Dir ist schlecht.
Bisweilen.
Am liebsten.
Da würdest du.
Die ganze Welt.
Aus deinem Körper kotzen.
So kommt es dir vor.
Du hustest.
Immer wieder.
Lachen.
Ist dir vergangen.
Schon lange.
Viel zu lange.
Und das Essen.
Es schmeckt dir nicht.
Du bist bleich.
Ein schmales Gesicht.
Du siehst krank aus.
Aber.
Wenn man fragt.
Blockst du ab.
Es ist nichts.
Du bist nicht ganz fit.
Eine Verkühlung.
Plagt dich.
Beteuerst du.
Das wird wieder.
Ganz sicher…
Wenn du daheim sitzt.
Dann ist dir nach weinen.
Sehr oft.
Dein Mann.
Sitzt vor dem TV-Gerät.
Champions League.
Läuft noch Stunden.
Bestimmt.
Und dich.
Interessiert das nicht.
Aber er.
Realisiert es gar nicht.
Irgendwann.
Gehst du zu Bett.
Und dann weinst du.
Wirklich.
Du schluchzt.
Während er schreit.
Im Wohnzimmer.
Tor!
Er ahnt nicht.
Wie es dir geht.
Er spürt es nicht.
Wie du leidest.
Oberflächlich.
Bedacht nur.
Auf seine eigenen Bedürfnisse.
Wann?
Nimmt er dich in den Arm?
Nur wenn er Sex will…
Eine Freundin von dir.
Gestorben.
Herzinfarkt.
Von einer Minute.
Auf die andere.
Dein Mann.
Er sagte nur.
Du musst loslassen.
Das ist der Lauf der Welt.
Nein.
Er begreift nicht.
Was vorgeht.
In dir.
Der Schmerz.
Er tobt in dir.
Wie ein furchtbares Feuer.
Aber mit deinem Mann.
Kannst du nicht reden.
Darüber.
Schließ endlich ab!
Weinen bringt nichts!
Hat er dich angeherrscht.
Gib endlich Ruhe!
Seither.
Frisst du alles rein.
Seither.
Hasst du ihn.
Jeden Tag.
Ein bisschen mehr.
Und manchmal.
Da möchtest du sterben.
Einfach nicht mehr sein.
Deinen Mann.
Kümmert nicht.
Was du fühlst.
Warum du so trauerst.
Dass das nicht vorbei ist.
Gar nicht.
Vorbei sein kann.
Von einem Tag.
Auf den anderen.
Kapiert er nicht.
So fremd.
Ist er dir geworden.
So unendlich fremd…
Vivienne/Gedankensplitter