{"id":26128,"date":"2019-02-27T18:49:59","date_gmt":"2019-02-27T17:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/?p=26128"},"modified":"2019-02-27T18:50:23","modified_gmt":"2019-02-27T17:50:23","slug":"geist-ueber-materie-die-erstaunliche-wissenschaft-wie-das-gehirn-die-materielle-realitaet-erschafft-dawson-church-buchtipp-von-harry-popow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/geist-ueber-materie-die-erstaunliche-wissenschaft-wie-das-gehirn-die-materielle-realitaet-erschafft-dawson-church-buchtipp-von-harry-popow\/","title":{"rendered":"\u201eGeist \u00fcber Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realit\u00e4t erschafft\u201c &#8211;\u00a0 Dawson Church &#8211; Buchtipp von Harry Popow"},"content":{"rendered":"<p><strong>AUSBRUCH AUS DER TRANCE<\/p>\n<p><\/strong>Eine satirische Buchbetrachtung von Harry Popow<\/p>\n<p>\u201eDenk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht\u201c. Heinrich Heine wirkt fort. Aber auch in den Tagtr\u00e4umen eines Menschen wie dem Max, eines Ewiggestrigen, wie man ihn und andere gleicher Gesinnung nach Abbruch eines friedlichen Lebens im Osten Deutschlands h\u00e4misch grinsend zu nennen pflegt. Schuld daran ist ein Buch mit dem Titel \u201eGeist \u00fcber Materie\u201c von einem Dawson Church. Max, den Titel kritisch lesend, nahm die Lekt\u00fcre nur mit spitzen Fingern in die Hand. Aber nicht ohne eine gewisse Neugier. Des abends dann verfiel er dem Lesen. Immer mit der Frage im Kopf, wie wohl der Geist \u00fcber alles und jedes bestimmen sollte. Oder hat sich hier ein moderner Schamane in die Spur der Verkl\u00e4rung der menschlichen Hirne begeben?<\/p>\n<p>Dann passierte es: Nach m\u00fchevollem und nahezu n\u00e4chtelangem Lesen nahm seine M\u00fcdigkeit zu. Er versank in eine unendliche Stille. In sich gekehrt, begann er zu meditieren. Nur so f\u00fcr sich. Das macht ja jeder. Ob beim Malen oder beim Lesen oder beim Schreiben. Aber mit Tiefsinn. Nicht so wie bei Anne Will in der oberfl\u00e4chlichen Plauderrunde. Diesmal aber geriet er unbewusst in Trance. Und dann schwebten Bilder auf ihn zu, die ihn \u201eum den Schlaf\u201c brachten und ihn bis in die Tr\u00e4ume verfolgten.<\/p>\n<p>Er sah sich mit dem Autor in ein Duell verwickelt. Nicht mit Schusswaffen, Gott bewahre, sondern nur mit Worten. Ein Duell mitten in einem stillen Park. Max, der Materialist, hatte sein Gegenpart, offensichtlich ein\u00a0 Idealist, herausgefordert. Schlie\u00dflich\u00a0 geht es um Bodenst\u00e4ndigkeit des ersteren und um die aufr\u00fchrerische Verbreitung des Glaubens, der Geist beherrsche das menschliche Hirn und sei imstande, die Materie zu ver\u00e4ndern. Einem Geist, der alles lenkt und schafft. Die Grundfrage der Philosophie, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt, sei \u00fcberholt in der heutigen Zeit der un\u00fcbersichtlichen politischen und sozialen Unstimmigkeiten in dieser Welt. Anders gesagt: Es ging um den Abbruch von \u00dcberzeugungen und stattdessen um die Flucht aus der Wirklichkeit, was herrschenden Eliten nat\u00fcrlich sehr zu Pass kommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der \u201ewissenschaftliche\u201c D\u00e4mon <\/strong><\/p>\n<p>Max und Moritz sitzen gemeinsam auf einer Parkbank. Max will dem anderen nichts antun, sondern nur zur Rede stellen, will herausfinden, wie dieser die Welt sieht und ver\u00e4ndern will. Moritz ahnt es. Er geht sogleich in Angriffsposition. Er bringt den Max mit \u201ewissenschaftlich\u201c bewiesenen Aussagen m\u00fchelos ins Schleudern und damit, wie er glaubt, ins Reich des ewigen Gl\u00fccks und der Freude.