{"id":7296,"date":"2010-07-03T11:58:26","date_gmt":"2010-07-03T10:58:26","guid":{"rendered":"http:\/\/bohnenzeitung.com\/wp\/?p=7296"},"modified":"2010-07-03T11:58:26","modified_gmt":"2010-07-03T10:58:26","slug":"links-und-rechts-ansichtssache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/links-und-rechts-ansichtssache\/","title":{"rendered":"Links und rechts &#8211; Ansichtssache"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Ich denke, dass ich mich  selbst durchaus als politisch interessierten Menschen  bezeichnen darf. Dennoch bin ich eher selten in politische Diskussionen  involviert, weil ich ihnen teilweise sogar ausweiche. Warum ist das  eigentlich  so, habe ich mich k\u00fcrzlich gefragt. Schon klar, auf der einen Seite kann  man nun  sagen, dass es bestimmt bedeutendere Dinge als die Tagespolitik gibt.  Andererseits bin ich aber, wie schon eingangs erw\u00e4hnt, bestimmt nicht  politisch  desinteressiert, doch gelten f\u00fcr mich pers\u00f6nlich relativ unverr\u00fcckbare  Richtlinien in wie weit ich bereit bin mich in einem Streitgespr\u00e4ch mit  dieser  Materie auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Punkt ist,  dass ich das Thema Politik nicht gerne allzu sehr mit Partei-Politik  vermengen  m\u00f6chte. Es ist manchmal schwer mit Menschen, die allzu gl\u00fchende  Verfechter einer  politischen Partei sind, sachliche Diskussionen \u00fcber Politik zu f\u00fchren.  Ich  spreche hier bestimmt nicht von Stammw\u00e4hlern sondern von Menschen, bei  denen man  sich kaum dem Eindruck erwehren kann, dass man den Wahlkampfmanager  einer Partei  kennen gelernt h\u00e4tte. Um nicht missverstanden zu werden m\u00f6chte ich  klarstellen,  dass ich hier keinesfalls das Vorhandensein einer politischen  \u00dcberzeugung  beklagen m\u00f6chte \u2013 denn diese habe ich selbstverst\u00e4ndlich auch. Aber ich  beziehe  meine politische Meinung bestimmt nicht aus einer Partei-Zentrale und  sehe mich  auch generell keiner Partei klar zugeh\u00f6rig. Nat\u00fcrlich gibt es Parteien,  denen  ich nahe stehe, ebenso wie manche Parteien f\u00fcr mich als unw\u00e4hlbar  gelten. Es ist  mir auch klar, dass es kaum m\u00f6glich ist eine politische Diskussion zu  f\u00fchren  ohne auf die aktuellen Positionen der Parteien und Politiker einzugehen \u2013  dies  w\u00fcrde sonst zu einer sehr theoretischen Abhandlung f\u00fchren, was auch  nicht  ziel f\u00fchrend w\u00e4re. Selbst m\u00f6chte ich mir einfach die Freiheit g\u00f6nnen  Politik  zumindest teilweise auch \u00fcber Parteigrenzen hinweg etwas abstrakter  betrachten  zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch aus Umfragen l\u00e4sst  sich klar herauslesen, dass den im Parlament vertretenen Parteien in der   Bev\u00f6lkerung gewisse Kompetenzen, aber auch das bevorzugte Bedienen  bestimmter  Interessensgruppen relativ klar zugeordnet werden. Ich m\u00f6chte es mir  jetzt  sparen auf die einzelnen Parteien einzugehen \u2013 doch sind die  Einsch\u00e4tzungen der  Bev\u00f6lkerung in den Grundz\u00fcgen oft gut nachvollziehbar. Spannend kann es  werden,  wenn in Diskussionen begonnen wird auf unbedarfte Weise die  Bezeichnungen  \u201eLinks\u201c und \u201eRechts\u201c \u2013 gemeint f\u00fcr die \u201epolitische Linke\u201c bzw. die  \u201epolitische  Rechte\u201c &#8211; einzubringen. Ich habe schon Menschen erlebt die es sich hier  besonders einfach gemacht haben: Rechts st\u00fcnden die b\u00f6sen, ausbeutenden  Kapitalisten und Links die geknechtete Arbeiterschaft. Verzeiht meine  leicht  zynische Formulierung aber was soll ich von einer solchen Auslegung  halten?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seinen Ursprung hat der  Begriff der politischen Rechten und Linken auf die parlamentarische  Sitzordnung in  Frankreich um 1830. W\u00e4hrend sich die oppositionelle \u201eLinke\u201c, oft  tendenziell am  traditionellen Liberalismus orientierte, stand die Rechte f\u00fcr den Erhalt  des  \u201eStatus Quo\u201c und f\u00fcr die Monarchie im Sinne einer Aristokratie. Von der  allgemeinen Definition versteht man heute unter der politischen Rechten  meist  konservativ-b\u00fcrgerliche Wertehaltungen w\u00e4hrend die politische Linke  progressive  Str\u00f6mungen f\u00fcr sich beansprucht, welche durch Reformen eine  Gleichberechtigung  durchsetzen und f\u00fcr positivere Verh\u00e4ltnisse zum Vorteil der eher  unterprivilegierten Bev\u00f6lkerungsschichten sorgen soll. Eine Zuordnung  der  Parteien zu diesen Spektren ist schwierig, auch wenn es dennoch oft  \u00a0sehr  leichtfertig getan wird. Nach mehreren Umfragen sieht sich in der Regel  ein  gr\u00f6\u00dferer Teil der Bev\u00f6lkerung der politischen Rechten, als der  politischen  Linken zugeh\u00f6rig \u2013 ich denke dies hat aber weniger mit der Definition,  als dem  allgemeinen Umgang mit den Begriffen zutun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich aufgrund des  Titels von meinem  Artikel eine inhaltliche Aufarbeitung des F\u00fcr und Wider von linken und  rechten  politischen Str\u00f6mungen erwartet hat wird wohl nicht das bekommen haben,  was er  sich erhofft hat. \u00dcber diese sehr weit reichende Themen wurden aber  schon  zahlreiche Publikationen ver\u00f6ffentlicht, sodass ich es in einem kurzen  Artikel  weder wiedergeben kann noch will. Ich w\u00fcrde mir lediglich w\u00fcnschen, dass  die  Komplexit\u00e4t solcher Theorien auch in so mancher Stammtisch-Diskussion  ein klein  wenig mehr Beachtung findet.<\/p>\n<p>Pedro<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich denke, dass ich mich selbst durchaus als politisch interessierten Menschen bezeichnen darf. 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