{"id":18389,"date":"2005-01-17T13:40:35","date_gmt":"2005-01-17T13:40:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bohnenzeitung.com\/2005\/01\/bohnenzeitung-com-157\/"},"modified":"2022-10-04T04:59:01","modified_gmt":"2022-10-04T02:59:01","slug":"bohnenzeitung-com-157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/bohnenzeitung-com-157\/","title":{"rendered":"bohnenzeitung.com"},"content":{"rendered":"<p>      <b>     \u00a0<a href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\">Home<\/a>     Kolumnen          Kritisch betrachtet<\/b>        <\/p>\n<p><b>23.10.2005,          \u00a9     <a href=\"mailto:vivienne@bohnenzeitung.com\">     Vivienne<\/a><\/b><\/p>\n<p>  <\/p>\n<p><b> Sportstars in der Werbung<\/b><\/p>\n<p> Sportstars bei uns wie anderswo sind bekannt und popul\u00e4r.  Wenn sie f\u00fcr ein Produkt oder eine Firma werben, dann hat das zweifellos  Gewicht. Musterbeispiel Schistar Hermann Maier, der sich in einem aktuellen  Werbespot als Inhaber einer Minigolfanlage (etwas h\u00f6lzern) selber auf die  Schaufel nehmen darf. Psst, im Vertrauen: der heimliche Star des Spots ist f\u00fcr  mich Maiers \u0084Sohn\u0093, der so s\u00fc\u00df seine Abneigung gegen das Gewerbe fast nicht  verbergen kann. Aber auch bei Iglo und \u0084Iss was G\u0092scheits\u0093 darf Maier gleich  seinen Magen sprechen lassen und hat dabei die Lacher auf seiner Seite. Was  nicht immer der Fall war, wenn er sich mal nicht als Schifahrer vor die Kamera  begeben durfte: als er nach dem Motorradunfall noch hart an seiner Genesung und  seinem Comeback arbeitete, lie\u00df ihn der Sponsor in einem Spot noch \u0084Volare\u0093  schmetternd in einem Nachtclub auftreten \u0096 peinlicher ging\u0092s fast nimmer.  <\/p>\n<p> Aber sp\u00e4testens seit dem Weltmeistertitel im Riesentorlauf  im letzten Winter ist Maier \u00fcber Derartiges erhaben\u0085 Daf\u00fcr durfte er schon  pudelnackt mit den Kollegen aus dem Schiteam in einen See h\u00fcpfen\u0085 Meinen Sie,  liebe Leser, dass das leicht verdientes Geld ist? Ich wei\u00df nicht. Klingt zwar  wie der Vergleich mit dem Fuchs und den sauren Weintrauben: aber wenn ich\u00a0 mir  so anschaue, wof\u00fcr sich Weltklasseschwimmer  Markus Rogan bei Spar und vor allem bei Cosmos schon  hergeben musste \u0096 speziell im uns\u00e4glichen Interview mit sich selbst \u0096 dann wird  mir bewusst, dass Geld nicht alles ist im Leben. Nat\u00fcrlich wei\u00df ich genau, dass  Rogan (wie Maier und Co nat\u00fcrlich auch) sich nicht selber aussuchen kann, wof\u00fcr  er jetzt die Werbetrommel r\u00fchrt. Die lukrativsten Angebote werden f\u00fcr ihn  herausgefiltert, und das Niveau der Spots spielt dabei keine Rolle. Hauptsache  Cash flie\u00dft und das nicht zu knapp\u0085<\/p>\n<p> Nat\u00fcrlich darf man als Sportler nicht undankbar sein: Ohne  ein derartiges \u0084Zubrot\u0093, das in manchen Sportarten schon ein Vielfaches der  Pr\u00e4mien \u00fcbersteigt, k\u00f6nnte man dieser Profession wohl kaum mehr richtig  professionell nachgehen und au\u00dferdem auch einen gewissen Lebensstandard halten.  Der will ja auch erreicht werden und soll au\u00dferdem die aktive Karriere lange  \u00fcberdauern. Auch wenn man heute aufgrund modernster medizinischer Grundlagen,  gerade im Schisport, die Karriere bis 34, 35 Jahre ausdehnen kann (man denke nur  an Stephan Eberharter oder Kjetil-Andre Aamodt): irgendwann ist der Spa\u00df vorbei.  Weil die B\u00e4nder, die Sehnen und der ganze K\u00f6rper nicht mehr mitspielen.