<\/p>\n<p>Auf unendlich langen Seiten qu\u00e4lt Moritz, also der Autor, mit Unterst\u00fctzung unz\u00e4hliger Wissenschaftler und Freunde \u2013 vor allem aus dem medizinischen und psychologischem Bereich \u2013 unkundige Leser mit Fachausdr\u00fccken, die niemand \u2013 woher auch \u2013 verstehen kann.<\/p>\n<p>Und schon duckt sich Max ab, denn auch ihm prallen diese an den Kopf: Von Epigenik, Kymatik, \u201eStrings\u201c (Energie) ist da die Rede. Auch von Epiph\u00e4nomen, Synapsen oder auch Enzymekatalysieren und transzendenten Erfahrungen wird philosophiert. Die Verbindung des menschlichen Hirns mit der Welt sollen Gehirnwellen bewerkstelligen die da hei\u00dfen: Delta, Theta, Alpha und Gamme. Der Autor empfiehlt eine kostenlose EcoMeditation, dies sei ein Rezept f\u00fcr ideale Gehirnwellen.<\/p>\n<p>Max hebt die H\u00e4nde. Er ist einer Ohnmacht nahe. \u201eGenug\u201c, ruft er seinem neben ihm sitzenden Duellanten zu. \u201eMag ja alles perfekt sein, was sie mir anbieten und zumuten, aber wer soll das au\u00dfer den \u00c4rzten und Medizinern denn verstehen? Sie spielen ihre Tricks aus, diese Fachausdr\u00fccke sollen doch nur ihre sicherlich noch verborgenen politischen Absichten verbergen, nicht wahr?\u201c<\/p>\n<p>Unbeirrt f\u00e4hrt Moritz fort. Diesmal kann er mit Fallbeispielen aufwarten. Etwas beruhigt schaut Max seinen Nebenmann leicht erbost an. Innerlich ist er gespannt, aber auch darauf gefasst, neue Ungeheuerlichkeiten an den Kopf gedonnert zu bekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Beispielloses <\/strong><\/p>\n<p>Mit einem h\u00e4mischen Grinsen offeriert Moritz nunmehr dem angeblich Ewiggestrigen eine ganze Palette von tats\u00e4chlichen Begebenheiten und Erlebnissen einzelner Personen, die wie durch Zauberhand eine wundervolle Heilung ihres Leidens erfahren h\u00e4tten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Seite 86\/87:<\/strong> Eine Frau litt an Geb\u00e4rmutterkrebs. Sie sollte operiert werden, was sie aber ablehnte. Sie ern\u00e4hrte sich gesund, meditierte t\u00e4glich, las inspirierende B\u00fccher, ging viel spazieren, trennte sich von nicht so nahen Menschen. Neun Monate sp\u00e4ter: Keine Spur mehr von Krebs. \u201eIn diesem Umfeld voller positiver Heilenergie und vom Bewusstsein angeleitet und gelenkt, wandelte sich die Materie von Adelines K\u00f6rper. Ihre Zellen reagierten, und ihr K\u00f6rper begann das funktionsgest\u00f6rte Krebsgewebe zu beseitigen. Anhand von Energie heilte sie ihren materiellen, stofflichen K\u00f6rper; sie kehrte nie mehr zu ihren alten Gewohnheiten zur\u00fcck.\u201c <strong>Seite 139: <\/strong>Ein b\u00f6sartiger Gehirntumor bei einem Mann. Eine lebensbedrohliche Operation steht bevor. Der Mann meditiert. Er sieht au\u00dferirdische Wesen. \u201eEines davon fasste mit der Hand in Jos\u00e8s Sch\u00e4del und suchte eine Weile darin herum.\u201c\u00a0 Einen Tag sp\u00e4ter \u2013 nach einer neuen Aufnahme &#8211; war der Tumor \u201espurlos\u201c verschwunden. <strong>Seite 182<\/strong>: Jemand erlitt eine t\u00f6dliche Muskeldegeneration, eine seltene St\u00f6rung namens \u201eMitochondriale Einschlussk\u00f6rpermyositis\u201c. Da praktizierte Dawson mit diesem Jemand in \u201eeinem Live-Call ein paar Minuten lang Tapping\u201c. Dieser Jemand nahm an einem Zertifizierungskurs bei Dawson teil. Mit Erfolg. Das Bild des gesunden K\u00f6rpers wurde in das \u201evereinheitlichte Bewusstseinsfelf\u201c projiziert. Dann tanzte dieser Jemand wieder. <strong>Seite 276<\/strong>: Studien besagen: Die Anzahl an Aids-Viren im Blut steigt bei jenen Probanden dreimal so schnell, die \u201ean einen strafenden Gott\u201c glauben als bei den Patienten, die \u201ean einen g\u00fctigen Gott\u201c glauben.