{"id":8728,"date":"2010-12-16T16:10:57","date_gmt":"2010-12-16T15:10:57","guid":{"rendered":"http:\/\/bohnenzeitung.com\/wp\/?p=8728"},"modified":"2018-09-29T10:08:29","modified_gmt":"2018-09-29T08:08:29","slug":"zum-beispiel-kaiserwalzer-manoverball-generalfeldmarschall-goring-und-herr-minister-von-uns-zu-gutemberg-tonis-o-ton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bohnenzeitung.com\/wp\/zum-beispiel-kaiserwalzer-manoverball-generalfeldmarschall-goring-und-herr-minister-von-uns-zu-gutemberg-tonis-o-ton\/","title":{"rendered":"Zum Beispiel Kaiserwalzer, Man\u00f6verball, Generalfeldmarschall G\u00f6ring und Herr Minister von uns zu Gutemberg &#8211; Toni&#8217;s O-Ton"},"content":{"rendered":"<p>Was macht einen guten Armee-F\u00fchrer aus?<\/p>\n<p>Wenn es nach Alexander dem Gro\u00dfen ginge, dann d\u00fcrfte diese Frage ganz leicht zu beantworten sein:<br \/>\n\u201eEr reitet nat\u00fcrlich ganz vorne in der Schlachtordnung! Immer dazu bereit, seinen Soldaten ein gutes Beispiel f\u00fcr Tapferkeit und Selbstaufopferung zu geben!\u201c<br \/>\nW\u00fcrde der Mazedonier auf diese Frage vermutlich geantwortet haben.<\/p>\n<p>Kaiser Franz-Josef dagegen, K- und K-Monarch der Alten Habsburger, hatte da schon eher etwas andere Vorstellungen und wer k\u00f6nnte es ihm nachtragen? Das Habsburgerreich, nach dem Gnadenvollen Herrscher in einem Weltreich \u201ein dem sich die Sonne nicht unterzugehen wagte \u201c, etwas durch st\u00e4ndiges \u201eKriegsf\u00fchren\u201c zurechtgestutzt, hielt es da eher mit h\u00f6fischer Geselligkeit. Das Milit\u00e4r wurde dann meist zur dekorierenden Ausstattung und der Kaiser begr\u00fc\u00dfte seine \u201eLieben Tschuschen\u201c, die \u201eTapferen B\u00f6hmen und S\u00fcdtiroler\u201c und nicht zuletzt, \u201edie Kroaten, die uns die Serben vom Leibe halten\u201c.<\/p>\n<p>Danach wurde dann zum Man\u00f6verball geladen und das Herrscherpaar f\u00fchrte den Reigen zum Kaiserwalzer an. Und niemandem w\u00e4re dabei unwohl gewesen.<\/p>\n<p>Ginge es nach Heerf\u00fchrern Deutscher j\u00fcngerer Geschichte, w\u00e4re diese Frage auch sehr schnell zu beantworten. Gro\u00df- und General-Feldmarschall Hermann G\u00f6ring hatte seinerzeit seinen gr\u00f6FaZ, Adolf Hitler, damit konfrontiert, h\u00f6chstselbst im schon von der Roten Armee eingekesselten Stalingrad dessen Durchhalte-Parolen verlesen zu wollen, um hierdurch die von der Vernichtung bedrohte 6. Armee zu motivieren, \u201ebis zum Endsieg durchzuhalten!\u201c<\/p>\n<p>Und nun unser Freiherr! Von und zu Gutemberg aus Kulmbach. Er und seine Steffi! Beide in schicker Robe. Bei der Freifrau dann nur noch durch ein ziemlich unkleidsames Bristol-Jacket (der Oberste Heerf\u00fchrer vor Ort, sozusagen der verl\u00e4ngerte Arm des Strahlemannes der CSU, hatte darauf aus Sicherheitsgr\u00fcnden bestanden) ein wenig eingeschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Beide, im Gefolge ein 16 K\u00f6pfiges Team von Sat 1, unserem zur Zeit etwas kr\u00e4nkelnden Privatsender, traten wie einst das Herrscherpaar von der Burg in Wien auf.<\/p>\n<p>\u201eIch hatte einfach das Bed\u00fcrfnis, hier sein zu m\u00fcssen. Schon um, so von Frau zu Frau mit den Soldatinnen hier in Afghanistan \u00fcber ihren schweren Auftrag reden zu k\u00f6nnen!