Der Glücksstern – Feuerlilile

Regen.
Sturm.
Gewitter.
Gestern Abend noch.
Während ich duschte.
Zuckten die Blitze…
Ich konnte es sehen.
Durch das Fenster…
Heute Morgen.
Ein wenig frisch.
Nicht unbedingt das.
Was man erwartet.
Im Frühsommer…
Die Wiese.
Vor dem Schloss.
Hohe Gräser.
Üppig sprießend.
Hahnenfuß.
Sorgt für.
Gelbe Tupfen.
Wie gemalt…
Viele Wolken.
Ein Hauch von Sonne.
Der Wind.
Schüttelt die Bäume durch.
Das Grün der Blätter.
Vor ein paar Wochen.
Noch hell…
Nachgedunkelt.
Aber zumindest.
Regnet es nicht.
Heute Abend…
Zumindest das….

Eine Tasse Kaffee.
Mein Kopf schmerzt.
Viele Erinnerungen.
Zucken.
Durch meinen Kopf.
Zuletzt.
Auf‘s und Ab’s.
Wie in.
Kaum einem Leben.
Schon merkwürdig.
Wie gutmütig.
Ich immer war.
Ein Paradeopfer…
Ausgenutzt.
Manipuliert.
Auf berechnende Weise…
Und doch.
Ich kam davon.
Immer.
Stand auf.
Nach herben Schlägen.
Zerriss Bänder.
Zu üblen Menschen.
Immer.
Im rechten Augenblick…
Sturm und Sonne.
Ich kenne sie beide.
Gut…

Mein Glücksstern.
Er schien oft.
Verschwunden.
Aber…
Wenn es nötig war.
Zeigte er sich.
Ganz unerwartet.
Strahlend hell.
Und wies mir den Weg.
Den Weg aus der Misere…
Noch ein Schluck Kaffee.
Ich streiche.
Durch mein Haar.
Hellblond.
Und viel zu lange.
Schon wieder…
Ich lächle.
Keine Frage.
Während dieser Stürme.
Verlor sich so mancher.
Den ich.
Für einen Freund hielt.
Dem ich vertraute…
Faulige Äpfel.
Müssen weg.
Sie stecken.
Die anderen an.
Die in der Kiste liegen…
Aber…
Was abfallen muss.
Fällt ab.
Sagt Rilke.
Und darauf.
Vertraue ich.
Manchmal.
Da muss man sich.
Selbst genügen.
Und die Freunde.
Die nicht.
Durch den Rost fallen.
Bleiben…
Vielleicht.
Für’s Leben…

Vivienne/Gedankensplitter

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