Es ist seltsam.
In dem großen Haus.
Seit sie weg ist.
Denkst du dir.
Fast unheimlich.
Und ein jedes Geräusch.
Lässt dich hochschrecken.
Du wischt dir.
Über die Stirn.
Merkwürdig.
So schreckhaft.
Warst du früher nicht.
Früher.
Als sie noch da war.
Mit dir lebte…
Dabei.
Ist es.
Gar nicht lange her.
Nur ein paar Wochen.
Als noch ihr Lachen.
Durch das Haus tönte.
Und die Blumen.
Die Geranien.
Sie sind verblüht…
Du starrst ins Leere.
Mein Gott!
Sie ist weg!
Sie fand sich jemand anderen…!
Du gehst ins Wohnzimmer.
Machst die Musik an.
Um die Stille zu bedecken.
Zu übertünchen.
Sie macht dich verrückt.
Beinahe.
Aber selbst.
Die ersten Töne…
Die Leere in dir.
Sie bleibt.
Sie füllt dich aus.
Und die Geräusche.
Die unheimlichen Geräusche.
Sie sind da.
Noch immer.
Sie klingen in deinem Kopf.
Und irgendwie.
Machen sie dir Angst.
Du.
Hättest sie gerne hier.
Würdest lachen.
Und schäkern mit ihr.
Und sie in den Arm nehmen…
Aber…
Ihre Liebe sei tot.
Sagte sie dir.
Tot.
Und ihre Gefühle.
Gehören jemand anderem…
Die Musik.
Sie umfängt dich.
Und die Einsamkeit.
Du spürst sie noch stärker.
Wenn du ehrlich bist.
Du kannst nicht allein sein.
Du konntest es nie.
Und jetzt.
Ohne sie.
Bist du gespannt.
Wie ein Drahtseil.
Gereizt.
Depressiv.
Und seltsam melancholisch.
Was hast du falsch gemacht?
Fragst du dich.
Zermarterst dir.
Dein Gehirn.
Du warst ihr.
Ein guter Mann.
Ja.
Wirklich.
Das warst du.
Aber vielleicht.
Hat das nicht genügt.
Sie zu lieben.
Für sie da zu sein…
Die Einsamkeit.
Reißt dein Innerstes auf.
Und du weißt nicht.
Wie du die Wunde stillen kannst…
Vivienne/Gedankensplitter