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21.07.2005, © Vivienne

Ich habe dich nie vergessen können

Ich habe dich nie vergessen können,
ahnst du denn das?
Ich hatt’ es mir fest vorgenommen,
und doch nur fast.
Ich habe dich gehasst, und doch auch so geliebt…

Ich bin dir auf den Leim gegangen,
du warst so süß.
Was mich trieb, war mein Verlangen.
Der Ausgang ungewiss.
Auf jeder Linie hast du mich ganz klar besiegt.

Ich war nicht alt, und du noch jünger.
Ich war wie Wachs.
Dein Einfluss wurde nicht geringer –
wer ahnte das?
Dabei hast du doch eine ganz andere gewollt.

Eifersüchtig sollte ich sie machen,
ich war naiv.
Sehr lange dauerte es aufzuwachen,
ich träumte zu tief.
So hart zu fallen hätt’ ich wirklich nicht gesollt.

Soll ich dich hassen oder lachen?
Es ist vorbei.
Ich kann jetzt doch nichts wirklich machen.
Ist einerlei.
Nie hätte ich die Leidenschaft in mir so stark geahnt.

Du hast geweckt den Durst zu lieben,
das ist wahr.
Der ist mir doch von dir geblieben.
Schon sonderbar.
In mir bekam durch dich Gefühl ganz klar die Oberhand…

Ich wird’ dich wohl nicht wieder sehen,
nichts ändert das.
Doch niemals wird das ungeschehen,
was in mir geschah…
Du hast das Tor zur Frau in mir ganz ungestüm  geöffnet.

Durch dich bin ich eine andere geworden.
Das steht doch fest.
Ich habe gelernt und trotzdem mich verloren,
ist das gerecht?
Mit diesen Folgen hätt’ ich sicher niemals je gerechnet…

Vivienne/Gedankensplitter

 

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