<\/p>\n<p> Es ist nicht zu verachten, wenn man sich durch Werbung ein  sch\u00f6nes Zubrot auf die Seite legen kann, von dem man dann zehren wird, wenn das  neue Leben nicht unbedingt direkt zum ORF und zur Stelle als Co-Kommentator von  Robert Seeger und Co bei diversen Sport\u00fcbertragungen f\u00fchrt. So mancher Sportler,  speziell Fu\u00dfballer aus fr\u00fcheren Tagen wei\u00df ein Lied davon zu singen, wenn die  Karriere \u00fcber Nacht vorbei ist (etwa durch eine Verletzung) und man im  b\u00fcrgerlichen Leben nicht mehr Fu\u00df fassen kann\u0085 mangels Ausbildung, mangels  finanzieller Absicherung. Trotzdem frage ich mich immer wieder bei diversen  Spots im Fernsehen: Muss Werbung wirklich immer so doof sein? Mal abgesehen von  Rogan und Cosmos: ich kann mich kaum an eine halbwegs witzige und wirkliche  unterhaltsame Werbung mit einem Sportler erinnern. Denn auch Franz Klammer, noch  immer Idol vieler und beliebtester Sportler aller Zeiten bei uns, rei\u00dft, mit  Verlaub, mit dem Weggef\u00e4hrten von einst, Werner Grissmann, bei der  Volksbankwerbung nur einen Deppen herunter.<\/p>\n<p> Der Ball w\u00e4re also bei den Werbeagenturen, die sich um mehr  Witz und Hirn bei den Spots bem\u00fchen m\u00fcssten. Aber offenbar ist nur bei der  Autowerbung genug Geld im Spiel, um sich ein wenig Zeit zu lassen beim Konzept  und sich nicht einfach nur \u0084irgendwas\u0093 zu \u00fcberlegen, weil der Sportler ja  ohnehin f\u00fcr sich spricht und zum Kauf animieren soll. Und wenn er in Windelhosen  auftritt\u0085 \u00dcberm\u00e4\u00dfig leid tun mir die Sportler trotzdem nicht, auch wenn sich so  manche Werbung f\u00fcr den Sponsor auf unterstem Niveau bewegt. Heutzutage streifen  die meisten Sportler (bekannter wie popul\u00e4rer Sportarten) kein schlechtes  \u0084Schmerzensgeld\u0093 f\u00fcr diese \u0084Pflicht\u00fcbungen\u0093 ein. Nur dem einigerma\u00dfen  anspruchsvollen Fernsehzuseher und seinen Bed\u00fcrfnissen wird halt Werbung auf  diese Art und Weise sicher nicht gerecht. Solange eben, bis der es sich einmal  wirklich anders \u00fcberlegt und deswegen kollektiv zur Konkurrenz geht. Wirklich\u0085<\/p>\n<p> Vivienne<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><b>     \u00a0Redakteure      stellen sich vor: Vivienne\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0     <br \/>     \u00a0Alle Beitr\u00e4ge von      Vivienne<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Home Kolumnen Kritisch betrachtet 23.10.2005, &copy; Vivienne Sportstars in der Werbung Sportstars bei uns wie anderswo sind bekannt und popul&auml;r. &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"bohnenzeitung.com\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/bohnenzeitung-com-157\/#more-18389\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber bohnenzeitung.com\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":28639,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-18389","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-kritisch-betrachtet","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50","resize-featured-image"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18389","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18389"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18389\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":34606,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18389\/revisions\/34606"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18389"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18389"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18389"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}