{"id":777,"date":"2010-01-18T18:42:13","date_gmt":"2010-01-18T17:42:13","guid":{"rendered":"http:\/\/bohnenzeitung.com\/wp\/?p=777"},"modified":"2010-01-18T18:42:13","modified_gmt":"2010-01-18T17:42:13","slug":"uber-das-weiterentwickeln-der-eigenen-fahigkeiten-teil-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/uber-das-weiterentwickeln-der-eigenen-fahigkeiten-teil-2\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Weiterentwickeln der eigenen F\u00e4higkeiten, Teil 2"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Mensch ver\u00e4ndert sich Zeit seines Lebens und schon vor einiger Zeit lie\u00df ich Sie, liebe Leser, an dieser Stelle wissen, dass ich so manchen Beitrag aus den letzten Jahren heute anders angehen w\u00fcrde (Teil1). Das geh\u00f6rt zu einer gesunden Weiterentwicklung der Pers\u00f6nlichkeit wie des Talents dazu und ich selber habe immer wieder bemerkt, dass ich gerade zu das dringende Bed\u00fcrfnis hatte, mich anderen Themen aber auch unterschiedlichen und neuen Ausdrucksweisen zu widmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen besonderen Meilenstein in meiner Entwicklung seit ich bei der Bohne bin stellen wohl meine erotischen Gedichte in der Rubrik \u201eSheherezades Kuss\u201c dar. Um ehrlich zu sein, h\u00e4tte ich mir vor einem Jahr noch nicht vorstellen k\u00f6nnen, eine derart schwierige Thematik aufzugreifen und \u00fcber mich ernsthaft an diesem Genre, bei dem man ja regelecht einer Gratwanderung unterworfen wird, zu \u00fcben. Die Grenze zwischen billiger oder derber Schl\u00fcpfrigkeit und anspruchsvoller, erotischer Literatur verl\u00e4uft eng, dazu kommt, dass ich mir selber die Latte sehr hoch gelegt hatte. Es war mir von Anfang an ein Anliegen, sehr direkt zu sein und verbal durchaus ins Detail zu gehen und dabei aber trotzdem nicht zu vulg\u00e4ren oder unpassenden Ausdr\u00fccken zu greifen, die durchaus in der Luft liegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Erfolg gab mir schon bald Recht, ein Erfolg, den ich in dieser Form in meinen k\u00fchnsten Tr\u00e4umen nicht erwartet habe, weil die Materie wirklich nicht einfach zu meistern schien. Nicht nur, dass ich nicht eine einzige anz\u00fcgliche R\u00fcckmeldung bekam, alle Kommentare, die ich erhielt, waren sich einig in uneingeschr\u00e4nktem Lob, um nicht zu sagen, Begeisterung. Ein Beweis auch daf\u00fcr, dass nur der Versuch auch zeigt, ob etwas wirklich realisierbar ist oder doch nicht. Es bedarf des Risikos, das man nicht scheuen darf, wenn man sich weiterentwickeln m\u00f6chte und neue Ufer und Bereiche f\u00fcr sich erobern will. Wer immer nur im selben Fahrwasser bleibt und der Kritik wie dem Neuen aus dem Weg geht, stagniert und wirft in Folge sein Talent weg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Darum sch\u00e4tze ich auch die M\u00f6glichkeit hier in der Bohne mit meinen Werken auch experimentieren zu k\u00f6nnen. Das hei\u00dft, ich kann hier uneingeschr\u00e4nkt neue Ideen ausprobieren und erhalte auch immer das Feedback  &#8211; etwa \u00fcber die Statistik \u2013 wie gut oder wie schlecht etwas von mir ankommt. Meistens merke ich nach ein paar Wochen selber sehr genau, was wirklich gelungen ist oder was halt ein netter Versuch blieb. Niemand ist so kritisch zu mir wie ich selber und die Angst, meinen eigenen Anspr\u00fcchen nicht zu gen\u00fcgen, sitzt mir immer im Nacken. Umso wichtiger sind auch Anmerkungen von au\u00dfen, die in Summe erst ein Werk abrunden. Als Profi habe ich zwar l\u00e4ngst begriffen, dass man durchaus nicht immer Feedback braucht, um zu wissen, wie gut ein Gedicht, zum Beispiel, gelungen ist. Aber immer m\u00f6chte man sich selber auch nicht gen\u00fcgen, und eine (positive) Stimme von au\u00dfen st\u00e4rkt das Selbstbewusstsein schon enorm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was glauben Sie, liebe Leser, wie viele Beitr\u00e4ge ich in den beinahe f\u00fcnf Jahren bei der Bohne verfasst habe? Es sind, unglaublich aber wahr, mehr als 1500 (!), unterschiedlichster Art: Gedichte, lyrische Beitr\u00e4ge, Kurzgeschichten und Geschichten, Fortsetzungsgeschichten, Kommentare und Glossen, aber auch Sportbeitr\u00e4ge, Spottgedichte und Filmrezensionen. Unglaublich fast, was mir so einf\u00e4llt, wie eine Freundin einmal zu mir bemerkte, und wenn ich mir diese Zahl so vergegenw\u00e4rtige: Es ist schon eine tolle Leistung, dass mir im Lauf der Jahre die Ideen nie ausgegangen sind bzw. auch durchaus immer wieder gleichsam an mich herangetragen wurden. Aber fast noch bemerkenswerter ist, dass ich aus ein- und demselben Thema auch immer wieder die unterschiedlichste Aspekte und Sichtweisen herausholen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn ich selbstverst\u00e4ndlich nicht bei weitem alles selber erlebt habe, von  dem ich schrieb oder mich inspirieren lie\u00df. Aber \u2013 wie ich schon eingangs erw\u00e4hnte &#8211; der Mensch entwickelt sich weiter, \u00e4ndert seine Ansichten im Zuge pers\u00f6nlicher Erfahrungen und denkt \u00fcber den eigenen Horizont hinaus. Grenzen werden uns im Leben immer wieder gesetzt, gerade auch mir, deshalb lasse ich meiner Fantasie umso lieber freien Lauf. Vielleicht schaffe ich mir damit sogar eine eigene Kunstwelt, in der ich vieles ausleben kann, das mir in der so genannten Realit\u00e4t (noch) verwehrt bleibt. Aber mit Schreiben kann man die Welt schrittweise ver\u00e4ndern und wer wei\u00df, was ich noch alles erreiche mit meiner Fantasie und meinen Tr\u00e4umen, die sich irgendwann realisieren lassen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a9 Vivienne<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Mensch ver&auml;ndert sich Zeit seines Lebens und schon vor einiger Zeit lie&szlig; ich Sie, liebe Leser, an dieser Stelle &#8230; <\/p>\n<p class=\"read-more-container\"><a title=\"\u00dcber das Weiterentwickeln der eigenen F\u00e4higkeiten, Teil 2\" class=\"read-more button\" href=\"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/uber-das-weiterentwickeln-der-eigenen-fahigkeiten-teil-2\/#more-777\" aria-label=\"Mehr Informationen \u00fcber \u00dcber das Weiterentwickeln der eigenen F\u00e4higkeiten, Teil 2\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28639,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-in-eigener-sache","generate-columns","tablet-grid-50","mobile-grid-100","grid-parent","grid-50","resize-featured-image"],"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/777\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}