\u201c Sagte es, um schon wenige Stunden sp\u00e4ter, wieder gen Heimat zu reisen.<\/p>\n<p>Der Eindruck, den diese \u201eTruppenbetreuerin der Herzen\u201c (BILD) bei den Deutschen Truppen hinterlie\u00df, d\u00fcrfte allerdings nicht an den einer Marilyn Monroe seinerzeit in Korea heranreichen.<\/p>\n<p>Und wozu das alles? Kerner sei Dank, um den Deutschen Soldatinnen und Soldaten zu versichern, \u201edass gerade mein Mann und ich es sind, die Ihnen gar nicht genug danken k\u00f6nnen, dass Sie hier im fremden Land, Ihr Leben aufs Spiel setzen um Deutschlands Freiheit zu verteidigen\u201c!<\/p>\n<p>Ach ja, wir sind ja nur in Afghanistan, \u201eweil dort die Freiheit am Hindukusch verteidigt werden muss und nicht etwa, weil ein durch geknallter Geoge W. Bush, unbedingt \u201eseine Rache\u201c wollte\u201c!<\/p>\n<p>Also, liebe Soldaten, wenn demn\u00e4chst wieder mal ein Minister die Reihe von S\u00e4rgen Gefallener, in irgendeiner verschlafenen Kreisstadt in Niedersachsen oder Bayern mit Tr\u00e4nen in den Augen abzuschreiten hat, sollte sich jeder kritische Geist einmal die Frage stellen lassen, \u201eob sie nicht fesch waren, unsere Frau Verteidigungsministerin und ihr Mann, der Herr Verteidigungsminister?\u201c<\/p>\n<p>Wieso? Ach das gilt nicht? Die Frau eines Bundesministers kann gar nicht als Frau Minister-Gattin angeredet werden? Das verbietet das Diplomatische Prozedere? Wird dar\u00fcber hinaus in einer Demokratisch ausgerichteten Gesellschaft, auch gar nicht so sehr gerne gesehen?<\/p>\n<p>Na gut, das Argument mit den vom Volk Gew\u00e4hlten und nur diesem Verpflichteten, k\u00f6nnte man ja dann auch beruhigt so stehen lassen.<\/p>\n<p>Aber w\u00e4hre es nicht mal so langsam an der Zeit, die alten Gewohnheiten wieder auferstehen zu lassen? Nein, nicht mit an der Spitze des Heeres reiten. Nein, da schon lieber die herrlichen B\u00e4lle und die feschen Walzer-Kl\u00e4nge!<br \/>\nUnd ein Kaiser-Paar st\u00e4nde uns auch nicht gar so schlecht.<\/p>\n<p>Ach so, was war eigentlich damals mit dem Herrn General-Feldmarschall und Stalingrad?<\/p>\n<p>Ach so, eh ich\u2019s vergesse, der hat, dem F\u00fchrer sei Dank, damit solange gewartet bis General Paulus die Wei\u00dfe Fahne herausgeh\u00e4ngt hatte.<br \/>\nWer weis, wie die Sache sonst doch noch ausgegangen w\u00e4re?<\/p>\n<p>Und der Kerner? Der macht nun Quote, denn wie titelte Bild? \u201e Stefani, die tapferste Gr\u00e4fin Deutschlands\u201c!<\/p>\n<p>Tja Herr Kerner, wenn man solche Freunde hat, wer denkt da schon an ein paar Feinde? Zumal, wenn diese Freunde jedem geklauten Tanklaster, die Amerikaner mit 500 Kilobomben hinterher schicken?<\/p>\n<p>Ach ja, Stefani, die h\u00e4tte vermutlich auch sehr gerne mit ein paar Afghanischen Frauen gesprochen, \u201eso von Frau zu Frau\u201c! Aber auch dagegen hatte der \u201eOberste Heerf\u00fchrer vor Ort\u201c etwas einzuwenden: Na gut, der musste es ja wissen! Denn, der weis ja Bescheid \u00fcber kriegs\u00e4hnliche Zust\u00e4nde! Und \u00fcber tapfere Ministergattinnen!<\/p>\n<p>A.S. 16.Dezember 2010 im 9. Jahr des \u201eKrieg`s gegen den Terror\u201c\u00a0\u00a0\u00a0 (chefschlumpf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was macht einen guten Armee-F&uuml;hrer aus? 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