Wann war ich je so glücklich?
So glücklich wie jetzt?
Fast verspielt.
Wie ein kleines Kind.
Und der Schalk sitzt mir im Nacken.
Kein Wunder.
Ich bin befreit.
Eine Riesenlast wurde mir genommen.
Sie fiel mir von den Schultern.
Die Last einer vergeblichen Liebe.
Keiner ahnt, wie es mir nun geht!
Ich tanze durch mein Leben!
Ich bin nicht mehr müde.
Nicht mehr depressiv.
Nicht unglücklich oder verbittert.
Ich kenne die Wahrheit.
Und ich bin so glücklich.
Ich bin so frei…
Dabei ahnte ich nicht was ich litt.
So selbstverständlich war schon das Leid.
So gegenwärtig der Kummer.
Der Mann den ich liebte.
Vergeblich.
Er ließ mich leiden.
Oh ja.
Er half mir kein bisschen.
Zu viel hing für ihn davon ab.
Dass ich die Wahrheit nie erfuhr.
Er konnte es nicht verhindern.
Dass ich trotzdem alles herausbekam.
Alles was wichtig war…
Zur richtigen Zeit.
Seither hat sich mein Leben verändert.
Ich habe mich verändert.
Ich sehe alles anders.
Die Freude ist in mein Gesicht geschrieben.
Ich kann wieder genießen.
Unbeschwert.
Fast als ob ich beschwipst wäre.
Ein wenig zu viel Prosecco.
In Wahrheit berauscht vom Glück meiner Freiheit.
Und ich fühle mich fast erlöst.
Mein Herz ist federleicht!
Wie konnte ich nur so lange so leben?
An der Nase herum geführt?
Genarrt?
Ich weiß es nicht.
Spielt es noch eine Rolle?
Ich bin frei!
Mein Gott, das Gefühl ist herrlich!
Ich möchte die Welt umarmen!
Ich möchte singen.
Dass alle es hören können.
Das Leben kann wundervoll sein!
Und ich spüre wie sehr!
Ich atme die Freiheit.
Kein Mensch ahnt, wie gut es mir geht!
Keiner weiß, welchen Reichtum ich empfinde!
Reichtum des Lebens!
Der Mann – er hat keine Macht mehr über mich!
Eine Tür hat sich geöffnet.
Und ich trete hinaus.
Ein Leben voller neuer Möglichkeiten.
Ungeahnt.
Jetzt bin ich bereit dafür!
Vivienne/Gedankensplitter