<\/p>\n<p>\u201eH\u00f6r auf!\u201c, schreit Max seinem Gespr\u00e4chspartner emp\u00f6rt zu. \u201eKann ja alles der Wahrheit entsprechen, schlie\u00dflich gibt es tausende \u00e4hnlicher Erlebnisse von Menschen. Aber diese sollten nicht missbraucht werden f\u00fcr die Manipulierung der Menschen, sie m\u00f6gen nur glauben und meditieren, dann w\u00fcrde alles besser werden. Auch kann man noch so viele Beispiele aus allen Lebensbereichen anf\u00fchren, sie beweisen gar nichts, wenn sie nicht in einen gr\u00f6\u00dferen Zusammenhang ger\u00fcckt, wissenschaftlich untersetzt werden\u201c. Moritz winkt ab und legt erneut seine mentale Abwehr- und Angriffswaffe an. Diesmal mit S\u00e4tzen, die wie Kanonenschl\u00e4ge jeden vern\u00fcnftigen Menschen entweder das Blut gerinnen lassen oder zum Lachkrampf reizen.<\/p>\n<p>Max nickt zun\u00e4chst. Meditation, spirituelle Suche, das Besinnen auf das eigene Ich ist in der Menschheitsgeschichte tief verankert, darf aber nicht zur Askese, zum R\u00fcckzug aus jeglicher Verantwortung f\u00fchren. Meditation, so alt sie ist, heute betreiben sie so viele Menschen in der zerr\u00fctteten Welt. M\u00f6gen sie zu sich finden. M\u00f6gen sie glauben. Aber es kommt doch auch darauf an, den eigenen Horizont zu erweitern. Koh\u00e4rent sein, wie es oft im Buch hei\u00dft. Zusammenh\u00e4nge erkennen. Nicht die Flucht aus der Wirklichkeit soll das Ziel des Meditierens sein, sondern die Zuwendung zu anderen Menschen, zu den Problemen , die sie bewegen. Nicht das ICH, sondern das WIR steht im Mittelpunkt. Max ist tolerant und ist achtsam gegen\u00fcber seinen Mitmenschen. In diesem Fall stimmt er dem Autor, seinem Duellanten, innerlich zu. Er fordert ihn auf, weiter mit ihm im Wortgefecht zu bleiben. Was hat er weiter zu sagen? Kommt er noch auf den gewissen Punkt und auf den Beweis, dass der Geist die Materie bewegt?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Glaubenss\u00e4tze<\/strong><\/p>\n<p>Doch der Autor Moritz streut immerfort seine Erkenntnisse als Wahrheiten zwischen die Zeilen, was den Duellanten Max schmunzeln und seine Haare str\u00e4uben l\u00e4sst. <strong>Seite 20<\/strong>: \u201eWir richten unseren individuellen Geist auf das Bewusstsein des universellen nichtlokalen Geistes aus, und die Sch\u00f6nheit der materiellen Wirklichkeit, die wir kreieren, \u00fcbertrifft alles, was unser begrenzter lokaler Geist sich jemals tr\u00e4umen lassen k\u00f6nnte.\u201c Seiten <strong>31\/33<\/strong>: Der Geist erzeugt buchst\u00e4blich das Gehirn. Meditation ver\u00e4ndert die Gehirnstruktur. <strong>Seite 38<\/strong>: Aus Geist wird Materie. Seiten <strong>52\/53<\/strong>: Das Bewusstsein sei f\u00e4hig, \u201eMaterie von Grund auf zu ver\u00e4ndern \u2013 durch Intention und Energiefelder\u201c. Der Geist einer einzigen Person k\u00f6nne manchmal \u201eeine ganze Gesellschaft auf der Ebene der Materie ver\u00e4ndern\u201c. <strong>Seite 80<\/strong>: Felder k\u00f6nnen Materie erzeugen \u201eund anhand von Kraftlinien Materie in Atome, Molek\u00fcle und Zellen