Unbarmherzig – Gedankensplitter

Hannes zitterte.
Am ganzen Körper.
Schweiß drang…
Aus allen Poren.
Inge war weg.
Endgültig.
Das.
Hatte er sich nie…
Vorstellen können.
Trotz all der…
Streitereien.
Und Reibereien…
Sie liebte ihn doch!
Und zehn Jahre…
Waren sie.
Verheiratet!
Das war doch nicht…
Nichts!
Aber sie?
Einfach weggewischt.
Hart und kalt.
Das musste…
Die Psychologin…
Veranlasst haben.
Bei der Inge…
Schon länger…
Termine wahrnahm.
Warum?
Schwankend…
Schenkte sich Hannes…
Einen Cognac ein…
Doch der…
Beruhigte ihn nicht…
Diesmal nicht.

Das Atmen fiel ihm…
Zusehends schwer.
Wie konnte sie nur!
Er hatte Inge…
Angerufen.
Weil sie noch nicht.
Heimgekommen war.
Von der Arbeit.
Die Nummer…
Existierte nicht mehr.
Und der Kleiderkasten…
Völlig leer.
Ein Zettel lag…
Auf dem Bett.
Ich muss jetzt…
Auf mich schauen!
Fassungslos.
Las Hannes…
Die Nachricht noch einmal.
Auf sich schauen?
Und was wurde…
Aus ihm?
Natürlich.
Trank er.
Öfter.
Aber er hatte das.
Im Griff.
Nur ab und an.
Rutschte ihm…
Die Hand aus.
Das wusste Inge doch…
Dass das ihm…
Nachher…
Immer so leid tat.
Blumen.
Entschuldigungen.
Und wenn sie meinte.
Dann würde er auch.
Weniger trinken.
Kein Problem.
Manchmal trank er.
Eine Woche nichts.
Oder…
Zehn Tage…
Das schaffte er.
Locker!

Hannes zerknüllte…
Den Zettel.
So ein Miststück.
Nein.
Dass er sich…
So täuschen…
Hatte können…
In ihr!
Er hatte doch…
Gebaut auf sie.
Gemeinsam!
War alles leichter.
Doch Inge.
Sie ließ ihn…
Einfach im Stich!
Völlig rücksichtslos.
Wie sollte er…
Die Miete bezahlen…
Ohne sie?

Vivienne/Gedankensplitter

 

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