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06.10.2005, © Vivienne

Ungeduld

 Ich bin wirklich müde,
und träume von dir
während ich hier noch liege
seh’ ich dich schon vor mir.

Ich wünschte, ich könnte
dich heute noch sehen.
Doch das ist nicht möglich.
Und ich kann’s nicht versteh’n.

Ich weiß, du hast Pflichten,
du kannst oft nicht aus.
Doch ich bin ganz trotzig,
ich halt’s nicht mehr aus.

Bin ich einfach zickig?
Das könnte schon sein.
Ich sollte mich freuen:
Morgen kommst du doch heim!

Ist noch gar nicht so lang her,
und wir kannten uns nicht.
ich war schrecklich einsam,
und bemitleidete mich.

Erfüllt sich ein Wunsch,
kommt ein zweiter sogleich.
Reimte mal Wilhelm Busch,
der vom Leben viel weiß.

Ich bin nicht mehr einsam,
du gehörst jetzt zu mir.
Möchte dich nie mehr missen,
doch was kannst du dafür?

Du tust nur deine Arbeit,
genau so wie ich.
Du musst halt oft reisen,
und  ich eben nicht.

Und heut’ muss ich warten.
Aber das ist nicht schlimm.
Morgen sind wir beisammen!
Danach steht mir der Sinn.

Leben heißt warten,
Leben heißt viel Geduld.
Ich müsste es wissen.
Niemand hat daran Schuld.

Wichtig ist eines:
Du träumst auch von mir.
Da brauch ich nicht zweifeln,
das spür ich in mir…

Vivienne/Gedankensplitter

 

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