Neue Bohnen Zeitung

 


Niemals!

Glaubst du,
ich verzicht’ auf dich?
Nach all der Zeit zu zweit?
Du irrst Dich da ganz sicherlich!
Diesmal gehst du zu weit!

Ich liebe dich schon wirklich lang –
Wie stellst du dir das vor?
Du liebst jetzt sie, mit uns ist Schluss!
Und ich steh kurz davor

Zu schrei’n, zu klagen, laut und schrill.
Du kannst nicht einfach geh’n!
Nachdem ich so viel für dich gab
Lässt du mich einfach steh’n?

Die Kinder sind längst aus dem Haus.
Ich blieb nun mehr allein.
Dreißig Jahr gab ich für dich.
Ich soll dir das verzeih’n?

Du siehst mich kalt an, ohne Herz.
Es ist dir so egal!
Dass  ich mich jetzt todtraurig fühl,
das scheint dir so banal.

Hysterisch nennst du mich und wirr,
obwohl wir einmal glücklich.
Die Junge – lohnt sie diesen Schritt?
Niemals, dies Glück ist brüchig!

Sie will dein Geld und den Erfolg,
für sich nur gröblich nutzen.
Du wirfst mich raus und sie kann sich
an mir die Schuh’ abputzen.

Ich hab kein Geld, ich bin nicht jung,
ich finde keinen Job!
Wofür leb’ ich und wovon?
Was bist du schrecklich grob!

Dass du dich stark veränderst hast,
das merkte ich schon öfter.
Hol dir die Jugend doch zurück,
vielleicht liebt sie dich besser!

Sie wird betrügen dich schon bald,
wer weiß ob jetzt sie treu.
Heirat’ sie und sei ihr Narr,
es ist mir einerlei.

Dann lang wirst du nicht glücklich sein,
mit dieser jungen Frau!
Niemals liebt sie dich ganz allein,
dich alten, eitlen Pfau!

Vivienne/Gedankensplitter

 

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