Neue Bohnen Zeitung


von Vivienne  –  Februar 2004



Lass dich nicht fallen!

Es sind diese Tage…
Heute spür ich den Ballst  des Lebens wieder besonders stark.
Meine Gedanken sind ständig in Bewegung.
Kreisen um dieses und jenes.
Manches liegt mir schwer auf der Seele.
Ich kann nicht loslassen.
Ich werde in die Tiefe gezogen.
In die Abgründe der Tristesse.
Des Weltschmerzes.
Ich kann nicht mehr.
Dieses Wechselbad der Gefühle.
Dieses Verharren in dunkelstem Grau.
Es kostet so viel Kraft, sich immer wieder hinunterziehen zu lassen.
Diese dunklen Gedanken nicht lösen zu können aus meinem Innersten.
Warum beherrscht mich immer nur das Negative?
Warum kann ich nicht die negativen Möglichkeiten einmal links liegen lassen.

Es kommt, was kommen muss.
Es bleibt niemandem aus.
Warum nutze ich die Zeit bis dahin nur mit grübeln und ärgern?
Schon im Voraus?
Bevor ich weiß, was überhaupt sein wird?
Oft fehlt mir der richtige Blickwinkel.
Oft auch nur der Mut zu sagen: Egal, was sein wird, jetzt ist die Zeit für anderes.
Und auch das zu leben.
Einen Stein nach dem anderen wegwerfen.
In hohem Bogen.
Der Ballast ist es, der mich niederdrückt.
Ballast, den ich mir selber auflade.
Stück für Stück.
Ballast, der mir zur Qual wird.
Ich gehe unter der Last so geduckt, dass ich nichts mehr sehe.
Außer meinen Füßen, die ich kaum noch heben kann.
Ich gehe eigentlich nicht.
Ich kämpfe mich vorwärts.
Das ist mein Leben?
Das ist kein Leben.
Keine Freude, kein Glück.
Ich gehe in dem Schatten, den ich selber werfe.
Niemand ist schuld.
Nur ich selbst.
Ich bin es so leid.

So gern möchte ich mich lösen, von meinem Rucksack.
Es ist nicht meine Bestimmung ihn zu tragen.
Ich selbst habe ihn mir auferlegt.

Der Mann, den ich liebe, begehrt mich nicht.
Nicht im Geringsten.
Vergiss ihn doch!
Lern wieder lachen.
Es geht auch ohne ihn.
Und es gibt andere.

Die kleinen und größeren Sorgen des Alltags lassen mich verzweifeln.
Leg sie zur Seite.
Eins nach dem anderen.
Alles hat seine Zeit.
Nichts kommt zu kurz.
Du musst nicht alles auf einmal lösen.

Meine Einsamkeit macht mich kaputt.
Manchmal möchte ich schreien.
Mach es dir nicht selber schwer.
Du hast ja Menschen, auf die zu zählen kannst.
Tu dir nicht selber leid.
Erkenn das Glück, dass du jetzt hast.
Dann öffnest du dich auch für neues.

Mir wurde so viel Unrecht zugefügt.
Ich kann nicht vergeben.
Du hast Menschen unterschätzt, die ziemlich viel zu sagen haben.
Bisweilen warst du wohl etwas blauäugig.
Aber durch grübeln wird nichts anders.
Du brauchst diesen Menschen nicht vergeben.
Vergib dir selbst.
Dann findest du deinen Frieden.

Jeder trägt die Antwort seiner Probleme in sich…

Vivienne

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