anordnen\u201c. <strong>Seite 108<\/strong>: Materie sei ein Ph\u00e4nomen der Energie, das h\u00e4tten empirische Daten ergeben. <strong>Seite 270<\/strong>: Die Rolle des Bewusstseins \u201ebei der Erschaffung dieser Welt\u201c. <strong>Seite 298<\/strong>: Das Universum \u201eist Bewusstsein, das best\u00e4ndig aus Geist Materie erschafft (Hoss, 2016)\u201c. Man solle sich \u201eauf das nichtlokale Bewusstsein des Universums einstimmen&#8230;\u201c So bringe man den lokalen Geist in Koh\u00e4renz mit dem nichtlokalen Geist. So denke man nicht mehr in Schubladen, man erkenne M\u00f6glichkeiten, \u201edie Welt zu ver\u00e4ndern\u201c. <strong>Seite 302<\/strong>: Das Kultivieren eines koh\u00e4renten lokalen Geistes beginnt mit dem Ausrichten unseres Bewusstseins auf die Felder der Liebe und Kreaktivit\u00e4t des nichtlokalen Geistes.\u201c Deshalb sei es so effektiv, \u201emorgens, solange sich das Gehirn in einem Alpha-Zustand befindet und Beta noch nicht wirkt, als Erstes zu meditieren\u201c. <strong>Seite 369<\/strong>: \u201eIndem wir als spirituelle Wesen mit materiellen K\u00f6rpern leben und unser Bewusstsein tagt\u00e4glich entsprechend ausrichten, kreieren wir mit unserem Geist eine ganz andere Materie.\u201c <strong>Seiten 291\/ 292<\/strong>: Menschen und L\u00e4nder, die in Koh\u00e4renz sind, gewinnen eine \u201eumfassendere Sichtweise des Planeten\u201c, dies w\u00fcrde \u201ebei der Abschaffung von sozialer und wirtschaftlicher Unterdr\u00fcckung, Kriegen, kultureller Intoleranz, Kriminalit\u00e4t und der Missachtung unserer Umwelt eine entscheidende Rolle spielen (McCraty &amp; Deyhle, 2016)\u201c.<\/p>\n<p>An dieser Stelle des Worttrommelns durch Moritz, seinem wortreichen Duellanten, sieht Max seine Zeit gekommen, Oberwasser zu ergattern. Er kontert mit einer der wichtigsten Fragen f\u00fcr die Menschheit: \u201eWas ist, wie sie sagen, mit Unterdr\u00fcckung und Krieg? Haben sie auch daf\u00fcr ihren Geist mobilisiert, der alles kann, angeblich?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die \u201eWahrheit\u201c \u00fcber Krieg und Frieden<\/strong><\/p>\n<p>Moritz, angeblich im Vollbesitz seiner geistigen Wahrnehmung, verweist auf seine Aussage auf Seite 402, dass zwei Weltkriege, blutige Konflikte, Unwissenheit, Armut, Hunger Ungerechtigkeit und Grausamkeit unsere Spezies seit Jahrtausenden gez\u00fcchtet haben. Die Menschen mussten leiden, da sie nicht wussten \u201edass unsere Gedanken unsere Realit\u00e4t erschaffen\u201c. Doch nun wisse man es besser. Unermesslich gro\u00df sei das Potenzial unseres Geistes, die Realit\u00e4t zu kreieren. Positive Energie \u2013 gemeinsam mit Millionen anderer Menschen \u2013 schaffe eine neue Realit\u00e4t f\u00fcr unseren Planeten. Es entstehe ein \u201eunwiderstehliches Feld der Liebe. Dieses Feld der Liebe lehnt niemanden ab. Wir verurteilen, verdammen und klagen nicht. Wir lieben einfach.\u201c (<strong>S. 404<\/strong>) Ab sofort w\u00fcrden die Menschen instinktiv aus G\u00fcte und Mitgef\u00fchl heraus handeln.