u00e4rt sich wohl durch die (vor)weihnachtliche                \u00dcberlastung der Post, die will ich grunds\u00e4tzlich auch niemandem                anlasten. Trotzdem w\u00e4ren wohl eine kr\u00e4ftige Brieftaube oder ein                Kurierreiter um einiges schneller mit meinem Paket unterwegs                gewesen, und\u00a0 h\u00e4tte ich Herrn Ender den f\u00e4lligen Betrag von 30                Euro auf mein Risiko einfach in einem einfachen Brief (in                Scheinen) geschickt, h\u00e4tte sich diese normale wie harmlose                Bestellung nicht zur beinahe \u0084unendlichen\u0093 Geschichte entwickelt.                Kann man, darf man, unabh\u00e4ngig davon, von welchem Bankinstitut in                \u00d6sterreich man eine derartige \u0084Transaktion\u0093 t\u00e4tigt, seinen Kunden                ein derart langwieriges Procedere zumuten?<\/p>\n<p>                              Ich denke nicht. Diese Vorgangsweise ist unw\u00fcrdig der Technologien                des 21. Jahrhunderts, in dem man Mails, Faxe und SMS binnen                Sekunden versenden kann. Ebenso schnell m\u00fcsste normalerweise eine                Buchung von einem Konto aufs andere m\u00f6glich sein \u0096 und sofort                \u00fcberpr\u00fcfbar. Im Inland wie im Ausland. Aber da geht es wohl um zu                viel Geld. Geld, das sich die Banken nicht entgehen lassen wollen,                und dessentwegen auch (halb und halb inoffiziell) untereinander                Absprachen get\u00e4tigt werden \u0096 damit der fette Kuchen erhalten                bleibt. Einem geeinten Europa (scheinbar) ohne Grenzen zum Trotz!<\/p>\n<p>               <a href=\"mailto:vivienne@bohnenzeitung.com?subject=Leserbrief\">                                             Vivienne<\/a><\/p>\n<p>               Link:                           Alle            Beitr\u00e4ge von Vivienne<\/p>\n<p>\u00a0        <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Vivienne&nbsp; &ndash;&nbsp; J&auml;nner 2005 In einem geeinten Europa Teil 2 Lassen Sie mich, liebe Leser, kurz rekapitulieren (Lesen Sie &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"Neue Bohnen Zeitung\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/neue-bohnen-zeitung-282\/#more-18363\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber Neue Bohnen Zeitung\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28639,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-18363","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kritisch-betrachtet","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50","resize-featured-image"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18363"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34641,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18363\/revisions\/34641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}