<\/p>\n<p>Max erkennt blitzartig: Sein Widersacher als Diener der Geldvampire kann und darf die dringende Lebensfrage\u00a0 nicht beantworten. Er denkt, immer noch in Trance: Unglaublich, was er da von seinem Widersacher h\u00f6rt. Man m\u00fcsse also nur lieben, und alles werde gut. Und so tr\u00e4umt auch Max: Diese Erleuchtung habe auch die politische F\u00fchrungsriege erfasst: Die Welt \u2013 bisher in argen N\u00f6ten wegen eines neuen Kalten Krieges, wegen der zunehmenden Widerspr\u00fcche zwischen den M\u00e4chtigen Kapitaleliten und den \u00c4rmsten dieser Welt \u2013 es hat sich alles schlagartig ge\u00e4ndert. Nunmehr raucht es aus allen Industrieschornsteinen, denn Schwerter werden zu Pflugscharen umgeschmolzen. Der transatlantische Elitefaschismus gibt seine Pl\u00e4ne der gigantischen Landnahme wie die NATO-Osterweiterung wegen fehlender Feinde auf und zieht sich vor allem aus Europa zur\u00fcck. Die Kapitalm\u00e4chtigen \u00fcberschreiben ihre Reicht\u00fcmer dem Volk. Die Mieten sinken rapide. Enteignungen wie Deutsches Wohnen geh\u00f6ren zur Normalit\u00e4t. Die Politiker verlassen ihre b\u00fcrgerlichen Scheinparlamente und begeben sich geschlossen zum Meditieren. Sie folgen der Einsicht, dass nur die Liebe zwischen allen Menschen und zur Natur unsere Welt noch retten kann. Nicht ohne Grund predigt die deutsche Kanzlerin, man m\u00f6ge zusammenhalten, ob reich oder arm. So wird Frieden sein auf Erden. \u201eSo wahr mir Gott helfe.\u201c<\/p>\n<p>Max, noch im Halbschlaf auf der Parkbank sitzend, will noch etwas sagen, aber sein Nebenmann reagiert nicht. Sein Platz ist leer. Max sieht ihn, wie dieser sich in geb\u00fcckter Haltung im Morgengrauen und im dichten Nebel davonschleicht, vorsichtig sich umschauend. Hat er, der Max, ihn sozusagen im Wortgefecht geschlagen? Doch Sekunden sp\u00e4ter trifft der schleichend Davoneilende auf einen Mann mit Brille und dunklem Anzug. Im Hintergrund ein Mercedes. Der Unbekannte \u00fcberreicht Moritz irgend ein St\u00fcck Papier. Max ergreift eine erschreckende aber fast erwartete Erleuchtung&#8230;<\/p>\n<p>Wie sich in noch aufrichtigen linken Presse sp\u00e4ter nachlesen lie\u00df, war dies ein Scheck in Millionenh\u00f6he. Gespendet von der gr\u00f6\u00dften Kapitalsammelstelle der Welt, dem Verm\u00f6gensverwalter BlackRock. Eine Billionen-Macht. US-Dollar. Max als Materialist h\u00e4tte dies eigentlich vorausahnen m\u00fcssen: Volksverdummung wird hoch honoriert. Max, der Materialist und Humanist l\u00e4chelt verbittert: Sein Wortgefecht mit dem politisch verkappten \u201eWeltverbesserer\u201c ver\u00e4ndert nicht die Welt, aber es hilft, Positionen zu kl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Nach diesem Albtraum: Max f\u00e4llt dieser Vers wieder ein: \u201eDenk ich an Deutschland in der Nacht&#8230;\u201c Er steht auf. Mit einer Handbewegung wischt er den n\u00e4chtlichen Spuk hinweg. Was ist zu tun? Er setzt sich an den Computer und schreibt ein Gegenbuch. \u201eAusbruch aus der Trance\u201c. Etwas tun. Jeder wie er kann&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Momanda.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-26129\" src=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Momanda.png\" alt=\"\" width=\"308\" height=\"409\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Dawson Church: Geist \u00fcber Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realit\u00e4t erschafft, <\/strong><strong>Gebundene Ausgabe: 448 Seiten, Verlag: Momanda; Auflage: 1 (1. Oktober 2018), Sprache: Deutsch, ISBN-10: 9783956280252, ISBN-13: 978-3956280252, ASIN: 3956280253, Preis: 19,99 Euro<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>AUSBRUCH AUS DER TRANCE Eine satirische Buchbetrachtung von Harry Popow &bdquo;Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"\u201eGeist \u00fcber Materie. 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